Stoppen Sie die Schufa-Datenbank für Energieversorger!

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Wir sind fassungslos. Die Schufa entwickelt – Recherchen des NDR und der Süddeutschen Zeitung zufolge – eine Datenbank für Energieanbieter, die branchenweit Kundendaten speichern soll: Den Schufa-E-Pool. Aus unserer Sicht ein klarer Verstoß gegen Verbraucherrechte und Datenschutz.

Unter anderem sollen im Schufa-E-Pool Daten dazu erfasst werden, wie lange ein Strom- bzw. Gaskunde in einem Vertrag bleibt. Energieversorger könnten dadurch Verbraucher, die regelmäßig ihren Strom- bzw. Gasvertrag wechseln, identifizieren und sie ablehnen. Auch die Münchner Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel arbeitet laut NDR und SZ an einer solchen Datenbank.

Obwohl der Schufa-E-Pool laut Schufa noch nicht „marktreif“ ist, findet er bereits teilweise Nennung in den AGB des Energieanbieter eprimo.

Wir von Wechselpilot kritisieren Datenbanken, wie den Schufa-E-Pool, stark. Unserer Meinung nach verstoßen sie nicht nur gegen den Datenschutz, sondern schränken auch die Verbraucherrechte ein und verzerren den freien Wettbewerb. Für uns stehen der Verbraucher und sein Recht, den Energieversorger frei zu wechseln, an erster Stelle.

Als Wechselservice für Energiekunden erleben wir immer wieder, dass Energieversorger Neukunden ablehnen. Auch grundlos. Vielleicht ist Ihnen das auch schon passiert? Es ärgert und frustriert, wenn beim Wechselantrag alles richtig gemacht wird – und ein Energieversorger trotzdem Nein sagt. Sollten Datenbanken, wie der Schufa-E-Pool, zugelassen werden, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich Versorgerablehnungen häufen.

Was uns Sorge bereitet: Michael Kaiser, für die Schufa zuständiger Hessischer Landesbeauftrager für Datenschutz, hält den Schufa-E-Pool für vertretbar. Er sagte gegenüber dem NDR: „Wenn ich sehe, dass im Markt der Energieversorger schon die ein oder andere Insolvenz passiert ist – hauptsächlich aufgrund nutzloser Akquisitionskosten – dann muss ich dieses legitime Interesse einfach anerkennen.“ Sollte es nicht wichtiger sein, Verbraucher und ihre Daten zu schützen, statt Energieversorger vor einer möglichen Insolvenz zu bewahren?

Dass ein derart fragwürdiges – wenn nicht sogar illegales – Produkt von Teilen der Datenschutzbehörden grünes Licht bekommen soll, ist für uns völlig unverständlich!

Anfang November wollen die für Datenschutz zuständigen Aufsichtsbehörden der Bundesländer darüber beraten, ob solche Datenbanken in Zukunft zulässig sind. Wir finden: Solche Datenbanken darf es nicht geben. Unser Aufruf an Ulrich Kelber, Dorothee Bär sowie Ursula von der Leyen: Stoppen Sie die Zulassung von Datenbanken, wie dem Schufa-E-Pool! Der Verbraucherschutz muss im Zentrum stehen!



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