Stoppt sexuelle Belästigung an Unis!

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Anita Kanitz
Oct 3, 2020
Leider kenne ich sexuelle Belästigung an einer Höheren Schule, am Ausbildungs- und Arbeitsplatz aus eigener Erfahrung und ich kenne keine einzige Frau, kein Mädchen, das diese Erfahrung nicht gemacht hat, weltweit! Das ist der wahre Skandal. Die Herren der Schöpfung kommen sich sexuell vor wie in einem Selbstbedienungsladen, wo sie Frauen und Mädchen pflücken können wie Äpfel.
Allerdings denke ich, sind wir alle schuld, denn die Täter können nur so weit kommen, wie man sie lässt. Es fängt damit an, Frauen und Mädchen nicht zu glauben, sie lächerlich zu machen, als Lügnerinnen und Verrückte hinzustellen und ständig Ausreden und Entschuldigungen für die Täter zu finden, ja sie zu decken. Und glauben Sie mir, diese Täter werden sehr oft von Frauen gedeckt, mehr noch als von Männern.

Ich musste mehrfach meine Arbeitsstellen aus diesem Grunde kündigen, ebenfalls habe ich einen Ausbildungsplatz gekündigt, bei einem anderen Ausbildungsplatz wurde mir gekündigt, weil der Junior-Chef mir nicht an die Wäsche durfte.
Sexuelle Belästigungen gab es schon zu Großmutters Zeiten, allerdings spricht frau heute darüber und das ist der Unterschied und gibt einwenig Hoffnung, allerdings nur ein wenig!

Hier ein paar der üblichen ekelhaften Sprüche, die Männer von sich geben, genau der Typ, der den Schwanz nicht in der Hose lassen kann und auch mit diesem denkt:

"Wenn du nicht so jung und hübsch wärst, würdest du schon lange nicht mehr hier arbeiten."

Chef im Feedbackgespräch (24 Jahre, Unternehmensberaterin)

"An dich würde ich gerne ran."

Ein Kollege, nachdem ich ihn gefragt habe, ob er an den PC will, den ich gerade benutzte (22 Jahre, Bundespolizei)

"Das gefällt mir aber, wenn Sie vor mir knien."

Ein Kollege, als ich mich bückte, um eine Serviette aufzuheben (27 Jahre, Automobilbranche)

"Aber im Bett mag Frau Dreyer* es bestimmt heiß."

Das sagte mein Chef, als ein Hausmeister, der sich die Heizung in meinem Büro bei einem Hamburger Strafrechtsanwalt anschauen sollte, bemerkte, dass ich es wohl gerne frisch im Büro hätte (ein Fenster stand auf Kipp). Mein Chef war ebenfalls im Raum. Auf seinen Kommentar hin lachten die beiden Männer gemeinschaftlich. (20 Jahre, Jurastudentin)

"Du musst auch mal wieder richtig durchgevögelt werden – dann bist du entspannter!"

Nachdem ich meinem Kollegen geschildert habe, dass ich anderer Meinung bin, hatte er diese Idee. (25 Jahre, Sozialpädagogin in einer Psychiatrie)

"Wenn's bei dir mal nicht mehr läuft, kannst du dich wenigstens noch hochschlafen!"

– ein Kollege (25 Jahre, arbeitet als Fotografin)
"Ich habe bei dir oft das Gefühl, dass ich dich nicht führe, sondern dass du mich mit einem Anschnalldildo bumst."

– ein Vorgesetzter im Feedbackgespräch (33 Jahre, arbeitet im Kulturbetrieb)

Das sind leider keine Ausnahmen:

39 Prozent der Frauen haben schon beispielsweise zweideutige Kommentare und Witze mit sexuellem Bezug im Job gehört – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus dem Jahr 2015. 22 Prozent der Frauen mussten sich am Arbeitsplatz sexuell aufgeladene Fragen zu ihrem Privatleben oder ihrem Aussehen gefallen lassen.

Es sind vor allem Faktoren der Orga-nisation und nicht die Personen von Täter oder Opfer, welche sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz bedin-gen. Ein respektvolles Arbeitsklima trägt zur Verhinderung von sexueller Belästigung bei. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Lausanne, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 60 «Gleichstellung der Geschlechter» realisiert wurde.

Allerdings wird sehr viel von Metoo and Gleichberechtigung gesprochen, aber getan wird absolut nichts. Die Verhältnisse haben sich seit meiner Jugend immer noch geändert, inzwischen bin ich 65 Jahre alt und das Elend der sexuellen, verbalen Gewalt und Belästigung geht an Schulen, Hochschulen, Unis, Arbeits- und Ausbildungsplätzen munter weiter, wenn möglich, noch schlimmer als je zuvor.

Das Problem wäre gelöst, wenn Männer aufhören würden, mit dem Schwanz zu denken. Aber da das ja nicht möglich scheint, wäre es mit harten Strafen gegen Sextäter in Schule, Hochschule, Uni, am Arbeits- und Ausbildungsplatz getan.

Niemand findet Ihr Verhalten und Ihre sexistischen Sprüche sexy und witzig, meine Herren. Ich bin zu höflich zum zu sagen, Ihr primitiven Neandertaler!

Thanks for adding your voice.

Andrea Kaatz
Oct 2, 2020
Ich unterschreibe weil ich nicht will, dass jemand in Angst, Unterdrückung und Unfreiheit leben muss.