Reserve-Starter zur Obedience-WM 2017 in Belgien

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Sachverhalt:
Die beiden Reserve-Starter des VDH, Ulrike Seeberg-Dietzel und Heike Ungar, sind derzeit auf der Starterliste für die Obedience-Weltmeisterschaft 2017 in Belgien gelistet. Laut FCI dürften beide Teams bei der WM starten, der VDH blockiert diese Teilnahme jedoch.

Wunsch der Unterzeichnenden: Deutschland entsendet jetzt und in Zukunft die Reserve-Starter zur WM, wie es viele andere Länder schon seit Jahren machen und wie es das FCI-Reglement auch unter bestimmten Bedingungen vorsieht.

Erläuterung:
Reserve-Starter sind im VDH diejenigen Teams, die an den nationalen WM-Qualifikationen teilnehmen und dabei knapp einen der derzeit sechs regulären Plätze im WM-Team verfehlen (im Normalfall Plätze 7 und 8). Reserve-Starter dürfen laut FCI-Reglement bei einer Weltmeisterschaft starten, wenn das zur Verfügung stehende Startplatzkontigent nicht von „regulären“ Startern in Anspruch genommen wird. Reserve-Starter tragen mit ihren Ergebnissen nicht zur Teamwertung bei, werden aber wie reguläre Starter bewertet und können sich auch für das Finale qualifizieren. Die Bezeichnung „Reserve“ ist damit etwas irreführend. Für die Vergabe der Plätze unter den Nationen gibt es einen Verteilungsschlüssel, der für Deutschland zwei zusätzliche Plätze ergeben würde. Doch obwohl dem Verband durch die beiden weiteren Starter kein zusätzlicher Aufwand entstünde, blockiert der VDH bis heute deren Entsendung. Andere Länder schicken dagegen schon seit Jahren mehrere Reserve-Starter auf die Weltmeisterschaften. Das bietet viele Vorteile, nicht nur für die Reserven sondern auch für das entsendende Land.

Argumentation:
1. Ein Einsatz als Reserve-Starter ermöglicht den betreffenden Sportlern, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, daraus zu lernen, um im nächsten Jahr erfolgreich dabei sein zu können. Die betreffenden Hundeführer setzen sich intensiv mit Themen wie Prüfungsvorbereitung, Mentaltraining und dem Auftreten auf Großveranstaltungen auseinander. Viele der guten Obedience-Sportler in Deutschland sind auch als Trainer aktiv. Das neu erworbene Wissen kann an andere Sportler weitergegeben werden, das Ausbildungsniveau in dem Land steigt. Die "Vorbildfunktion" erfolgreicher Sportler in den Vereinen ist nicht zu unterschätzen. Andere Nationen haben das längst erkannt und setzen es auch um.
2. Eine auf diese Weise indirekte Aufstockung der Starterplätze um die Reserve-Starter bietet den nationalen Sportlern einen größeren Anreiz, an den WM-Qualifikationen teilzunehmen und sich besser darauf vorzubereiten. Das Niveau in dieser Sportart steigt damit automatisch.
3. Das jeweilige Land kann durch das Entsenden von Reserve-Startern auf der internationalen Bühne stärker auftreten. Auch wenn die Reserve-Starter nicht zur Teamwertung beitragen, können sie sich individuell für das Finale qualifizieren. Somit könnte Deutschland im Finale mit mehr Startern vertreten sein.
4. Weil der VDH derzeit Reserven nur als echte Ersatzstarter für den seltenen Fall führt, dass ein Mitglied des "regulären" Teams ausfällt, reisen diese Teams meist gar nicht erst zur WM an. In Salzburg hat das 2012 bereits einmal dazu geführt, dass das deutsche Team nur aus fünf Startern bestand, weil der Reservestarter nicht vor Ort war. Derartiges bedeutet natürlich geminderte Erfolgsaussichten.



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