Petitioning Thomas de Maizière and 4 others

Unser „Sohn“ Vahid soll in unserer Familie und somit in Deutschland bleiben!

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Wir möchten mit dieser Petition bewirken, dass unser „Sohn“ Vahid in unserer Familie und somit in Deutschland bleiben darf! 

Der Asylantrag von Vahid wurde im April 2017 abgelehnt, eine Ablehnung die anscheinend nur über einem Schreibtisch und eines Aktenzeichens entschieden wurde. In keiner Weise wurden wir als Familie gefragt oder sich über seine persönlichen Verhältnisse informiert.

Vahid hat mit seinen, gerade Mal 18 Jahren ein schweres Leben hinter sich gebracht. Seine Eltern wurden von der Taliban getötet, als er 4 oder 5 Jahre alt war. Er wurde nur ungern von seinem drogensüchtigen und gewalttätigen Onkel aufgenommen, der ihm niemals Liebe oder Hilfe entgegen gebracht hat. Mit 13 Jahren hat er sich einer Gruppe Nachbarn angeschlossen und ist alleine vor Gewalt und Angst in den Iran geflüchtet. Dort hat er sich einige Jahre alleine und ohne Papier über Wasser gehalten und wurde dann mit 16 Jahren in Gefangenschaft genommen und gezwungen als menschliches Kanonenfutter vom Iran an Syrien verkauft zu werden, um dort in den garantierten Tod zu gehen. Auch dann blieb ihm wieder nichts anderes, als zu flüchten und machte sich auf den 4-wöchigen, lebensbedrohlichen Weg über die Balkanroute in unser Land.

In Deutschland angekommen haben wir Vahid kennengelernt und in unsere Familie aufgenommen. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er eine richtige Familie, in der er Frieden und Liebe gefunden hat und nun soll nach fast eineinhalb Jahren bei uns, alles wieder vorbei sein?

Dieser arme Mensch soll nun wieder alles verlieren und soll in sein Land abschoben werden, in dem es keine Hoffnung für ihn gibt. Schon gar keine Hoffnung für einen Hazaren, denn zu dieser 10% Minderheit gehört unser Vahid, diese Menschen werden im eigenen Land von ihrer eigenen Bevölkerung bedroht und auch getötet. Für einen gerade 18 jährigen der ohne jegliche Verwandtschaft vor Ort, wieder komplett auf sich alleine gestellt, für sein Überleben kämpfen soll.

Unsere Familie ist mit Vahid komplett, ein Junge der glücklich ist 3 Brüder bekommen zu haben und richtige Eltern, der bei uns seinen 18. Geburtstag feiern durfte, der in Windeseile unsere Sprache gelernt hat, der brav jeden Tag zu Schule geht, der sich in sein Umfeld integrieret hat und sofort die Herzen all unserer Bekannten und Freunde gewonnen hat, der in seiner Fußballmannschaft als ein „Osterather Jung“ bezeichnet wird.

Unsere Familie hat das menschliche Abenteuer gewonnen ein fremdes Kind in die Familie aufzunehmen und inzwischen gehört er ganz zu uns und wir möchten dafür kämpfen, dass Vahid bei uns bleiben darf!

Im November 2016 wurde vom Auswärtigen Amt für ganz Afghanistan eine akute Reisewarnung herausgegeben. Auf der Internetseite heißt es:
„Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein. Auch bei von professionellen Reiseveranstaltern organisierten Einzel- oder Gruppenreisen besteht unverminderte Gefahr, Opfer einer Gewalttat zu werden. (...) In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entführung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit kann es zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und andere Gewaltverbrechen kommen. (…).“

Auch nach der Einschätzung von Pro Asyl ist die Sicherheitslage in Afghanistan so schlecht wie nie https://www.proasyl.de/news/wider-alle-fakten-naechster-abschiebeflug-ins-krisenland-afghanistan-geplant/

Selbst die USA setzt nun Bomben im Kampf gegen IS-Terroristen in Afghanistan ein und signalisiert damit die Gefahren in Afghanistan.

Erst Ende April sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten vieler Ministeriumsangestellter in die Luft, die gerade ihre Büros verlassen hatten. Fünf Menschen starben. Experten sind besorgt, dass auch IS-Kämpfer auf der Flucht aus Syrien und dem Irak in Afghanistan und Zentralasien eine neue Basis suchen könnten. Dies ist unter anderem Thema bei einer großen Afghanistankonferenz in Moskau. Der IS will auf afghanischem und pakistanischem Staatsgebiet eine neue Provinz etablieren. 

Dennoch gilt der Afghanistan als sicheres Herkunftsland - eine unzumutbare Definition, welche die Realitäten in dem Land verleugnet.

All diese Fakten lassen uns erschaudern und appellieren an die Menschlichkeit und dafür, dass Vahid bei uns und in unserer Familie bleiben darf. Er hat nach so einem schlechten Start ins Leben endlich verdient in Frieden und ohne Angst leben zu dürfen.

Wir fordern ein Bleiberecht für Vahid!

Wenn Sie für Vahid hier unterschreiben, können wir der Klage gegen die drohende Abschiebung erhebliches Gewicht verleihen.

Die Verantwortlichen müssen sehen, dass Vahid eine außergewöhnliche Bereicherung für unsere Familie und auch für unsere Gesellschaft ist. Sie müssen sich bewusst werden, dass jede Abschiebung nach Afghanistan unverantwortlich und mit der Menschenwürde nicht vereinbar ist.

Hier ist der Link zur Aktuellen Stunde, mit einer Berichterstattung über Vahid: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-vahid-soll-bleiben---abschiebung-ins-ungewisse-100.html

Die Daten der Unterschreibenden werden nicht zu kommerziellen Zwecken, zur weiteren Kontaktaufnahme oder einem anderen als den dort angegebenen Zweck weitergegeben. Die Daten werden streng vertraulich behandelt, eine Unterschrift führt zu keinerlei Verbindlichkeiten, es wird kein Vertrag o.ä eingegangen.

This petition will be delivered to:
  • Thomas de Maizière
  • Hannelore Kraft
  • Angelika Mielke-Westerlage
  • Ralf Jäger
  • Marion Warden


Steffi Rowlands started this petition with a single signature, and now has 62,679 supporters. Start a petition today to change something you care about.