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Verbrauchertäuschung: "Clean Labeling" ! Ohne Geschmacksverstärker?

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Clean Labeling?

Viele Verbraucher legen mịttlerweile sehr viel Wert auf „natürliche“ Lebensmittel. Die Industrie muss diesem Trend natürlich folgen. Daher nutzen etliche Hersteller Werbebotschaften wie: „ohne Geschmacksverstärker, Aromen, Farbstoffe etc.“ Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, jedoch wird die Erwartung der Verbraucher ausgenutzt, indem „Ersatzstoffe“ verwendet werden. Diese sorgen für eine andere rechtliche Zuordnung, dadurch verfällt die Kennzeichnung. Der Hersteller kann nun, im Rahmen eines eigenen Marketingkonzepts, ein beliebiges Etikett erstellen.

Fokus: Geschmacksverstärker – geschmacksverstärkende Zutaten

Geschmacksverstärker sind Substanzen, die den Geschmack und/oder den Geruch eines Lebensmittels verstärken.

Daher lohnt sich der Einsatz für die Industrie, um Kosten zu sparen, da geschmacklich minderwertige Rohstoffe und minderwertige Herstellungsverfahren ausgeglichen werden. Jene Zusatzstoffe tragen die Kennzeichnung E 620 – E 640.

E 621 (Mononatriumglutamat) gehörte ehemals zu dem umstrittensten Geschmacksverstärker der vergangenen Zeit, daher hat die Industrie erkannt, dass dieser ausgetauscht werden muss, um den Endverbraucher bei Laune zu halten. Jetzt wurde diese Zutat durch Hefeextrakt ersetzt, welche auch eine geschmacksverstärkende Wirkung aufweist. Jedoch fällt diese Substanz, laut Gesetzt(§2 Abs. 3 S1 LFBG), nicht unter die Geschmacksverstärker, da Hefeextrakt eine „charakteristische Lebensmittelzutat“ darstellt. Na bravo!

Missbrauch: Selten?

Die Verbraucherzentrale NRW untersuchte 74 Produkte, welche unter der Clean Labeling Produktgruppe fallen. 92% (68 von 74 Produkte) wiesen potentielle geschmacksverstärkende Zutaten auf, darunter ebenfalls Hefeextrakt.

Verbrauchertäuschung!

Häufig können Verbraucher Feinheiten bei der Kennzeichnung nicht differenzieren. Der Hersteller kann daher die Etiketten auch entgegen der Rechtskommentierung, ausloben, sodass dies positiv gesehen werden kann.

 Gesetzgebung? Grauzone:

§11 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches: Vorschriften zum Schutz vor Täuschung

-        Absatz 2: „Es ist ferner verboten,“

-        Absatz 2 Nummer 2 c):“ Lebensmittel, die geeignet sind, den Anschein einer besseren als der tatsächlichen Beschaffenheit zu erwecken, ohne ausreichende Kenntlichmachung in den Verkehr zu bringen.“

 Medien berichten, jedoch keine Änderung!

Die Thematik wird schon lange diskutiert und trotzdem wird die Problematik vom Gesetzgeber ignoriert. (Siehe Quellen)

                                          Forderungen:

 Rechtliche Vorgaben für „Clean Label“

Differenzierung zwischen „natürlich“ und/oder „künstlich“   -       Geschmacksverstärker/  geschmacksverstärkende Zutaten

 

Dennis Pengel (19)

 

 

Quellen:

https://www.ugb.de/lebensmittel-im-test/clean-label-werbung-mit-verzicht/

http://www.lebensmittelklarheit.de/forum/geschmacksverstaerker

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Etikettenschwindel-Hefeextrakt,hefeextrakt100.html

http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/cleanlabels

https://www.test.de/Geschmacksverstaerker-Getarntes-Glutamat-1662509-0/

https://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/ernaehrung/2766281-215-hefeextrakt-als-geschmacksverstaerker-wi.html

http://www.verbraucherzentrale.nrw/mediabig/131071A.pdf

http://www.absolut-bio.de/hefeextrakt-getarnter-geschmacksverstaerker-in-bio-produkten/

http://www.taz.de/!5110357/



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