Gegen Matthias Warnig im Aufsichtsrat des FC Gelsenkirchen Schalke 04 e.V.

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Liebe Schalker, liebe Fußballfreunde in Deutschland und auf der ganzen Welt,

am 12.07.2019 hat der Fussballclub Gelsenkirchen Schalke 1904 e.V. Matthias Warnig als Nachfolger von Sergey Kupriyanov in den Aufsichtsrat bestellt. Kupriyanov war zuvor seit 2011 als Vertreter des Hauptsponsers Gazprom im Aufsichtsrat vertreten. Matthias Warnig soll nun als Vorsitzender der Geschäftsleitung der Nordstream 2 AG, einer Tochtergesellschaft des Hauptsponsors Gazprom, den Verein mit gestalten und nach außen vertreten.

Anders als bei regulären Personalentscheidungen hat der FC Schalke diese Personalie nicht auf der ersten Seite der vereinseigenen Homepage bekannt gegeben, sondern in einer kleinen Meldung am unteren Rand der Website versteckt. Auch in den sozialen Medien waren keine Posts oder Tweets zur Personalie Warnig zu finden. Der Grund dafür könnte in der beruflichen Vergangenheit von Herrn Warnig liegen.

Laut Wikipedia war Warnig lange Zeit ein leitender Beamter im Ministerium für Staatssicherheit: "Von 1974 bis 1990 war Warnig beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR tätig. Er war zuletzt im Dienstgrad eines Hauptmannsstellvertretender Leiter des Referats 5 der Spionageabteilung XV der MfS-Bezirksverwaltung Berlin. Eine seiner Hauptaufgaben war die „Wirtschaftsaufklärung im Rahmen der Gesamtprobleme der Hauptverwaltung Aufklärung“ (HVA). Zunächst war er in Ost-Berlin eingesetzt, wo er den Decknamen „Ökonom“ hatte. Von 1986 bis 1989 war Warnig dann unter dem Decknamen „Arthur“ als sogenannter Offizier im besonderen Einsatz (OibE) in Düsseldorf tätig, er arbeitete zur Tarnung in der DDR-Handelsmission. Nachdem das Bundesamt für Verfassungsschutz Warnig als potenziellen Spion ins Visier genommen hatte, wurde er im August 1989 vorzeitig nach Ost-Berlin zurückbeordert.[1][2] Unter den Objekten seiner damaligen Spionagetätigkeit soll sich auch sein späterer Arbeitgeber, die Dresdner Bankbefunden haben.[3][4]"

Diese Karriere liest sich nicht wie die eines kleinen informellen Mitarbeiters, in der Umgangssprache zumeist IM genannt, der vom Staat unter Druck gesetzt wurde, sondern wie die einer Person, die an diesem tyrannischen und unterdrückendem System aktiv mitgearbeitet und es möglicherweise mitgestaltet hat. 

Meiner Meinung nach und ich bin der festen Überzeugung, dass ich in diesem Fall für viele Schalker spreche, sollte kein Mann, der sein Geld damit verdient hat Demokratie und eine freie Gesellschaft zu untergraben, unseren Verein repräsentieren. Natürlich ist es verständlich, dass ein Hauptsponsor der hohe zweistellige Millionenbeträge in den Verein pumpt, seine Interessen vertreten sehen will. Allerdings sollte sich dafür definitiv jemand anders finden lassen als Herrn Warnig. 

Ich zitiere aus dem Leitbild des FC Schalke 04: "Wir begegnen uns in der Schalker Vereinsfamilie mit ihren vielfältigen Strukturen respektvoll und auf Augenhöhe. Auch bei kritischen Themen sind wir tolerant gegenüber anderen Meinungen und nehmen Rücksicht auf die Belange der Anderen." - Herr Warnig hat Meinungen, die nicht seiner und der seines Staates entsprachen jahrelang unterdrückt und eingesperrt, er verstößt somit klar gegen das vom Verein, in enger Zusammenarbeit mit den Fans und Mitgliedern, erstellten Leitbild.

Glück auf!