Krippe und Kita in Sachsen - Schutz der Pädagog*innen vor Covid-19

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Lego spielen - ohne Schutzhandschuhe, trösten und dem Bedürfnis nach Nähe von jungen Kindern nachkommen - ohne Mundschutz, Tränen trocknen, Nasen putzen, Windeln wechseln – ohne Plexiglasscheibe. So sieht der Alltag in den Kitas aus.

Derzeit wird, bedingt duch Covid-19 wird ein Mindestabstand von 1,5-2 Metern empfohlen. Personen, die diesen Abstand nicht einhalten können, sind durch Schutzkleidung zu schützen. In unserer Arbeit mit Kindern ist das, vor allem im Krippen- und Kindergartenbereich, nicht möglich. Wir müssen engen Kontakt zu den Kindern haben. Je jünger die Kinder sind, umso mehr Beziehung, Nähe und auch Pflege brauchen sie.
Mit der neuen Allgemeinverfügung und damit verbundenen Neuregelung der Notbetreuung von Kindern in Sachsen vom 23.03.2020 ergibt sich nun ein Anspruch auf Notbetreuung auch dann, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf tätig ist. Durch diese Neuregelung haben wir eine deutlich größere Anzahl von Kindern zu betreuen. Kinder, deren Betreuung bisher durch den Elternteil, der keinen systemrelevanten Beruf ausübt, übernommen werden sollte. Im Zuge der wichtigen einschränkenden Maßnahmen des Freistaates Sachsen zur Eindämmung der Coronakrise (z.B. Ausgangssperre) keine nachvollziehbare Entscheidung.

Auch Erzieher*innen haben Familien und pflegebedürftige Angehörige oder gehören selbst Risikogruppen an und sind durch diese neue Regelung einer erhöhten Gefahr ausgesetzt.

Wir fordern das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Staatsministerin Petra Köpping auf, die Neuregelung der Notbetreuung von Kindern in Sachsen vom 23. März 2020 zu überdenken und Schutzmaßnahmen einzuleiten, die sowohl der Gesunderhaltung aller Pädagog*innen, als auch dem Wohl der Kinder entsprechen. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Kinder und die Pädagog*innen und deren Familien gesund bleiben und keinen unnötigen zusätzlichen Gefahren ausgesetzt werden.