Petition update

AUS GEGEBENEM ANLASS IV – action required!

Professor Dr. Kristina Wolff
Germany

Nov 30, 2019 — 

Liebe Unterstützer*innen, liebe Multiplikator*innen, liebe Verbesserer*innen,

am morgigen 1. Advent soll in Freiburg der jährliche Kleinkunstpreis ausgelobt werden „Der vom Vorderhaus, dem Studierendenwerk Freiburg und der Universität Freiburg 2014 ins Leben gerufene Preis bietet studentischen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Kleinkunstbereich die Möglichkeit, sich im Wettbewerb mit ihrem Können zu profilieren.“

In Bezug auf den zuerst gelisteten Teilnehmer Alex Döring habe ich den Rektor der Universität Freiburg gebeten, umgehend zu intervenieren – tut es/tun Sie‘s mir gerne gleich:

„Sehr geehrter Herr Professor Schiewer,

27.11.2019 † in Heidelberg (♀ 58 Jahre), vom Sohn erstochen

26.11.2019 † in Waldbröl (♀ 28 Jahre), vom Ehemann erstochen

26.11.2019 † in Berlin (♀ 28 Jahre), vom Freund erstochen

25.11.2019 † in Essen (♀ 72 Jahre), vom Ehemann erstickt

23.11.2019 † in Mörfelden-Waldorf (♀ 57 Jahre), vom Ex-Partner erschossen

21.11.2019 † in Aachen (♀ 89 Jahre) ….

Das ist ein Auszug aktueller, deutscher Geschichte.

Ebenso, wie die Ratifizierung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der sog. Istanbul-Konvention durch die Bundesregierung in 2017 (1). Obwohl dieses, völkerrechtlich bindende Abkommen bereits seit 01.02.2018 in Kraft getreten ist, dokumentiere ich im aktuellen Jahr 2019 bereits (mindestens!) 158 Femizide (2).

Weshalb wende ich mich heute damit an Sie, den Rektor der Universität Freiburg?

Weil Sie einen Preis (3) ausloben: Einen Preis, der im worst case einem angehenden Politikwissenschaftler zu Gute kommt, der das brutale Töten von Frauen in unerträglicher Form veralbert. (4)

Vergangenen Donnerstag erst hat sich eine große Mehrheit der EU-Parlamentarier*innen in einer gemeinsamen Resolution dafür ausgesprochen, dass die Istanbul-Konvention innerhalb der Mitgliedsstaaten schnellstmöglich umgesetzt wird.

Als Rektor der Universität Freiburg verantworten Sie eine strukturelle Säule unserer Gesellschaft. Daher richte ich folgende, dringende Bitte an Sie: Unterbinden Sie, dass misogynes Besitzdenken und das Multiplizieren von Schuldumkehr unter dem irreführenden Siegel „Kleinkunst“ als gesellschaftsfähig inszeniert und ggf. auch noch belohnt werden kann.

(1) https://rm.coe.int/1680462535

(2) https://www.change.org/saveXX

(3) https://www.swfr.de/veranstaltungen/kultur/kleinkunst/

(4) https://www.youtube.com/watch?v=NaWOqVl44EE

Mit freundlichem Gruß“

DANKE FÜR SUPPORT!

Ihnen/ Euch allen einen schönen und vor allem sicheren ersten Advent!

 

DEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER.

Machen Sie sich Ihr Bild: https://www.instagram.com/saveXX_ger

                    

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.

 

 

 


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