Fischwanderhilfe Donaukraftwerk Jochenstein - Saubere Energie auf Kosten der Donaufische?

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Die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit ist eine zentrale Voraussetzung, um den Zustand der Fließgewässer entsprechend den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern. Ein wesentlicher Bestandteil zur Erfüllung dieser Anforderungen ist die Errichtung von Fischaufstiegsanlagen.

Seit 1956 produziert das Donaukraftwerk Jochenstein saubere Energie für die umliegende Region. Allerdings stellt es durch das Fehlen eines der Größe der Donau entsprechenden Umgehungsgerinnes bzw. generell einer Fischaufstiegshilfe eine unüberwindbare Barriere für Wasserorganismen, vor Allem aber unseren Fischen dar. Der natürliche Kreislauf ist hier unterbrochen und Fischarten die Laichplätze im Stauraum Jochenstein oder im Stauraum Aschach nutzen, können diese nicht lebend erreichen.

Der Donauraum bei Passau und Umgebung beheimatet seltene und auch bedrohte Fischarten, z.B.: Huchen, Nase, Frauennerfling und Nerfling, Reliktvorkommen der Donaubarscharten wie Zingel, Streber und Donaukaulbarsch. Auch weitaus größere Fische, wie der Europäische Wels, kurz der Waller ist natürlich hier beheimatet. Sogar der vom Aussterben bedrohte Sterlet ist noch zu finden. Nahezu alle bei uns beheimateten Kieslaicher nutzen beide Stauräume als Laichrefugium. Allerdings sind jene Arten mehr und mehr im Rückgang aufgrund des Fehlens einer Wanderhilfe.

Laut Angaben der Gesellschaft hätte der Bau der Fischwanderhilfe bereits Mitte 2016 beginnen sollen und im Laufe des Jahres 2017 fertiggestellt werden. Nun da aber alle Pläne für den Bau des Energiespeichers Riedl auf Eis gelegt wurden, steht auch die Errichtung einer Fischwanderhilfe am Kraftwerk mehr als in Frage. Durch die Nutzung unserer Flüsse stehen wir Menschen in der Pflicht auch etwas zurückzugeben. Ein Wasserkraftwerk ist ein gravierender Eingriff in die Ökologie eines Gewässers. Die Betreiber stehen im Vordergrund und sollten dem Begriff Sauberer Energie auch Recht tun.

Fischaufstiegsanlagen sind grundsätzlich keine Typenbauwerke, deren Funktionsfähigkeit aus projektgerechten Baumaßen abgeleitet werden kann. Somit ist die Planung und Bauausführung nach dem aktuellen Stand des technischen Regelwerks zwar die Voraussetzung, jedoch noch kein Beleg für die Funktionsfähigkeit einer Fischaufstiegsanlage. Auftretende Funktionsdefizite beeinträchtigen nicht nur die ökologische Wirksamkeit der betreffenden Anlage, sie stellen darüber hinaus auch den zielkonformen Einsatz der aufgewendeten Finanzmittel in Frage.

Die VERBUND AG hat an österreichischen Kraftwerken bereits hervorragende Arbeit hinsichtlich Fischwanderhilfen geleistet. Das Kraftwerk Jochenstein steht nun seit mehr als 60 Jahren und behindert den natürlichen Artenaustausch.

  • ES WIRD ZEIT, DASS WIR DER DONAU NICHT NUR NEHMEN SONDERN AUCH ZURÜCKGEBEN!


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