Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Maly, sehr geehrte Damen und Herren beim Liegenschafts- und Ordnungsamt, bitte erteilen Sie keine Genehmigung / Platzzulassung mehr für das Ponyreiten beim Nürnberger Volksfest und auf anderen städtischen Flächen.

Petition geschlossen.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Maly, sehr geehrte Damen und Herren beim Liegenschafts- und Ordnungsamt, bitte erteilen Sie keine Genehmigung / Platzzulassung mehr für das Ponyreiten beim Nürnberger Volksfest und auf anderen städtischen Flächen.

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Stefanie Schülein hat diese Petition an Stadt Nürnberg z.Hd. Herr Maly und gestartet.

Wir, die Unterzeichnenden und der Verein Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V. fordern Sie dazu auf, zukünftig keine Platzzulassung / Genehmigung für das Ponykarussell auf dem Volksfest und anderen städtischen Flächen mehr zu erteilen. Wir lehnen ein Ponykarussell aus folgenden tierrechtlichen Gründen generell ab:

- Lärm, laute Musik und Menschenmassen verursachen extremen psychischen Stress. Pferde sind Fluchttiere – der Krach bedeutet eine dauerhafte  Strapaze.

- ständiges, monotones Im-Kreis-Laufen führt zu Schäden an Wirbelsäule, Gelenken und Bändern. Auch Tierärzte schlagen Alarm, „denn durch die einseitige Kreisbewegung kommt es, selbst bei Pausen, im Laufe der Zeit zu Schäden im Bewegungsapparat z.B. eine ungleiche Beanspruchung der Gelenke, Bänder und der Wirbelsäule. Die Eintönigkeit der Tätigkeit und die damit verbundene Reizarmut stellt für die Tiere eine zusätzliche, psychische Belastung dar!“

- auf dem Volksfest werden reitungeübte Kinder auf die Ponys gesetzt die sie durchweg - zwar unabsichtlich, aber nicht verhinderbar peinigen z.B. indem sie nicht artgerecht bewegt werden. Die Belastung der Rückenpartie ist durch die zahlreichen Kinder, die auf den Ponys reiten, enorm. Viele Kinder hüpfen auf dem Rücken der Tiere herum, was zu Verspannungen im Rückenbereich führt, was wiederum zu Schmerzen und dauerhaften Schäden führen kann.

- durch Ausbinderzügel können Verspannungen an Hals- und Rückenmuskulatur hervorgerufen werden

- durch unpassende Sättel und Trensen entstehen Satteldruck und schmerzhafte Scheuerstellen

- Die „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind fast 15 Jahre alt. Ihnen zufolge wird den Ponys nur alle vier Stunden eine kurze Pause zugestanden. Ein Vermerk über extreme Wettersituationen fehlt gänzlich. Den Veterinärbehörden ist es jedoch gar nicht möglich, die Pausenzeiten für die Ponys zu überprüfen, weil dies die Anwesenheit eines Amtstierarztes von mindestens vier Stunden voraussetzen würde. Kein Veterinäramt hat Kapazitäten, um solche zeitaufwändigen Kontrollen zu leisten. Daher sind die Tiere dem guten Willen der Schausteller schutzlos ausgeliefert.

- in dieser modernen Zeit haben Tiere auf der Kirchweih als Unterhaltungsspielzeug für den Menschen nichts mehr zu suchen.Der Missbrauch der Tiere als Rondell-Maschinen vermittelt Kindern zudem ein nicht zeitgemäßes Bild vom Umgang mit lebenden Mitgeschöpfen. 

- Das Leiden der Tiere auf einem Volksfest ist nicht vermeidbar.
Wegen des sich daraus ergebenden dringenden Verdachts der Tierschutzwidrigkeit muss der typische Pony-Karussellbetrieb explizit gesetzlich verboten und veterinärbehördlich durch entsprechende Ordnungsverfügungen untersagt werden.

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