Sportabitur 2020 für Niedersachsen soll gerecht gewertet werden

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Nach der Verkündung des niedersächsischen Kultusministeriums, dass die praktischen Abiturprüfungen im Leistungsfach Sport nicht stattfinden können und als Ersatz für diesen Prüfungsanteil der Durschnitt der letzten vier Halbjahresnoten herangezogen werden soll haben wir im Folgenden aufgelistet, aus welchen Gründen wir die aktuelle Regelung für das Sportabitur nicht als optimal und gerecht ansehen.


Mit der Wahl des Sportabiturs haben sich die Schüler*innen bewusst für eine Wertung von jeweils 50% im theoretischen und 50% im praktischen Bereich entschieden. Durch die neue Regelung wird dies jedoch nicht erfüllt, da die Halbjahresendnoten jeweils sowohl aus 50% theoretischen als auch 50% praktischen Noten zusammengesetzt wurden. Ein Durchschnitt aus diesen Noten würde demnach allenfalls 25% des vorgeschrieben praktischen Prüfungsanteils erfüllen.


Das bedeutet, dass die theoretischen und praktischen Leistungen im Leistungsfach Sport nicht mehr ausgeglichen bewertet werden sollen, wie es jedoch die Prüfungsordnung des Niedersächsischen Kultusministeriums vorschreibt. Die Hauptgründe, weshalb Niedersachsens Sportabiturient*innen ihr Profil gewählt haben, werden damit hinfällig: sie sollen nun keine adäquate Bewertung der besonderen sportlichen Leistungen erhalten, die sie sich in den vergangenen 2 Jahren erarbeitet haben.


Nicht genug, dass den niedersächsischen praktisch stärkeren Schülern*innen mit dieser Regelung demnach die eigentliche Chance genommen wird, Ihre Bestleistung ins Abitur einzubringen - für die Sportabiturient*innen geht darüber hinaus die Chancengleichheit mit allen anderen Profilen, in denen die Prüfungen ohne Einschränkungen abgelegt werden können durch diese Sonderregelung verloren.


Für uns ist unschlüssig, weshalb für den praktischen Prüfungsanteil der Durchschnitt aller vier Halbjahre vom theoretischen UND praktischen Anteil herangezogen werden soll, anstatt lediglich die praktischen Noten der vier Halbjahre einfließen zu lassen.

 


Für folgende Reglung sprechen wir uns aus:
Als praktischer Prüfungsanteil im Leistungsfach Sport wird der Durchschnitt der praktischen Noten der vorangegangenen vier Halbjahre herangezogen. Dieser kommt der vorgeschriebenen praktischen Abiturnote im Leistungsfach Sport am nächsten und hinterlässt die vom Ministerium versprochenen geringsten Nachteile für alle Abiturient*innen.