„Wie wär‘s dieses Jahr mit bunt?“ - Wir sind keine Exoten und kein Trend, Edeka & JvM!

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euro eyez hat diese Petition an Edeka und gestartet.

Weihnachten für Edekas Familie Müller – „froh und bunt“ auf unsere Kosten? Nein, danke! 

Edekas diesjährige Weihnachtskampagne Kampagne „Lasst uns froh und bunter sein“ (Jung von Matt) vermittelt ein falsches Bild und fördert die Spaltung der Gesellschaft. 

Liebes Marketing-Team Edeka und Mitarbeiter*innen von Jung von Matt, leider habt ihr daneben geschossen. 

Die Kampagne basiert auf Rassismus und Sexismus und ist auf allen Ebenen diskriminierend.

Um nur einige Punkte aufzugreifen:

Diversität als Trend

Das Weihnachtsfest der weißen und christlich-deutsch dargestellten Familie Müller soll dieses Jahr besonders „froh und bunt“ sein?! Dabei bezieht sich das „bunt“ auf Männer unterschiedlicher Herkunft oder Migrationsgeschichte. Migration hat in Deutschland eine sehr lange Geschichte und nein, es ist nicht besonders angesagt, dieses Jahr „bunte“ Weihnacht zu feiern, denn dies entspricht seit Jahrzehnten der Realität.

Diversität ist dieses Jahr nicht besonders cool! Es sollte der Anspruch an die Gesellschaft herrschen, die diverse deutsche Gesellschaft als diese anzunehmen.  

Kulturen als Konsumgüter

Kulturen sind keine Kosumgüter, welche von weißen Menschen abgerufen werden können, wann immer sie es entscheiden. Ein respektvolles Interesse an Esskultur ist nicht verwerflich, aber die Darstellung und Zuschreibung in dieser Kampagne ist höchst rassistisch und exotisierend. Diese Muster kennen wir bereits aus der deutschen Kolonialgeschichte. Die barmherzige deutsch-christliche Familie – solche Bilder sind für eine antidiskriminierende Gesellschaft nicht förderlich.

Die Pauschalisierungen: „der Japaner, der Sushi isst“, „der Marokkaner, der Falafel isst“ schüren lediglich Vorurteile. Zudem wird der vermeintlich nicht-deutsche Mann durch die Gleichstellung mit Essen entmenschlicht – ein nettes exotisches Accessoire, um das Weihnachtsfest noch aufregender zu gestalten. 

Sexualisierung

„Ich habe noch nie mit einer schwarzen/asiatischen Person geschlafen“ und ähnliche Gedankenmuster werden durch die Kampagne angeregt. Menschen mit Migrationsgeschichte bzw. vermeintlich nicht-deutscher Herkunft werden hier extrem sexualisiert und reduziert. 

Nun gibt es einen zweiten Spot aus dem Hause Edeka und Jung von Matt unter der Kampagne "Lasst und froh und bunter sein" und auch der ist sehr problematisch.

Denn die "besondere Weihnachtsgeschichte des Herrn Schmidt", die hier erzählt wird, ist für BIPoCs ein alltäglicher Konflikt.
Die Klassifizierung von "guten und schlechten" BIPoCs, die z.B. "gute und vorbildliche Mitbürger*innen" seien, wenn sie besonders gute Schulleistungen erzielen oder herausragende Sportler*innen sind. Als würde Rassismus in Deutschland damit enden, wenn BIPoCs sich besonders vorbildlich verhalten und die Verantwortung in ihren Händen läge.

Zudem wird das Recht und die Wahrheit von Gefühlen abgesprochen.
In dem Spot scheint die Lösung Rassist*innen mit Verständnis und Empathie zu begegnen. Wut und Hass, denen BIPoCs täglich ausgesetzt sind, seien auszuhalten, weil "Herr Schmidt hat es nicht anders gelernt". Darüber hinaus wird dazu appelliert, auf Rassist*innen zuzugehen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Das ist nicht Job der BIPoCs!

Wir fordern eine angemessene Auseinandersetzung mit der Thematik und Werbung ohne die Bedienung von rassistischen und sexistischen Klischees!

Um solche Werbung in Zukunft zu vermeiden, empfehlen wir @discheck_

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