Die Bedürfnisse der Studierende der Uni Augsburg mehr beachten! 4 Forderungen an die Uni

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Bei 500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!
Bei 500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!

Als Fachschaften sind wir ein wichtiger Ansprechpartner für Studierende, besonders in der aktuellen Situation. Dabei nehmen wir in der Studierendenschaft eine wachsende Unzufriedenheit über die aktuelle Lage an der Universität Augsburg und dem Verhalten der Universitätsleitung wahr. Um auf die Lage aufmerksam machen haben wir Punkte gesammelt, die uns Studierende stören und in folgendem Brief an die Universitätsleitung herangetragen. Unsere vier Forderungen sind: 

1. Rückkehr zu den regulären Öffnungszeiten der Bibliothek (auch am Wochenende und abends)

2. Abschaffung der FFP2-Maskenpflicht an Arbeitsplätzen in der Bibliothek

3. möglichst viel Präsenz im kommenden Semester für alle Studierenden an allen Fakultäten und für alle Semester

4. Transparente Kommunikation gegenüber den Studierenden. 

Unterschreibt diese Petition um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen und die Lage der Augsburger Studierenden deutlich zu verbessern!

 

"Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Doering-Manteuffel,

als Fachschaft sind wir ein wichtiger Ansprechpartner für Studierende, besonders in der aktuellen Situation. Dabei nehmen wir in der Studierendenschaft eine wachsende Unzufriedenheit über die aktuelle Lage an unsere Universität und dem Verhalten der Universitätsleitung wahr. Viele Studierende fühlen sich nicht wahrgenommen und denken, dass ihre Bedürfnisse nicht beachtet werden. Als Bindeglied zwischen den Studierenden und der Universität möchten wir diese Bedürfnisse an Sie als Universitätsleitung herantragen. Zu diesem Zweck haben wir, die gelbe Fachschaft WiWi, Fachschaft EWS, Fachschaft Sport und StuRa Jura, gemeinsam unsere Kommiliton*innen über unsere Social-Media-Kanäle befragt, was sie von der Universitätsleitung erwarten und daraus vier Forderungen formuliert. Die geforderten Punkte würden das Studium erleichtern und die aktuelle Situation vieler Studierender deutlich verbessern. Diese Forderungen werden zeitgleich auf unseren Social-Media-Kanälen und auf der Online-Petitionsplattform Change.org veröffentlicht, wo die Studierenden ihre Unterstützung durch eine Unterschrift zeigen können.

 

1.Wir, die Studierenden der Universität Augsburg, wünschen uns, dass die Bibliotheksöffnungszeiten nicht weiter eingeschränkt sind. Gerade die Bibliotheksöffnungszeiten am Wochenende und am späten Abend sind für viele Studierende essenziell, gerade während der Coronapandemie. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Zum einen haben durch die Pandemie viele ihre eigene Wohnung in Augsburg aufgegeben und sind wieder bei den Eltern eingezogen. Entweder aus der freien Entscheidung, da die Vorlesungen nicht in Präsenz stattfinden oder aber auch aus der finanziellen Not heraus: Wie Sie bestimmt wissen, ist ein Großteil der Studierenden finanziell abhängig von Gastronomie und Veranstaltungsbranche. Also genau die Bereiche, die während einer Pandemie kein Geld für Arbeitskräfte wie uns Studierende übrighatten. Das wiederum bedeutet, dass der Großteil von uns nun daheim nicht über ein eigenes Arbeitszimmer bzw. einen ruhigen Rückzugsort zum Lernen für die anstehende Klausurenphase verfügt und deswegen dringend auf einen Arbeitsplatz in der Bibliothek angewiesen ist. Zudem befinden sich Eltern und Geschwister bei vielen auch in Homeoffice, was zu Platzproblemen daheim führt.

Ein weiterer Grund, wieso die normalen Öffnungszeiten so wichtig für uns sind, ist, dass viele von uns jetzt Geld wieder reinarbeiten müssen, nachdem u.a. die Gastronomie wieder offen ist, und volle Leistung zeigen - zu den derzeitigen Bibliotheksöffnungszeiten können wir deswegen das Angebot der Lernplätze gar nicht wahrnehmen und uns fehlt ein Arbeitsplatz. Die momentanen Öffnungszeiten verstärken also eine soziale Benachteiligung genau derer, die während der Pandemie schon am meisten Sorgen hatten.

Aber auch abgesehen von der Coronapandemie, sind die Öffnungszeiten so schlicht nicht ausreichend: Es gibt unterschiedliche Lerntypen, die zu verschiedenen Tageszeiten am effektivsten sind. Das heißt, die einen Studierenden lernen besser am Vormittag, andere eben abends. Außerdem könnte man durch die Ausweitung der Öffnungszeiten eine Entzerrung des Andrangs schaffen, so dass weniger Studierende zur gleichen Zeit in der Bibliothek sind und somit das Ansteckungsrisiko sinkt. Deswegen fordern wir, dass die Bibliothek wieder zu den normalen Öffnungszeiten zurückkehrt.

 

2.  Wir sprechen uns dafür aus, dass die Maskenpflicht in der Bibliothek an den Leseplätzen entfällt. Aufgrund der gerade sehr niedrigen Inzidenz in Augsburg von 10,7 (Stand 5. Juli, 8 Uhr) und dem Impfangebot an alle Studierenden der Universität sehen wir es als möglich und nötig, hier für Erleichterungen im Vergleich zu Zeiten mit höheren Inzidenzen in den letzten Monaten zu sorgen.

Aufgrund der eingeschränkten Platzauswahl und dem damit einhergehenden Abstand von mindestens 1,5m zwischen den Arbeitsplätzen ist das Ansteckungsrisiko gering. Ein Vorbild hierfür sind Fitnessstudios oder Restaurants sein, wo das Tragen einer Maske an den Übungsgeräten bzw. Tischen nicht erforderlich ist. Ebenso müsste die Maskenpflicht an den Leseplätzen entfallen. Auch wäre es vorstellbar, dass sich die Besucher der Bibliothek bei dem Betreten, an ihrem Arbeitsplatz und bei dem Verlassen mit der CampusCard, der Luca App oder ähnlichem einchecken bzw. wieder auschecken müssen. Somit wäre eine genaue Nachverfolgung der Besucher gewährleistet. Falls eine generelle Aufhebung der Maskenpflicht nicht umsetzbar wäre, würde die Genehmigung zum Tragen einer medizinischen Maske oder Stoffmaske anstelle von FFP2-Masken, ähnlich wie bei den Prüfungen, das Lernen sicherlich erleichtern.

 

3. Uns ist wichtig, dass im kommenden Semester so viel Präsenz wie möglich stattfindet.

Es fehlt seit eineinhalb Jahren ein Großteil der sozialen Kontakte, welche gerade für junge Menschen essenziell sind. Besonders belastend ist die Situation für Studierende, die noch nie an ihrer Universität waren und so keine Chance bekommen, an ihrem Studienort Kontakte zu knüpfen.

Die Universität Augsburg ist keine Fernuniversität und somit muss es das oberste Ziel sein, so bald wie möglich zum Regelbetrieb zurückzukehren. Dabei sollte ausdrücklich vermieden werden, Präsenzlehre lediglich für einige Fakultäten zu ermöglichen und andere auszuklammern. Jeder Student sollte unabhängig von Studiengang und Semester die Möglichkeit haben, an die Universität zurückzukehren.

Für das Wintersemester fordern wir die Rückkehr zum Präsenzbetrieb bzw. mindestens eine hybride Lösung, welche aber im Gegensatz zum letzten Wintersemester alle Fakultäten berücksichtigen muss. Gerade kleinere Veranstaltungen wie Übungen und Seminare können unter Einhaltung der Corona- Maßnahmen problemlos in Präsenz stattfinden, wie am Beispiel von Schulen und Volkshochschulen klar ersichtlich ist. Rechtlich ist dies bereits jetzt möglich und diese Möglichkeit muss, wenn sie schon momentan nicht genutzt wird, spätestens zum Wintersemester umgesetzt werden. Schon jetzt sind viele Studenten geimpft und bis zum Wintersemester wird dies sicherlich die Mehrzahl sein. Wir schlagen vor, mithilfe von Daten des Impfzentrums eine Analyse über die Impfquote von jungen Menschen durchzuführen und die Ergebnisse bei der Planung des Wintersemesters miteinzubeziehen.

Gleichzeitig wünschen wir uns, dass die Übergangsphase zwischen Online- und Präsenzlehre aktiv gemeinsam mit den Studierenden gestaltet und dabei auf unsere Bedürfnisse eingegangen wird. Beispielsweise sollten bei Rückkehr zu Präsenz- oder Hybridlehre die bereits abgedrehten Vorlesungsvideos online weiterhin zur Verfügung gestellt werden. Zudem müssen auch bei asynchronen Vorlesungen Videos zur Verfügung gestellt und die Präsenzvorlesungszeit von eineinhalb Stunden sollte dabei konsequent eingehalten werden.

 

4. Außerdem wünschen wir uns eine transparentere Kommunikation zwischen der Universität und den Studierenden. Wir als Studierende werden immer zuletzt über die aktuellen Geschehnisse und den neusten Stand der Lockerungen am Campus in Kenntnis gesetzt. Oftmals entstehen dadurch Missverständnisse und Unzufriedenheit in der Studierendenschaft, etwa bei den Lockerungen der Bibliothek. Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt ohne Hintergründe für getroffene Entscheidungen zu erfahren. Um das Beispiel der Bibliothek fortzuführen, stellen sich hier die Fragen, warum diese eingeschränkte Öffnungszeiten hat oder die Maskenpflicht am Platz trotz Einhaltung des Mindestabstandes immer noch besteht.

Ein weiteres Beispiel ist das Vorgehen in Hinblick auf das kommende Semester. Uns ist klar, dass das Umstellen auf vollständige Präsenzlehre einer gewissen Vorlaufzeit bedarf und im kommenden Semester sicher noch nicht bei allen Modulen umsetzbar ist, dennoch sind klare Ansagen wichtig. Wann erfahren wir, welche Module online, präsent oder gar in einer hybriden Variante abgehalten werden? Was plant die Uni, was kann nicht umgesetzt werden und warum? Vor welchen Problemen steht die Uni? Werden schon Vorkehrungen für die hybride Lehre, wie etwa Kameras in Hörsälen, getroffen?

Durch einen offenen Austausch beider Parteien erhoffen wir uns Einblicke in die Hintergründe der Entscheidungen und mehr Verständnis der Studierenden für etwaige Einschränkungen. Dies würde Studierenden ebenfalls helfen mit der herausfordernden Situation besser umgehen zu können.

 

Wir hoffen, dass diese Forderungen Ihnen einen Einblick in die Lage der Studierenden gewehrt haben und Sie diese berücksichtigen. Gerne möchten wir Ihnen auch die Möglichkeit geben, mit uns in einem persönlichen Gespräch (über Zoom) in Kontakt zu treten.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Die Fachschaften EWS, Sport, WiWi und StuRa Jura"



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