Petition update

Die Mär vom Wiesenvogelschutz Teil 3

Manuela Schleußner
Germany

Feb 11, 2017 — Im Landkreis Leer wurde von einer externen Firma untersucht, welche Prädatoren in erster Linie Wiesenlimikolen Nester ausrauben. Selbstverständlich wurden die Hauptursachen wie Landwirtschaft und Jagd außer acht gelassen! Von ca. 200 markierten Nestern wurden ca. 30 Nester mit einer Wildkamera ausgestattet und ANGEBLICH erkannt, dass der Fuchs der hauptsächliche Nesträuber sei. Aber nun kommt`s: Die angeblich so sauber durchgeführte Fuchsprädation wurde
vermutlich zu 100% in offenen Wiesengebieten durchgeführt.
Das heißt: für die Installation von Wildkameras standen keine
Bäume zur Verfügung, an die man hätte die Geräte befestigen
können. Da bekanntlich Wiesenvögel wie Uferschnepfe, Rotschenkel,
Großer Brachvogel und sogar die Feldlerche niemals unter Bäumen
ihre Nester anlegen, da der freie Luftraum nicht übersehbar ist, wären
Neststandorte in der Regel 50 Meter und mehr von Bäumen entfernt.
Aus dieser Distanz könnte eine Kamera nie verwertbare Bilder liefern.
Es ist also davon auszugehen, dass IMMER Pflöcke in die Nachbarschaft
der Gelege geschlagen wurden und diese Veränderungen kurz- und
mittelfristig dazu führten, dass die Gelege verlassen wurden, da sich z.B. Krähen, Bussarde, Elstern u.ä. auf diese Pflöcke setzen, d.h. ein Pflock wird immer von Beutegreifern aus der Luft angeflogen
und ein fest brütender Vogel ist mit einem Nesträuber in unmittelbarer
Nähe des Geleges konfrontiert. Dies muss eine scheue Limikole
nur ein paar Mal unter größtem Stress erleben. Wenn ein Fuchs
dann tatsächlich in die Fotofalle tappt, muss das nicht heißen, dass
er kurz zuvor den brütenden Vogel vom Nest vertrieb. Das Nest kann also Stunden zuvor vom Vogel aufgegeben worden sein. Eine Wildkamera besitzt ja keine dauerhafte Video-Funktion, als dass man den Film ohne Unterbrechung über Tage auswerten könnte. Zufallsfotos mit der Wildkamera zeigen immer nur Situationen, wenn vorab eine "Bewegung" das an den Bewegungsmelder sendete. Ein brütender und sich nicht bewegender Vogel löst die Kamera überhaupt nicht aus, außer der Vogel stellt sich auf die Beine und wendet ab und zu die einzelnen
Eier, um sie rundum wärmen zu können. Ein "FUCHS" auf dem Fotoship
bedeutet keinesfalls einen zwingenden Beweis zu haben. Dies wäre nur der Fall, wenn der Brutvogel bei einem Schein-Angriff auf den Fuchs gemeinsam mit ihm fotografiert worden ist.
Und das soll nun ein wissenschaftlicher Beweis der externen Firma für den Landkreis Leer sein - der Fuchs ist Schuld!