Topmodels als mögliche Gefahr für Kinder

Topmodels als mögliche Gefahr für Kinder

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Thomas Landes hat diese Petition an Dr. Melanie Leonhard (Senatorin) und gestartet.

In der Gruppe der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden sich mehrfach Selbstwertprobleme und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper (vgl. KIGGS 2013). Das gesellschaftlich vorherrschende Schönheitsideal, welches sowohl in audiovisuellen Medien (GNTM, ProSieben(1)) als auch in Zeitschriften (TopModels, Depesche(2)) präsentiert wird, spielt in der Ätiologie von Essstörungen eine entscheidende Rolle. Die TopModel-Serie von Depesche zeigt virtuelle, häufig leicht bekleidete und „dünne“ Mädchen mit dem Kindchenschema, dessen Welt sich meist um Schönheit und Schminken dreht. Es geht hier um die Kritik an dem Körperschema, was verkauft wird und potentiell zu Schaden führt.

Depesche nennt es Kreativität, dahinter verbergen sich (u.a. nach Bandura(3)) sog.
„attraktive Modelle“, welche wesentlichen Einfluss auf die psychische und körperliche Entwicklung unserer Kinder haben und zu Selbstwertproblemen, Körperbildstörungen sowie psychosomatischen Erkrankungen wie Anorexia nervosa und Bulimie führen können. Im multifaktoriellen Modell der Entstehung von Essstörungen (AWMF(4)) bilden diese Faktoren - auch kulturelle oder  gesellschaftliche Einflüsse genannt - einen ätiologischen Faktor.
Treffend erscheint es hier Brunhoeber 2009 (5) zu zitieren: „Die Unternehmen
verkaufen nicht nur Produkte, sie verkaufen Ideale, wie jemand auszusehen hat und wie Schönheit definiert wird.“
Erstaunlicherweise präsentiert Depesche selbst die Auswüchse auf das Körper- und
Selbstbild bei Jugendlichen und schon sehr jungen Kindern, die ihre Bilder dort
ausstellen dürfen, um weitere Modelle und eine möglichen „Magerwettbewerb“
Hier sind schlimme Bilder von dünnen Mädchen zu sehen, erstellt von jungen Mädchen, teilweise 7 Jahre alt. Aus fachlicher Sicht alarmierend.

Mit dieser Kampagne bitten wir Depesche als Verantwortliche, die Topmodelfiguren realistischer und menschengetreuer darzustellen, um damit der Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden.

Dazu bitten wir Fr. Melanie Leonhard  hier Einfluss zu nehmen im Sinne Ihres Präventionsauftrages als verantwortungstragende Politikerin (Senatorin u.a. für Gesundheit und Familie) in Hamburg.

Zudem fordern wir bei ausbleibender Reaktion auch als eine Gruppe von Fachleuten, Eltern, Kinder, Jugendliche und Vertreiber des Handels auf, sich der potentiellen Risiken solcher derzeit dargestellter Topmodels bewusst zu werden und folgernd verantwortungsbewusst zu handeln.

Quellenangaben:
(1) Germanys next Topmodel, Pro Sieben. https://www.prosieben.de/tv/germanys
next-topmodel. Stand 10.01.2021 .
(2) Depesche Germany. https://catalog.depesche.com/de/Produkte/TOPModel .
Stand 10.01.2021.
(3) Albert Bandura: Lernen am Modell. Ansätze zu einer sozial-kognitiven
Lerntheorie. Klett, Stuttgart 1976, ISBN 3-12-920590-X.
(4) AWMF 2010. S3-Leitlinie Diagnostik und Behandlung der Essstörungen. In:
DEITSCHEGESELLSCHAFT FÜR PSYCHOSOMATISCHE MEDIZIN UND
PSYCHOTHERAPIE& DEUTSCHES KOLLEGIUM FÜR PSYCHOSOMATISCHE
MEDIZIN (eds.).http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051
026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essst%C3%B6rungen_2010-abgelaufen.pdf. Stand
10.01.2021.
(5) Brundhoeber, Stefan 2009. In: Kognitive Verhaltenstherapie bei
körperdysmorpher Störung. Hogrefe Verlag Göttingen; 1. Auflage 2009. ISBN-13 :
978-3801722135.

 

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