Petition Closed

Die Einführung von Medizinprodukten unterliegt keiner unabhängigen Kontrolle. Wegen der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Medizinproduktehersteller, Kliniken, Ärzte und politischer Entscheidungsträger bleibt der Patientenschutz auf der Strecke. Der dadurch enstehende Schaden für Krankenkassen und Patienten ist immens.

Um so wichtiger ist die Überwachung der Medizinprodukte nach Markteinführung. Dies um so mehr wenn diese in Menschen implantiert werden. Auf Empfehlung des Bundesinstitus für Medikamente und Medizinprodukte (BfArM) ist es Aufgabe der Landesbehörden, problematische Medizinprodukte vom Markt zu nehmen. Das Regierungspräsidium Freiburg weigert sich, der Empfehlung des BfArM, die Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese der Firma Zimmer vom Markt zu nehmen, nachzukommen. Dies ist ein Skandal! Wir fordern das Regierungspräsidium Freiburg auf, der Empfehlung des BfArM, die Durom-Metasul-LDH-Hüftrothese der Firma Zimmer vom Markt zu nehmen, unverzüglich Folge zu leisten!

Letter to
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Regierungspräsidium Freiburg
Persönliche Referentin Tina Schlick
"99,9% der zuständigen Landesbehörden wagen es nicht, die Empfehlung des BfArM zu ignorieren", sagt Ulrike Flach, Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Wir fordern das Regierungspräsidium deshalb auf,
1. die Empfehlung des BfArM vom Frühjahr 2010, die Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese der Firma Zimmer vom Markt zu nehmen, sofort umzusetzen;
2. eine Aufstellung aller Kliniken, die mit der Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese von der Firma Zimmer beliefert wurden, bei der Herstellerfirma Zimmer einzufordern und zu veröffentlichen;
3. Alle Kliniken über die Probleme mit dem Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesenmodell der Firma Zimmer zu informieren und sie aufzufordern, bei den betroffenen Patienten eine Nachuntersuchung durchzuführen;
4. die Position des "Nichts-Tuns" aufzugeben und seinen Verpflichtungen zum Patientenschutz nachzukommen.