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Wir fordern, dass das Land Baden-Württemberg den Universitäten die Mittel zur Verfügung stellt, um der Forderung nach mehr und konsekutiven Masterstudienplätzen nachkomm

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An:

Den Petitionsausschuss des Landtags Baden-Württemberg

Konrad-Adenauer-Str. 3

70173 Stuttgart

Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns als Fürsprecherinnen und Fürsprecher der Studierenden Baden-Württembergs und der Psychologiestudierenden im Besonderen an Sie. Grund unseres Schreibens ist der eklatante Mangel an Masterstudienplätzen an den Baden-Württembergischen Hochschulen, die diesem u.a. zugrunde liegende Überlastung der Lehrkapazitäten und der unzureichenden Umsetzung der Ausbauprogramme Hochschule 2012 und Master 2016.

Wir fordern mit dieser Petition die konsequente Umsetzung der Versprechen der Landesregierung hinsichtlich der Ausbauprogramme "Hochschule 2012" und insbesondere des "Master 2016": Es muss den Universitäten ermöglicht werden ihre Ausbildungskapazitäten so weit auszubauen, dass der Bedarf an berufsqualifizierenden Abschlüssen gedeckt werden kann. Die momentane Situation stellt eine erhebliche Belastung aller Studierenden und Lehrenden sowie der Universitäten als Ganzes dar, die nicht weiter tragbar ist.

Wir wollen hiermit auch darauf aufmerksam machen, dass die Empfehlungen der Expertengruppe zum Masterausbau 2016 " den Bachelor als ersten berufsqualifizierenden Abschluss einzuführen" mindestens im Fach Psychologie unrealistisch ist, und somit auch die Übergangsquote Bachelor-Master von 50% in keinster Weise dem Ausbildungsbedarf im Fach Psychologie gerecht werden kann (siehe auch Pressemitteilung des Bundesverband deutscher Psychologinnen und Psychologen vom 23.07.2013 (http://www.bdp-verband.org/bdp/presse/2013/06_BDP_Pressemitteilung.pdf). Eine Therapeutenausbildung ist mit einem Bachelor der Psychologie nicht möglich – gleichzeitig steigt der Bedarf an Psychotherapeuten bundesweit. Ähnlich berufsunfähig sind Lehramtsstudenten mit Bachelor – diese sind im Schulsystem nicht vorgesehen.

Da der Bachelor also keine berufsqualifizierende Ausbildung darstellt, fordern wir einen Ausbau der Master-Studienplatz-Kapazitäten auf die von vielen Universitäten beworbene konsekutive Weiterführung des Bachelor-Studiums. Es sei an dieser Stelle betont, dass es für den Großteil der Studierenden aufgrund der Gesetzgebung bezüglich Versicherung, Kindergeld, Stipendien und BAföG zwingend notwendig ist, das Masterstudium ohne Unterbrechung nach dem Bachelor aufnehmen zu können.

Die Hochschulen in Baden-Württemberg aber sind momentan nicht in die Lage versetzt, den Bedarf an Masterstudienplätzen, insbesondere in der Psychologie, zur Verfügung zu stellen. Um es in den Zahlen des statistischen Bundesamtes auszudrücken: Während die Anzahl der Studierenden zwischen 2010 und 2013 um 14,79 % gestiegen sind, die Anzahl der Studienanfänger sogar um 18,14%, wurde das Hochschulpersonal nur um 6,48% aufgestockt. Diese Diskrepanz wird allen Erwartungen nach nicht geringer, sondern in den nächsten Jahren wesentlich eklatanter werden. Die Anzahl der Doppeljahrgänge an den Universitäten wird steigen, generell nimmt die Anzahl der Studierenden zu, gleichzeitig aber schaffen „Hochschule 2012“ und „Master 2016“ nur kurzfristig Stellen. Hinzu kommt, dass  die Besetzung der zusätzlich gewährten Stellen durch die Dauer der Berufungs- und  Werbungsverfahren von Mitarbeitern und Lehrenden nur unzureichend genutzt werden kann. Gelder müssen langfristig im Voraus absehbar und einsetzbar sein, um sie sinnvoll nutzen zu können. Bereits vorhandene Mittel müssen daher auf ihre strukturellen Eigenschaften diesbezüglich überprüft werden.

Konkret bedeutet dies, dass folgende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen, damit die Universitäten der Forderung nach  mehr und konsekutiven Masterstudienplätzen nachkommen können:

1.  eine ausreichende Anzahl an W3-Professuren, die langfristig und ohne KW-Vermerk neu                             eingerichtet werden können

2.  der entsprechende Ausbau unbefristeter Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter, Dozenten und Lehrbeauftragte

3. ausreichende Mittel zum Ausbau der Infrastruktur (Räume und Ausstattung)

4. die Entbürokratisierung der Verteilung und Aufwendung von Qualitätssicherungs- und Ausbaumitteln

 

In der Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung und damit eine ausreichende Bildungs- und Ausbildungsversorgung im Land Baden-Württemberg,

mit freundlichen Grüßen,

[Ihr Name]

 

 



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