VW: Stoppt das wirtschaftliche Engagement im chinesischen Xinjiang!

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In der Autonomieregion Xinjiang im Nordwesten Chinas werden nach Einschätzung von Experten mehr als eine Million Menschen in Lagern und weitgehend ohne Gerichtsprozesse festgehalten. Betroffen sind vor allem Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren. Mit anderen Worten: China hat dort einen gigantischen Unterdrückungsapparat etabliert!

Die „China Cables“- das Ergebnis einer Recherche von Investigativ-Journalisten - bestätigen endgültig, was dort passiert.

Diese geleakten Geheimdokumente aus dem Inneren der chinesischen kommunistischen Partei zeigen erstmals im Detail, wie die massenhafte Internierung von religiösen Minderheiten organisiert und durchgeführt wird. Die Dokumente belegen, dass die von der Regierung als „freiwillige Weiterbildungseinrichtungen“ bezeichneten Lager tatsächlich abgeschottet und engmaschig überwacht werden. Die Insassen werden gegen ihren Willen gefangen gehalten und psychisch manipuliert. Wer sich der "Umerziehung widersetzt", dem drohen Strafen. Außerhalb der Lager werden den Dokumenten zufolge Uiguren gezielt überwacht und in einer Datenbank erfasst.

Trotz der offensichtlich schwersten Menschenrechtsverletzungen engagieren sich deutsche Konzerne wie VW weiterhin in Xinjiang, machen Geschäfte mit dort aktiven Firmen und ignorieren damit die katastrophalen Lebensumstände der Uiguren.

Darum fordere ich den Vorstandsvorsitzenden der VW AG, Dr. Herbert Diess dazu auf, sich mit aller Klarheit für diese brutal unterdrückten Menschen einzusetzen und alles Nötige in die Wege zu leiten, um die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Staat in dieser Region, sowie mit allen an der Unterdrückung beteiligten chinesischen Firmen, so schnell wie möglich zu beenden.

Ich bin Klaus Prangenberg und ich bin traurig und empört. Traurig, weil der Versuch Menschen durch brutale Unterdrückung und Folter zu brechen oder zu vernichten, nie ein Ende zu nehmen scheint. Und empört, weil so viele Verantwortliche in Politik und Gesellschaft bei diesem Thema einfach weggucken. Denn eigentlich sollte  spätestens bei dem Wort „Lager“ ein jeder von uns hellhörig werden. Für mich war - und sie ist es bis heute – unsere jüngere Geschichte immer eine besondere Verpflichtung. Wir sollten wirklich wissen, dass aus autoritären Regimen, die Menschen lediglich aufgrund ihrer religiöser Einstellungen ausgrenzen und einsperren, nichts Gutes kommen kann.

Als ein Land mit unserer Geschichte sollten wir das nicht weiter hinnehmen und klar Stellung beziehen! Darum bitte fordert mit mir VW, als eines der größten deutschen Unternehmen, dazu auf nicht länger tatenlos zuzusehen. Keine Geschäfte mit Menschenrechtsverbrechern!

Vielen Dank,

Klaus Prangenberg