Wir fordern: Die Fußgängerunterführung muss bleiben!

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Wir, die Unterfertigten, fordern die Verantwortlichen in Stadt und Land auf, bei der Umgestaltung der Kreuzung Bundesstraße/Galgenfeldstraße/Zollstraße in Hall in Tirol dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zu einer weiteren Belastung der Galgenfeldstraße durch Autoverkehr kommt und daher insbesondere keine zusätzliche Linksabbiegespur ausgebildet wird!

Weiters fordern wir die Verantwortlichen in Stadt und Land auf, diese Kreuzung nicht auf Kosten der Sicherheit unserer Kinder umzugestalten und keinesfalls die bestehende Fußgängerunterführung aufzulassen bzw. zuzuschütten. Ein Zebrastreifen ist kein Ersatz für eine Fußgängerunterführung. Unsere Kinder verdienen auch in Hall den bestmöglichen Schutz gegenüber dem Autoverkehr!

Bewohner vom Alten Zoll haben sich zusammengeschlossen, um entschieden und vehement eine echte Bürgerbeteiligung an dieser Neugestaltung einzufordern. Die gesamte bisherige Planung erfolgte im Wesentlichen über die Köpfe von uns Betroffenen hinweg. Bei dieser Vorgehensweise ist es nicht verwunderlich, dass schon wieder dem Moloch Auto alles andere untergeordnet und sogar die Sicherheit unserer Kinder geopfert werden soll. So stellt es einen unfassbaren und wohl auch einzigartigen Schildbürgerstreich dar, wenn – wie geplant – die bestehende Fußgängerunterführung unter einer der am meisten befahrenen Straßen einfach zugeschüttet werden soll, nur um durch einen völlig unnötigen Linksabbiegestreifen noch mehr Autoverkehr in die Galgenfeldstraße zu lotsen, anstatt diese ohnehin schon vom Durchzugsverkehr enorm belastete Straße im Wohngebiet durch eine entsprechende Verkehrsberuhigung zu entlasten.

Diese Unterführung, deren Ende jetzt besiegelt werden soll, wurde seinerzeit aufgrund mehrerer bei Unfällen getöteter Fußgänger errichtet und hat seit Jahrzehnten dafür gesorgt, dass es an dieser Kreuzung keine weiteren toten Fußgänger mehr gegeben hat.

Die Behauptung der politisch Verantwortlichen, wonach diese Unterführung nicht genutzt werden würde, ist absolut unrichtig und zeigt, wie wenig die handelnden Personen die tatsächlichen Verhältnisse kennen. Insbesondere seit der massiven Wohnverbauung im Bereich der Unteren Lend/Schopperweg/Glashüttenweg, hat sich insbesondere die Zahl der Kinder, die vom Hubersteig kommend über diese Kreuzung zu ihrer Schule in Schönegg gelangen, massiv erhöht.

Ein „Zebrastreifen“ ist kein Ersatz für eine Fußgängerunterführung und bietet insbesondere keinen Schutz gegenüber unaufmerksamen (z.B. mit ihrem Handy beschäftigten) Autolenkern, dies umso weniger in der dunklen Jahreszeit.

Wie wenig Schutz ein derartiger „Zebrastreifen“ bietet, wird durch eine traurige Statistik belegt: Im Durchschnitt werden in Österreich jährlich 17 Fußgänger auf Schutzwegen überfahren.

Der einzig wirksame Schutz, den man Fußgängern gegenüber dem Autoverkehr auf einer derart viel befahrenen Bundesstraße bieten kann, ist eine Unterführung. Die richtige Maßnahme besteht daher nicht darin, diese Unterführung zuzuschütten, sondern sie endlich auch kinderwagen- und behindertengerecht umzugestalten, wie dies in der Vergangenheit auch angedacht war.



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