Stoppt den Plastikwahn der Welt - Einer muss Anfangen

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 1.500.


Sehr geehrter Herr Staatsminister Thorsten Glauber,

sehr geehrte Damen und Herren des Umweltministeriums,

sehr geehrte Bürger und Bürgerinnen,

Seit 1950 wurden mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert, ein Großteil davon wird nicht recycelt. In Deutschland werden trotz verschiedener Maßnahmen und Versprechungen nur 42% des Plastikmülls wiederverwendet.  Die Menge des nicht recycelten Kunststoffs sammelt sich schon seit Jahren vermehrt in den Weltmeeren an. Es existieren schon fünf größere Müllstrudel, von denen der Größte sich auf eine Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern ausbreitet. Im Pazifik hat sich so eine Plastikinsel von der dreifachen Größe Frankreichs gebildet, die aus 80.000 Tonnen Plastik besteht. Auf drei Kilogramm Fisch kommt so ein Kilogramm Plastik, die Zahl wird sich bis 2050 voraussichtlich so erhöhen, dass es dann in den Meeren dreimal so viel Plastik wie Fisch geben wird. Durch die ständige Nachproduktion und die langsame Verrottungszeit von bis zu 600 Jahren könnte es in Zukunft sogar zu einem „Wall- E“- ähnlichen Szenario kommen, bei dem die Menschheit von der Menge an Müll von der Erde vertrieben wird.

Auch gesundheitlich ist Plastik eine Gefahr für uns. So befindet sich zum Beispiel in vielem Fisch, den wir essen, Mikroplastik, ebenso in verschiedenen Kosmetikprodukten und bereits im Trinkwasser. Dieses gelangt, aktuell bewiesen von einer medizinischen Studie in Wien, auch in unsere Körper und Zellen und wurde im Stuhlgang aller acht Teilnehmer nachgewiesen. Auch bei Spielzeug entsteht ein hohes Risiko der Aufnahme von Plastik in den menschlichen Organismus, oft dadurch, dass kleinere Kinder an diesem kauen.

Obwohl es schon vereinzelt Ideen und Modelle zur Vermeidung von Plastik in unserem Alltag gibt, werden diese nicht stark genug gefördert, ausgeprägt und vermittelt. Dagegen wollen wir vorgehen.

Um den Plastikverbrauch zu reduzieren, braucht es gesetzliche Vorschreibungen und Maßnahmen, um unsere Gesellschaft im Kampf gegen Plastik zu unterstützen und unsere Welt nachhaltig zu verbessern.

Eines der größten Probleme ist der Verpackungsmüll, der in unserer Konsumgesellschaft überhandnimmt und oft überflüssig verwendet wird. Um dieses unbedachte Verhalten einzudämmen, fordern wir eine Plastiksteuer für die Unternehmen und Supermarktketten, durch die zum Nachdenken angeregt werden sollen und die aufgrund der erhöhten Kosten auf Papier oder Pappe zurückgreifen. Zusätzlich könnten Geschäfte und Unternehmen, die vermehrt auf andere Verpackungsmaterialien setzen, staatlich gefördert und finanziert werden, zum Beispiel durch die Einnahmen der Plastiksteuer. Einkaufstüten aus Plastik sollen, ebenso wie Strohhalme, Einweggeschirr, Ohrstäbchen mit Plastik und Mikroplastik in Kosmetikprodukten, komplett verboten werden, weil dies leicht zu ersetzende, nicht notwendige Kunststoffprodukte sind.

In diesem Zusammenhang müssen auch Zero- Waste Läden, die komplett auf Verpackungen verzichten, stark gefördert und ausgeweitet werden. Außerdem muss deren Popularität gesteigert werden.

Unser Mülltrennungs- und Recyclesystem muss optimiert werden, wobei man sich an der Müllsituation in Schweden oder Dänemark orientieren sollte, von deren Müll schließlich nur weniger als ein Prozent auf Mülldeponieren gelagert wird. Um auf den einzelnen Verbraucher einzugehen, scheint eine strikte Mülltrennung, mit Bußgeld bei Widersetzung, sinnvoll.

 

 

Die Wichtigkeit dieses Themas steigt ständig an, jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag. Jetzt zu handeln ist wichtig für unsere Erde, für uns und vor allem für nachfolgende Generationen. Der Verbrauch von Plastik und die Produktion lassen sich kaum beeinflussen. Jeder einzelne kann schon helfen, die Gefahr, die von Plastik ausgeht, zu reduzieren, aber um nicht nur die Gesellschaft, sondern auch große Konzerne zum Nachdenken anzuregen, bedarf es mehr, als ein Schreiben oder eine Demonstration, es bedarf Handeln. Deshalb fordern wir dazu auf, die oben genannten Ideen zu berücksichtigen und das Thema in der Politik und Wirtschaft intensiver und vor allem aktiver zu besprechen und Versprechungen Taten folgen zu lassen. Wir fordern auf, für unsere Umwelt, unsere Gesellschaft und die nächste Generation, endlich zu handeln und etwas zu verändern. Jeder kann helfen, den Wandel zu unterstützen, aber nur der Staat hat die endgültige Gewalt, etwas festzulegen und zu verbessern, und diese Gewalt gilt es nun zu nutzen!

 

Initiative von Andreas Ploss, Katharina Stenger, Katharina Pillmann, Maria Moderegger, Eva Hild



Heute: Andreas verlässt sich auf Sie

Andreas Ploss benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Thorsten Glauber - Bayrischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz: Stoppt den Plastikwahn der Welt - Einer muss Anfangen”. Jetzt machen Sie Andreas und 1.400 Unterstützer/innen mit.