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Auch Frankenberg in Sachsen ist von der Flut heimgesucht worden. Die Helfer vor Ort arbeiteten rund um die Uhr, um das Schlimmste zu verhindern. Vielen Dank für diesen unermüdlichen Einsatz!

Ich bin in Frankenberg geboren. 1992 habe ich in meinem Wohnhaus eine Physiotherapiepraxis aufgebaut. Wir beschäftigen mittlerweile zehn Mitarbeiter. 2002 hat uns die Flut das erste Mal heimgesucht. Das Wasser stand in unseren Zimmer 1,80m hoch. Danach mussten wir neu starten - renovieren kann man das eigentlich nicht mehr nennen.

Diesmal waren wir vorbereitet und hatten ein paar Sandsäcke da. Doch trotz aller Vorkehrungen der Stadt standen nicht ausreichend Sandsäcke für Privatpersonen und Selbständige wie mich zur Verfügung.

Zwar konnten wir im Frankenberger Baustoffmarkt zusätzliche Säcke erhalten, dafür wurden jedoch 3,50 Euro und mehr fällig! 

Weil meine Physiotherapie in einer Senke liegt, waren der Hof und Teile des Hauses schnell vollgelaufen, sodass ich keine Säcke mehr kaufte. Mein Nachbar und viele andere Frankenberger haben aber zahlreiche Euros zahlen müssen, um ihr Eigentum zu schützen. Hätten wir Zugang zu mehr Sandsäcken gehabt, hätte man viele Schäden vermeiden können. Das kann eine Lehre für die Zukunft sein. 

Am Dienstag hat Bundeskanzlerin Merkel angekündigt, den Hochwasserregionen 100 Millionen Euro Soforthilfe zukommen zu lassen.

Ich bitte daher den Frankenberger Bürgermeister Firmenich und den Sächsischen Innenminister Ulbig, von diesem Geld die Sandsäcke von Privatpersonen zu zahlen. Ich würde mir wünschen, dass die Stadt in Notsituationen bei Baumärkten und Kiesgruben für ihre Einwohner in Vorkasse geht. Die Kosten könnten zusätzlich auch durch Spendengelder wieder ausgeglichen werden.

Bild: Freie Presse vom 04.06.2013

Letter to
Innenminister von Sachsen Markus Ulbig (CDU)
Stadt Frankenberg Thomas Firmenich, Bürgermeister der Stadt Frankenberg (Sa)
Stadt Frankenberg: Sandsäcke kostenlos zur Verfügung stellen