Rettung des Schulgebäudes Düngelstraße in Herne

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Dies ist ein Versuch das alte Schulgebäude an der Düngelstraße 45 in Herne, vor dem Abriss zu retten. Der Abriss, beschlossen von der Stadtverwaltung, ohne Rücksicht auf die Wünsche der Bürger, die schon die Schließung verhindern wollten, soll gestoppt werden.

Das  Gebäude wurde 1898 als „katholische Volksschule an der Düngelstraße" fertiggestellt und eingeweiht. Nach mehreren Jahren nannte man die Schule in „Grundschule an der Düngelstraße“ um. Das nunmehr in die Jahre gekommene Gebäude blieb dennoch jedem Wetter und manchen Kriegen standhaft und blieb bis zuletzt, gerade nach der Umbenennung in die „James Krüss Grundschule“ ein Ort, um Wissen zu vermitteln. 

Zuletzt gingen die Anmeldezahlen stark zurück und die James Krüss Grundschule wurde geschlossen, die Schüler/innen umverteilt und die Lehrkräfte versetzt. Das alte Schulgebäude kam seinem Auftrag, ein Ort der Bildung zu sein, nicht mehr nach. 

Dann entschloss man sich einen Teil der herner Volkshochschule in das nun leerstehende Gebäude zu verlagern. Soweit so gut, das Gebäude schien eine  Zukunft zu haben. Leider war diese Zukunft nicht von Dauer. 

Das Gebäude wurde währenddessen nicht gepflegt, es ist marode. Baulich muss einiges getan werden. 

Am 13. Juni 2019 beschloss die Stadtverwaltung, dass man das Gebäude abzureißen habe. Was nach dem Abriss mit dem Grundstück passieren soll ist unklar. Die Abrissarbeiten werden im Februar 2020 beginnen, das gibt genug Zeit etwas zu tun. 

Warum ausgerechnet Sie für einen Erhalt und eine daraus resultierende Sanierung stimmen sollten? 

Die Schule steht seit mehr als 120 Jahren und hat Generationen als Ort des Wissens gedient.

Anderen diente sie als nahe gelegener Spielplatz, als Schutz vor Platzregen oder mehr. Manche haben gute und manche haben schlechte Erinnerungen an ihre Schulzeit, doch diese Zeit gehört zu einem, sie hat einen geprägt. Das Gebäude gehört zum Stadtbild, es ist versteckt, hinter einem kleinen Zaun, Bäumen und mittlerweile hohen Büschen, es wirkt verwunschen, warum sollte man ein Zeugnis der Vergangenheit zerstören? Da könnte man ja Ihre Schulzeit, oder die Erinnerungen daran löschen.

Ohne Vergangenheit keine Zukunft. Die Sanierung ist nicht günstig, keine Frage, wirtschaftlich ist sie mit Sicherheit nicht, doch wie steht es um den Erinnerungswert, kann man ihn in Zahlen festhalten? Die Innenstädte verlieren an Charme, neumoderne Bauten sprießen aus den Böden um die Zeugnisse der einstigen Handwerkskunst zu vernichten, die Zeugnisse an die Vergangenheit. Man stelle sich vor, Gebäude könnten sprechen, was hätten sie zu erzählen? Wenn man sie dem Erdboden gleich macht, wird man es wohl niemals erfahren können. 

Was man mit dem Karstadthaus machen kann, kann auch mit einem kleinen Schulgebäude funktionieren. 

Die Schule am Berliner Platz, ein Zeugnis älteren Baujahres, ist bereits still und heimlich verschwunden und hat nichts mehr, als ein großes Loch im Boden hinterlassen.

 

Ich hoffe auf Ihre Mithilfe den Abriss fürs Erste zu stoppen. Was dann mit dem Gebäude geschieht? 

Das obliegt der unsrigen Verantwortung, alles ist besser als ein Abriss. Man kann einen Hort des Wissens schaffen, einen Treffpunkt für Menschen, die sich in angenehmer Atmosphäre weiterbilden wollen, man kann auch Wohnungen aus den Klassenzimmern machen, eine Gastronomie, den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt, wenn man es nur vor einem Abriss bewahrt. Man stelle sich folgendes vor, im Erdgeschoss mache man aus zwei Klassen einen großen Raum, die kleine Küche wird umgebaut und eine Theke rundet das Bild mit rustikalen Stühlen und Tischen ab. Im Erdgeschoss also eine Gastronomie, im ersten Stock Büroräume für Start Ups und darüber Wohnungen, ein Mehrzweckhaus mit Stil. 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.