Vorgezogener Renteneintritt für professionell Pflegende

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 200.


Als Gesellschaft sehen wir uns mit dem Problem konfrontiert, dass es zu wenig Menschen gibt, die professionell pflegen. Sei es die ambulante oder stationäre Pflege alter und/ oder kranker Menschen oder die Pflege von Menschen mit Behinderungen: eine Pflegekraft muss sich aufgrund großer Personalnot um zu viele ihr anvertrauter Hilfebedürftigen kümmern.

Den vielen Berufstätigen, die man unter "Pflegenden" zusammenfassen kann, seien es, und dies ist keine abschließende Aufzählung, Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, AltenpflegerInnen, Pflegefachpersonen und Hilfskräfte, ist eines gemeinsam: es gibt zu wenige von ihnen. In Anbetracht der steigenden Lebenserwartung und der damit verbundenen immer älter werdenden Gesellschaft wird sich diese Personalknappheit immer weiter verschärfen.

Um die Attraktivität dieser Berufe zu stärken, gibt es nicht unbegrenzt Möglichkeiten: Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, brauchen diese häufig rund um die Uhr, daher kann man nicht beliebig an der Stellschraube Arbeitszeit drehen. Und auch die mit der Pflege anderer Menschen einhergehenden psychischen und physischen Belastungen lassen sich nur begrenzt monetär kompensieren.

Ein Punkt, der beim Versuch mehr Menschen für Pflegeberufe zu interessieren bzw. im Pflegeberuf zu halten, bisher zu kurz gekommen ist, ist eine vorgezogenene Ruhestandsregelung.

Wie diese genau aussehen kann, ob pro gearbeitetem Vollzeitjahr ein so und so viele Monate früherer Renteneintritt möglich sein sollte etc. ist nicht Hauptbestandteil dieser Petition.

Ziel dieser Petition ist es vorrangig, die Idee einer gesonderten Ruhestandsregelung für Pflegende überhaupt vorzustellen und als weitere Forderung neben verbesserten Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Vergütung im gesellschaftlichen und politischen Diskurs zu etablieren. In einer Zeit, in der eine Pandemie uns tagtäglich Grenzen des Gesundheitswesen und der es tragenden Akteure aufzeigt und durch Prämien und Applaus nur kurzfristig Abhilfe (wenn überhaupt) geschaffen wird, liegt vielleicht auch eine Chance für nachhaltige, gesellschaftlich getragene Verbesserungen für diese so wichtige und, wie wir seit spätestens einem Jahr wissen, systemrelevante Gruppe.