Stoppen Sie die Einleitung radioaktiver Abwässer in die Isar!

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Unverständnis und maßlose Enttäuschung - das waren meine Gefühle, als ich von der Entscheidung des staatlichen Landratsamtes München erfuhr, der Technischen Universität München (TU) die wasserrechtliche Erlaubnis zu erteilen, weiterhin schwach radioaktive Abwässer und Kühlwasser aus dem Forschungsreaktor FRM 2 und der Radiochemie in Garching, in die Isar zu leiten.

Da ist es dann auch kein Trost, dass diese Genehmigung “nur” für 20 Jahre erteilt wurde und nicht für 30, wie von der TU München beantragt!

Radioaktives Abwasser, auch wenn es nur schwach radioaktiv sein sollte, hat nichts in der Isar verloren. Die Isar ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für sehr viele Menschen in den Isarlandkreisen, auch in meiner Heimatstadt Moosburg, aber kein Abwasserkanal oder Atomklo.

Viele Menschen, darunter auch sehr viele Eltern mit ihren Kindern nutzen die Isar zum Bootfahren, zum Baden und zum Entspannen.

 Seit Jahrzehnten bin ich als Naturfotograf und -filmer an der Isar unterwegs, kartiere und dokumentiere die Artenvielfalt am und im Gewässer. Neben den Langzeitfolgen für uns Menschen sind die Auswirkungen dieser sich am Gewässergrund und im Sediment ansammelnden, schwach radioaktiven Strahlung auf die Vielzahl von Insektenarten wie Laufkäfer, Libellen-, Köcherfliegenlarven, Spinnen und anderen Arten im Nahrungskreislauf schwer abzuschätzen.

Es ist für mich und viele andere Betroffene überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Protest von uns Anwohnern genauso wie der von Umweltverbänden wie dem Bund Naturschutz, für die Entscheidung des Landratsamtes München scheinbar überhaupt keine Rolle gespielt hat. Immerhin 1400 Einwendungen wurden eingereicht, die Einleitung nicht zu genehmigen. Bei der dazu stattfindenden Anhörung weigerte sich die TU sogar Alternativen zur Einleitung der radioaktiven Abwässer zu prüfen!

Unverständlich ist für mich auch, dass bei der Anhörung von einem mittleren Wasserabfluss der Isar ausgegangen wurde, aber in der Realität die Einleitung auch bei niedrigen Wasserständen erlaubt werden soll. Aufgrund der immer häufiger und länger werdenden Trockenperioden ist das völlig inakzeptabel.

Wir dürfen es in meinen Augen auch nicht billigen, dass die TU sich weigert, den Betrieb des Reaktors von hochangereichertem Uran auf niedrig angereichertes Uran umzustellen, wie es schon in der Betriebsgenehmigung  festgelegt wurde. 

Deswegen habe ich meine Petition gestartet, damit die Einleitung radioaktiver Abfälle in die Isar endlich und endgültig beendet wird. Bitte unterstützen Sie dieses Anliegen mit Ihrer Unterschrift.