Petition Closed
Petitioning C&A Deutschland Chef Martijn Brenninkmeijer (Düsseldorf und Brüssel) C&A Deutschland and 1 other

Warum schweigen Sie zum WDR-Bericht und der Zusammenarbeit mit SSM?


SSM, ein Unternehmen aus T-Shirt-City in Indien, liefert an den deutschen Textilriesen C&A. Das Problem: Bei SSM wird Sumangali praktiziert, ein schreckliches System, das junge Mädchen und Frauen regelrecht ausbeutet. Die Arbeitsbedingunge sind so schlimm, dass die Mädchen oft versuchen, sich umzubringen. Das beweist der monitor-Bericht vom Juni 2012.

+++ UPDATE ++++

Liebe Unterstützer,

kurz nach Start der Petition hat C&A versprochen, uns eine Antwort zu SSM zu schicken. Hier ist sie.

Da sich C&A so schnell mit einer plausiblen Anwtort gemeldet hat, habe ich beschlossen, die Petition zu schließen.

Liebe Grüße, Mareike

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Für drei Jahre und mehr werden Mädchen und junge Frauen an Spinnereien oder Textilfabriken im Süden Indiens regelrecht verkauft. Erst am Ende gibt es eine Prämie, nur wenige hundert Euro. Untergebracht werden die Mädchen in Unterkünften auf den Fabrikgeländen und dürfen das Gelände nicht alleine verlassen. Der Kontakt zur Familie ist untersagt. Häufig sind die Unterkünfte völlig überfüllt und verfügen über nur unzureichende sanitäre Anlagen

Für C&A wäre es so leicht, die Zusammenarbeit mit SSM zu beenden und somit ein deutliches Zeichen gegen Sumangali zu setzen. Statt dessen schweigt C&A-Deutschland.

Sumangali-Arbeiterinnen leisten in der Regel 12-Stunden-Schichten an 6 Tagen in der Woche und werden häufig zu zusätzlichen Nachtschichten und Überstunden herangezogen. Durch die hohe Staubbelastung und den ohrenbetäubenden Lärm besteht eine erhöhte Gesundheitsgefährdung für die Frauen. Hält ein junges Mädchen das Schuften nicht durch, war alles umsonst und sie bekommt fast nichts von der versprochenen Prämie.

Täglich versuchen Mädchen aus den Fabriken zu fliehen. Selbstmordversuche, bei denen die Mädchen sich mit Hilfe von Pestiziden oder Benzin versuchen das Leben zu nehmen sind an der Tagesordnung. 1.000 Selbstmordversuche jährlich zählen Ärzte bei Fabrikarbeiterinnen in Süd-Indien. 

Die WDR-Sendung monitor berichtete im Juni 2012:

"Als wir die Hafenpapiere aus Indien erneut studieren, fällt uns auf: Sri Saravana, kurz SSM, ein Unternehmen auf das wir in T-Shirt-City auch gestoßen sind - und das auch Sumangali praktiziert, liefert an C&A. Ein Interview gibt es nicht. Konkrete Fragen zu unserem Fall werden schriftlich nicht beantwortet, etwa warum C&A nachweislich seit fünf Jahren von Sumangali weiß, aber dennoch Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen wie SSM aufrechterhält.

Wir fordern wir C&A auf, sofort die Zusammenarbeit mit SSM zu beenden und sich öffentlich zu erklären!

Über mich: Mein Name ist Mareike Greig und ich bin 18 Jahre alt. Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und befinde mich zur Zeit in der Ausbildung. Von Sumangali hörte ich erstmals in einem Forum. Ich bin entsetzt und schockiert über ein solches System und will etwas dagegen unternehmen. Ich hoffe sehr, dass wir C&A dazu bewegen können, die Verbindungen zu SSM abzubrechen und in Zukunft ihre Zuliefererbetriebe sorgfältiger auszuwählen.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung dieser Petition!

Mit freundlichen Grüßen

Mareike Greig

 

Letter to
C&A Deutschland Chef Martijn Brenninkmeijer (Düsseldorf und Brüssel) C&A Deutschland
Pressesprecher Lars Boelke
Ich fordere Sie mit der Unterzeichnung dieser Petition dazu auf, Ihre Zusammenarbeit mit dem Sumangali-Zulieferer SSM sofort zu beenden (siehe monitor-Bericht Juni 2012) und sich öffentlich zu erklären.

Durch Ihre Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen unterstützen Sie die Ausbeutung junger Frauen unter menschenunwürdigen Bedienungen.

Ich fordere Sie hiermit auf, sich den Kernwerten Ihrer Firmenethik zu entsinnen und Verantwortung für die Arbeits- und Lebensbedienungen der Arbeiter und Arbeiterinnen unter Ihrer Obhut zu übernehmen. Stoppen Sie Sumangali!
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Mit freundlichen Grüßen