Pflegeprämie in Bayern auch für OTAs

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'Sehr geehrte Frau Huml, sehr geehrter Damen und Herren. 
Heute habe ich erfahren müssen, dass Sie die Pflegeprämie in Bayern für OTAs ablehnen. Dies ist für mich völlig unverständlich. Ich muss daraus schließen, dass Sie entweder komplett uninformiert über unseren Beruf im allgemeinen und über unsere Tätigkeit in den letzten Wochen im besonderen sind, oder das Sie bewusst eine unterschiedliche Wertung vornehmen und hier die zwei Lager schaffen. 
Zu Ihrer Information : Wir kämpfen seit über 20 Jahren um staatliche Anerkennung. Wir rechtfertigen uns fortwährend über die Qualität unserer Ausbildung, unserer Arbeit und unseres Könnens. 20 Jahre und mehr hat es gedauert, das Klischee vom "dressierten Äffchen" zumindest weitgehend aus dem Weg zu räumen. Und jetzt schaffen sie erneut einen Unterschied im Wert unserer Arbeit, indem Sie Kollegen, die zusammen arbeiten, das gleiche tun, unterschiedlich wertvoll für das System sehen und in zwei Klassen teilen? Nicht nur die aktuelle Ungerechtigkeit ist ein Schlag ins Gesicht, auch das, wofür wir all die Jahre gekämpft haben, wird mit Füßen getreten.
Aktuell helfen OTAs, genauso wie die Pflegekrafte aus der Anästhesie und dem OP, vielerorts aus. Auf Intensivstation, in der Notaufnahme oder auch auf Pflegestation. Wir müssen in fremde Bereiche in denen wir uns neu einarbeiten müssen und in denen wir einer hohen infektionsgefahr ausgesetzt sind. Wir tun es gerne, weil e hilft! 
Aber durch ihre Ablehnung wird unser Einsatz abgewertet. Wir sind weniger Wert als die Kollegen der Gesundheits- und Krankenpflege. Immer noch!!!
Kommen Sie endlich in diesem Jahrtausend an. Sehen Sie hin! Und bedienen Sie nicht auch noch Klischees, die längst überholt sein sollten. 
Gewähren Sie uns die Prämie. Nicht nur als Anerkennung während der Krise, Sondern auch, um zu zeigen, dass Sie unseren Beruf nicht zweitklassig und minderwertig betrachten! Stehen Sie für das ein, was versprochen wurde, aber konsequent und gerecht! 
Verhindern Sie, daß in ganz Bayern ein wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Berufszweig ein weiteres Mal als minderwertig da steht, in der Öffentlichkeit, im Krankenhaus und unter den Kollegen. Schaffen Sie nicht zwei Lager! Machen Sie den Beruf in der Öffentlichkeit nicht unerstrebenswert für neue Bewerber. 
Respektieren Sie uns als das, was wir sind! 
Zahlen Sie den OTAs die verdiente Prämie! 
Mit freundlichen Grüßen