Lebenswerte Gestaltung Hordeler Straße in Bochum. Keine Öffnung für den Durchfahrtsverkehr

Lebenswerte Gestaltung Hordeler Straße in Bochum. Keine Öffnung für den Durchfahrtsverkehr

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Merlin Blom hat diese Petition an Stadt Bochum und gestartet.

Wir fordern eine zukunftsorientierte Gestaltung der Hordeler Straße in Bochum!

Aktuell wird mit der Beschlussvorlage der Verwaltung Nr. 20201751 vom 31.07.2020  geplant, die in Richtung Herne gesperrte Hordeler Straße wieder als unechte Einbahnstraße zu öffnen. Dies soll den Verkehrsfluss am Hanibal-Einkaufszentrum verbessern. Am 13.08.2020 wird darüber im Stadtrat Bochum abgestimmt.

Folgende Punkte sprechen aus unserer Sicht gegen dieses Vorhaben: 

  • Verkehrswende geht nur mit ÖPNV und Rad
  • Einkaufszentren und die Verlagerung von Einkaufsmöglichkeiten außerhalb  der Innenstand sind abzulehnen
  • In der Holdeler Straße befinden sich ein Kindergarten, eine Schule und mehrere Einrichtungen für Menschen mit Behinderung 

Langform:

  • Eine Verkehrswende kann nur mit weniger individuellem Autoverkehr und damit auch nur mit weniger Verkehrfläche für Autos gelingen. Im Klartext: Mehr Straßen für Autos -> Mehr Autos -> Mehr Staus. Für diese These finden sich zahlreiche Belege, neben Totalausfällen wie Los Angeles in den USA ist sicherlich das Ruhrgebiet mit seinen Autobahnen ein gutes  Negativbeispiel. Eine wirkliche Lösung ist die Einschränkung von Parkraum. [1]
  • Außenliegende Einkaufszentren wie das Hanibal-Einkaufszentrum entkernen unsere Innenstädte eine gute Kommunalpolitik muss dafür Sorge tragen, dass Versorger zur lokalen Angeboten gezwungen sind und Kunden diese in unmittelbarer Reichweite zum Wohnort finden. Eine Unterstützung außenliegender Einkaufszentren ist daher abzulehnen. [2]
  • Neben einer Schule und einem Kindergarten, sind in der Hordeler Straße Wohneinrichtungen und Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung. 

 

Vorschläge für eine lebenswerte Gestaltung der Hordeler Straße in Bochum:

  1. Umbau zur Fahrrad-Straße mit Shared Spaces für fortschrittlichen und zukunftssichere Mobilität und Städteplanung
  2. Reduzierung der Zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 20km/h
  3. Verkehrsplanung durch zukunftsgerichtete Berater unterstützen

Langform:

  1. Die ohnehin geplante Sanierung der Hordeler Straße muss zum Umbau nach aktuellen Erkenntnissen der Verkehrsforschung erfolgen. Dazu gehört die Stärkung des Fahrrads, sowie der Stärkung des öffentlichen Raumes. Möglich wäre zum Beispiel die Ausweisung einer Fahrradstraße, die lediglich von Anliegern mit dem Auto befahren werden darf. Beispielhaft sind dabei Städte, wie Amsterdam oder Kopenhagen, aber auch in jüngster Vergangenheit Paris oder Berlin zu nennen, in denen mit modernen Open Spaces sehr positive Erfahrungen gemacht wurden. [3]
    • Sanierung der Fahrbahn als Radstraße mit Einrichtung von Maßnahmen zur Geschwindigkeitsregulierung
    • Fahrradständer und Leihräder auf dem Bürgersteig
    • Vergrößerung des Bürgersteig um den vorhandenen zu schmalen Radsteifen (beidseitig)
    • Gestaltung des Parkraums zugunsten von Grünanlagen mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen
  2. Bei Öffnung der Hordelerstraße ist auf eine angemessene Höchstgeschwindigkeit mit regelmäßigen Kontrollen zu achten.   Außerdem ist es bei der Straßenöffnung notwendig, moderne Engstellen einzurichten, um die reale Geschwindigkeit zu reduzieren. Eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h scheint angemessen.
  3. Wir fordern für die Stadtverwaltung eine kompetente, faktenbasierte und zukunftsgerichtete Unterstützung für ihre Verkehrsplanung. Solle dies aus eigenen Ressourcen nicht möglich sein, schlagen wir die Beauftragung von erfahrenen Verkehrs- und Stadtplanern vor.
     

 

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