Stoppt die Gewalt gegen Reporter und freiwillige Helfer auf Lesbos !!!

Stoppt die Gewalt gegen Reporter und freiwillige Helfer auf Lesbos !!!

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Yvonne Hänßler hat diese Petition an Heiko Maas, SPD (Bundesaußenminister) und gestartet.

Am 1. März werden Freiwillige und Journalisten von radikalen Griechen auf Lesbos attackiert. Die Polizei greift nicht ein. So darf es nicht weitergehen!!!

Augenzeugenbericht: Mehrere Freiwillige sind in einem Auto auf dem Weg nach Mytilini. Am Straßenrand steht eine große Menschenmenge. Es sind ungefähr 150 Personen, die meisten Männer. Als die Menge darauf aufmerksam wird, dass es sich bei den Personen im Auto um Ausländer handelt, fangen sie an, auf das Auto unter anderem mit Metallstangen, einzuschlagen. Sie versuchen, das Auto umzuwerfen und die Freiwilligen aus dem Auto zu zerren. Circa 20 Meter entfernt steht eine Polizeistreife, die jedoch nicht eingreift.

Stattdessen schreiten letztendlich einige couragierte griechische Männer ein und halten die anderen davon ab, das Auto noch weiter zu demolieren. So schaffen sie es, dass die Insassen mit eingeschlagener Scheibe, zertrümmerten Lichtern, abgerissenem Spiegel, aber zum Glück unverletzt fliehen können.

Andere trifft es schwerer. Ein Reporter wird aufgrund einer Platzwunde, die ihm zugefügt wurde, im Krankenhaus behandelt. Sogar ein EU-Abgeordneter wird bedroht und festgehalten. Als die Polizei einschreitet, wird jedoch der Abgeordnete Erik Marquardt mit aufs Revier genommen und nicht die Angreifer.

Dass sich auf Lesbos infolge der 5-jährigen Flüchtlingskrise Enttäuschung angestaut hat, ist verständlich. Dass Einzeltäter Straftaten begehen, kann vorkommen, sollte aber wann immer möglich verhindert werden. Wenn aber ganze Menschenmengen Freiwillige und Reporter attackieren und die Polizei nicht eingreift, ist eine rote Linie überschritten. Die Menschen, die auf Autos und Journalisten einschlugen, wurden bisher nicht zur Rechenschaft gezogen.

Die griechische Polizei und Regierung hat jedoch die Verantwortung, Personen jeglicher Herkunft, und nicht nur die eigene Bevölkerung zu schützen.

Daher bitte Ich Sie:

  1. Setzen Sie sich dafür ein, dass Freiwillige und Reporter geschützt werden und stellen Sie sich öffentlich auf die Seite der NGOs, die seit Jahren dazu beitragen, dass das Camp Moria nicht im Chaos versinkt. Wenn dies nicht geschieht, besteht das Risiko, dass NGOs nicht weiter in Moria arbeiten können. Das hätte fatale Folgen. Erste NGOs haben bereits angekündigt, ihre Arbeit auf Lesbos einzustellen. Die lebensunwürdigen Bedingungen, unter denen die Flüchtlinge Tag für Tag leben, könnten sich weiter verschlechtern. Dies ist aufgrund ihrer bereits miserablen Lage keine Option.
  2. Helfen Sie Griechenland die Anzahl der Flüchtlinge im Camp zu reduzieren und die Lebensbedingungen im Camp zu verbessern. Teil des jetzigen Problems ist nicht zuletzt das immer weiter wachsende und bereits völlig überfüllte Flüchtlingscamp Moria. Die jetzigen Ausschreitungen auf Lesvos sind auch Folge der langen Untätigkeit der EU. Der Zustand im Camp wurde jahrelang hingenommen. Dies führte zu Wut auf beiden Seiten, bei den Flüchtlingen und den Einheimischen. Das darf nicht länger der Fall sein. Packen Sie das Problem an der Wurzel! Die Griechen auf der Insel müssen entlastet und die Situation der Flüchtlinge im Camp Moria verbessert werden. Da dies über Jahre versäumt wurde, ist es umso wichtiger, dass NGOs weiterhin humanitäre Hilfe leisten können, bis eine Lösung gefunden wird. Ohne die NGOs gibt es nur einen einzigen Arzt im Camp, der sich um 20.000 Flüchtlinge kümmern muss. Sorgen Sie daher insbesondere dafür, dass es keine weiteren Ausschreitungen gegen Freiwillige und Reporter geben wird, so dass diese ihre Arbeit fortführen können. 

Kämpfen Sie gemeinsam mit uns für eine gerechte Gesellschaft, in der wir einander ermutigen, aufhelfen und nicht an den Fehlern der Vergangenheit festhalten, sondern hoffnungsvoll Schritte für unsere Zukunft gehen. Es ist Zeit zu handeln.

Quellen:

Augenzeugenberichte von Freiwilligen, die momentan auf Lesbos sind.

Tagesschau

Artikel der Zeit

2. Artikel der Zeit

Artikel SpiegelOnline

Aegean Boat Report

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