Keine Osttangente durch das Naturschutzgebiet in Duisburg Rheinhausen

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Der Bau der Osttangente vom Kreisverkehr Brücke der Solidarität zur A40 durch das Naturschutzgebiet am Rhein ist nicht notwendig. Er ist Geldverschwendung und ein starker Eingriff in die Natur.

Der LKW Verkehr vom Logport zur A40 kann über die A 57 zu A 40 lenkt werden. Der Verkehr muss nicht durch Rheinhausen führen, durch Beschilderungen auf der A40 kann der LKW Verkehr rechtzeitig umgelenkt werden. Die Auf- und Abfahrt der A40 Anschlussstelle Homberg und Rheinhausen kann für den LKW Verkehr gesperrt werden. So wird Rheinhausen stark vom LKW Verkehr entlastet, der Verkehr wird über schon bestehtende Verkehrsnetze gelenkt und die baulichen Maßnahmen werden auf das geringste beschränkt. Es werden nur neue Beschilderungen und ein aussagekäftiges Leitsystem für der Verkehr vom Logport über die A57 zur A40 benötigt.

Begründung:
Durch den Bau der Osttangente vom Logport ( bzw. Brücke der Solidarität ) bis zur A40 Auf- und Abfahrt Duisburg Homberg wird das Naturschutzgebiet Halde Rockelsberg, Naturschutzgebiet am Rhein und Werthauser Wardt durchschnitten. Das Gebiet ist schutzwürdig aufgrund:

- der Bedeutung der Sandbänke und Brachflächen als Standorte einer artenreichen und typischen Vegetation mit zum Teil seltenen Pflanzenarten

- seiner Bedeutung als Brut-, Nahrungs-, Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche u.a. seltene und gefährdete Wasser-, Wat- und Wiesenvogelarten

- seiner Bedeutung als Lebensraum für eine arten- und individuenreiche Laufkäferfauna

- der Bedeutung der Gewässer als Standorte einer typischen Auen- und Flußufervegetation mit zum Teil seltenen und gefährdeten Arten

- der Bedeutung der Gewässer als Libellenbiotope.

Durch den Bau der Osttangante bis zur A40 verliert Duisburg ein großes Stück Lebensqualität. Der Bau ist außerdem mit großen Kosten verbunden, die nicht nötig wären, da schon eine Umgehungsstraße in Friemersheim besteht. Der Verkehr geht ohne Probleme vom Logport zur A 57 und von dort aus zur A 40 oder anders herum. Es gibt dafür schon ein Leitsystem für den LKW Verkehr, jetzt müsste nur noch die Moerserstraße und die Asterlagenerstraße komplett für LKWs gesprerrt werden.

Doch leider geht es in Wirklichkeit nicht darum den LKW - Verkehr aus Rheinhausen raus zu halten, sondern darum, dass jede Sekunde die der LKW schneller auf der Autobahn ist, Geld bedeudet. Es geht hier nicht um das Wohl der Einwohner von Rheinhausen, es geht darum, dass Speditionen und Händler mehr Geld verdienen, es zählt jede Sekunde.

Im Juli 2009 wurde das ganze Gebiet um die Rockelbergerhalde und das Rheinufer neu gestaltet und in ein schönes Naherholungsgebiet verwandelt. Die ganzen Kosten wären mit dem Bau der Osttangente in den Sand gesetzt und Steuergelder wieder einmal verschwendet.                                                                                   "Es geht in rasantem Tempo weiter: Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II wird jetzt der Rad- und Wanderweg im und um den Rheinuferpark in Rheinhausen neu gestaltet. Darüber hinaus baut die Stadt die Anbindung in Richtung Homberg und Oestrum aus. Die Kosten: 623 000 Euro." Quelle: RP, Juli 2009