Gleiche Chancen für alle Studierenden der Universität Mannheim

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 1.500.


Inspiriert von der Petition „Hochschule München Studierendenvertretung“  ist es uns Studierenden der Uni Mannheim ein wichtiges Anliegen ein Zeichen gegen jegliche Ungleichheit einzusetzen.

Durch die Ausbreitung des Coronavirus haben Bund und Länder weitreichende Maßnahmen ergriffen, die auch unsere Uni stark betrifft: Seit Mitte März sind alle Präsenzveranstaltungen eingestellt und dieses Semester werden auch keine Veranstaltungen in dieser Form stattfinden.

Wir Studenten haben mit vielen Problemen zu kämpfen, unter anderem durch soziale Nachteile wegen Belastung, Stress und Unsicherheiten, genauso durch Bildungsnachteile wegen ungleicher Rahmenbedingungen und diese werden seitens des Landes und vor allem von unserer eigenen Studienkommission in Mannheim ignoriert und vernachlässigt.

Gerade dadurch, dass wir nicht informiert werden, entsteht für uns signifikante Unsicherheiten und Planungsrisiken. Im Hinblick auf die derzeitige Situation ist uns klar, dass das Frühling-Sommer-Semester 2020 auf keinen Fall als reguläres Semester gezählt werden kann. Wir fordern daher alle Entscheidungsinstanzen, auf die Probleme der Studierenden der Uni Mannheim aufmerksam zu machen und entgegenkommendende Maßnahmen umzusetzen.

Aufgrund umgestellter und neuartiger Konzepte bezüglich dieses Semesters entsteht immenser Arbeitsaufwand und das erhöht die individuellen Belastungen im Studium. Viele Studierenden können den Erwerb der in diesem Semester vorgesehenen Prüfungs- und Studienleistungen nicht vollständig erbringen. Wir sind mit vielen Problemen ausgesetzt: in vielen Modulen werden prüfungsrelevante Inhalte Wochen später oder kurzfristig vor den Prüfungen hochgeladen. Genauso werden uns in vielen Modulen wenige hilfreiche Möglichkeiten, die Vorlesungen, Übungen und Tutorien adäquat ersetzen. Hier sind die Studierenden besonders großem Stress ausgesetzt.

Gerade in Anbetracht unserer Prüfungen, die in weniger als drei Wochen stattfinden, ist uns insbesondere ein fairer Ablauf wichtig. Die Umstellung des Prüfungsformats, die Unsicherheit über den Ablauf und Vorbereitungs- und Umstellungszeit für das Prüfungsformat und viele weitere Punkte sind alles Nachteile, durch die wir Studenten durchgehen. Gerade damit keinem Studierenden Nachteile entstehen, ist es notwendig eine Reihe von Lösungen in Betracht zu ziehen, die wir hier aufzählen:

Nichtbestehen nicht als Prüfungsversuch anzuerkennen
Recht auf Wiederholung der Prüfungen
Keine Pflichtanmeldung zu Prüfungen
Freiwillige Entscheidung der Anrechnung einer Prüfungsleistug oder nur die Anerkennung der ECTS
Anrechnen eines Kann-Semesters

Prüfungen sollen als „Freiversuch“ stattfinden, d.h. sie gelten im Falle des Nichtbestehens als nicht unternommen und können im Falle des Bestehens zur Notenverbesserung wiederholt werden. Studierende sollen ihre Prüfungen auf freiwilliger Basis wahrnehmen können. Auch muss es möglich sein, bestandene Prüfungen zu wiederholen, da nur dann sichergestellt werden kann, dass keine Studierenden gegenüber anderen benachteiligt werden. Denn nur die Studierenden selbst können beurteilen, ob die Bewertung ihrer Prüfungsleistung unter den besonderen Umständen gerechtfertigt ist oder die Prüfung wiederholt werden sollte. Notwendige Maßnahmen für Studenten Mannheims, die als einer der ersten Studenten sich diesen fremden Umständen stellen müssen.

Diese Maßnahmen sind wichtig, um die Chancengleichheit herzustellen und allen Studierenden der Uni Mannheim trotz der Umstände einen möglichst optimalen Studienverlauf zu garantieren.

Wir rufen alle Entscheidungsinstanzen auf, den Studierenden der Universität Mannheim ein Semester ohne Nachteile zu ermöglichen!