RETTET DAS FERRY-DUSIKA-STADION // SAVE VIENNA'S TRACK CYCLING STADIUM

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(SHORT ENGLISH VERSION BELOW)

Das Ferry-Dusika-Hallenstadion soll abgerissen werden! Bitte hilf mit das zu verhindern!

Das Ferry Dusika Stadion, in dem Österreichs einzige Radbahn "zuhause" ist, soll 2021 abgerissen werden und einer Leichtathletik- und Veranstaltungshalle mit Fokus auf Ballsportarten (Hand-, Volley-, Basketball) Platz machen. Eine neue Radbahn wird es nicht geben. Laut Büro des Gesundheits- und Sportstadtrats stand man in Kontakt mit dem Österreichischen Radsport Verband und hat die Bahnradler in die Entscheidung mit eingebunden, laut ÖRV hat man erst aus den Presseberichten von den bereits fertigen Plänen erfahren. Klingt absurd? Ist absurd.

Dieses Stadion wegzureißen wäre ein Armutszeugnis der österreichischen Sportpolitik. Anscheinend spiegelt der Abriss aber das mangelnde Interesse des Verbandes wieder und ist ein Zeichen dafür, dass man in den letzten Jahren verpasst hat, innovative und überlegte Aktionen zu setzen, die am Puls der Zeit sind. Anscheinend wurde es auch verabsäumt mit den zuständigen Stellen der Stadt zu kooperieren und den Sport so nach außen zu vertreten, wie er es verdient gehabt hätte.

 

Österreich ist genauso Radfahrernation wie es eine Ski- oder Fußballnation ist!

Glaubst du nicht? Überzeug' dich selbst:

Auf Österreichs einziger Radbahn fahren unter anderen Stefan Matzner, Stefan Mastaller, Andreas Müller undAndreas Graf. Letztere konnten sich, dank ihrer zwei Teamkollegen Matzner und Mastaller in den offiziellen Bewerben der letzten 2 Jahre genügend Punkte erkämpfen und sich so ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokyo sichern. Antreten werden die Beiden beim Zweier-Mannschaftsfahren, auch "Madison" genannt. Das besondere daran: dieser Bewerb wurde vom IOC erstmals seit 2008 wieder bei den Olympischen Spielen in Tokyo in das Radprogramm aufgenommen.

Neben den beiden Olympioniken in spe fahren auch eine ganze Reihe Nachwuchstalente für das österreichische Nationalteam. Eines ist ihnen gemein: sie sind alle sehr jung und motiviert. Und wenn man sich auf der Homepage des ÖRV in die aktuellen Neuigkeiten einliest, wird man feststellen, dass sie allesamt auch sehr erfolgreich sind. Ein Staatsmeistertitel nach dem Anderen und Medaillen noch und nöcher. Der Bahnsport lebt und gedeiht! Zugegeben, ein bisschen fernab von anderen Großveranstaltungen, aber er ist definitiv so energiegeladen, dass man sich zwangsläufig fragen muss, warum den österreichischen Nachwuchshoffnungen ersatzlos ihre Bahn geschliffen wird! Und das noch dazu zu einer Zeit, wo Olympia in Tokyo vor der Türe steht? Zu einer Zeit wo sich gerade ein junger und unglaublich erfolgreicher Kader herauskristallisiert? Zu einer Zeit, wo sich zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder ein Hoffnungsschimmer am österreichischen Bahnhimmel auftut?
Und das alles passiert gerade in einer ambitionierten Fahrradstadt wie Wien, die sich schon seit Jahren auf den Spuren von Amsterdam und Kopenhagen begreift und endlich bereit wäre sich zu einer wirklich ernstzunehmenden Fahrradstadt zu entwickeln!

 

Nicht nur auf der Bahn sind Österreichs Radler erfolgreicher denn je!

Seit 1982 findet das "Race Across America" statt, bei dem Radfahrer und Radfahrerinnen in Einzel- und Teambewerben antreten und in Rekordtempo von der amerikanischen Westküste an die Ostküste radeln. Bei diesem Radrennen werden zwischen 4800 und 5000km bei einer Gesamthöhendifferenz von 52.000 Höhenmetern zurückgelegt! Ein Radrennen für absolute Ausnahmesportler! Umso grandioser ist es, dass seit Bestehen des Wettkampfes insgesamt 11 Siege im Herren-Einzel an Österreicher gingen!

1988 - Franz Spilauer
1997, 2000, 2002 - Wolfgang Fasching
2015 - Severin Zotter
2011, 2013, 2014, 2017, 2018, 2019 - Christoph Strasser

Schnellste Zeit im Herren-Einzel hält Christoph Strasser:
Jahr: 2014
Distanz: 4860,2 km
Dauer: 7 Tage 15 Std. 56 Min.
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 26,42 km/h

Und als wäre ein 6-facher Sieg beim Race across America nicht genug, hält Christoph Strasser auch den 24-Stunden Bahnrekord mit unglaublichen 941,873 Kilometern. Trainiert hat er dafür, wie solls auch anders sein, auf der Radbahn im Dusika-Stadion.

Mit Nadja Heigl und Daniel Federspiel beweisen zwei weitere österreichische Sportler, dass "wir Österreicher" auch in den Disziplinen Cyclocross und Cross-Country ganz vorne mitfahren!

Nadja Heigl
WM-Bronze bei den 69. UCI CX-Weltmeisterschaften im U23-Bewerb
sowie sieben Mal in Folge Staatsmeisterin im Cyclocross

Daniel Federspiel
1 x Mountainbike-WM Cross Country Bronze 2012
1 x MB & Trial EM Cross Country Gold 2013
1 x MB-WM Cross Country Silber 2013
1 x Mountainbike-WM Cross Country Gold 2015
Die unzähligen Meistertitel in den verschiedenen Altersklassen sind bitte auf Wikipedia nachzulesen. Die sprengen eindeutig den Rahmen dieser Petition! Link findest du am Schluss ;)

Auf der Liste der bekannten und erfolgreichen Radsportler finden sich selbstverständlich noch viele mehr, das hier ist nur ein kleiner Auszug.
Wie man unschwer erkennen kann, darf man den österreichischen Radsport und seine vielen Talente keinesfalls unterschätzen!

Das Rad als ewig leidiges Streit-Thema

Nachdem das Rad im 21. Jahrhundert auch als alltägliches Fortbewegungsmittel inmitten unserer Gesellschaft angekommen ist, im Jahr 2019 knapp 10.000 Personen die Radparade am Wiener Rathausplatz/Ring besucht haben und im Jahr 2020 mehr als 1,2 Millionen Radfahrer bei der Radler-Zählstation am Wiener Praterstern gezählt wurden, ist es absolut nicht verständlich, warum bei all dem Hype ums Fahrrad die einzige Radbahn Österreichs abgerissen werden soll! Das passt überhaupt nicht in das Konzept Fahrradstadt, welches seit einigen Jahren mit diversen Ausarbeitungen und Projekten von der Stadt Wien verfolgt wird!

Dem Fahrrad als Sportgerät, Fortbewegungsmittel und Kultgegenstand gerade in unserer heutigen Zeit den Raum nehmen zu wollen, ist angesichts der steigenden Popularität und Notwendigkeit, gelinde gesagt, verrückt. Nicht nur das. Es ist auch grob engstirnig und kurzsichtig. Gerade auch im Angesicht der beindruckenden Leistungen von österreichischen Radsportlern ist es nicht akzeptabel! Man stelle sich vor, man stellt den österreichischen Skifahrern eine Sommerrodelbahn auf ihre Skipiste oder den Fußballern einen Wald ins Stadion! ;P
"Sorry Leute, ihr fahrt ein halbes Jahr nicht auf den Hängen. Die Auslastung passt überhaupt nicht!"

Das Rad als Wirtschaftsfaktor

Die Radbranche war in den letzten Monaten eine der wenigen Branchen in Österreich, die trotz Coronavirus im Jahr 2020 ihre Umsätze sogar steigern konnte. Während viele Geschäfte in anderen Branchen schließen mussten, suchen Radhändler und -werkstätten händeringend nach Mitarbeitern und Ware um die stark gestiegene Nachfrage zu befriedigen. Der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen steigt auch seit Jahren stetig, während Corona sind die Zahlen auch hier in die Höhe geschnellt.
Auch in anderen Lebensbereichen ist das Fahrrad mittlerweile unabdingbar geworden. Zum Beispiel im Bereich der Essensauslieferung. Seit Monaten schon bestellen die Wienerinnen und Wiener per Radkurier ihr Essen kontaktlos nach Hause. Was wiederum auch einige Restaurants vor dem Ruin bewahrt hat.
Und nicht nur die Wiener bestellen nach Hause! Das Phänomen "radfahrender Essenslieferant" ist in den letzten Jahren in Großstädten rund um den Globus zu beobachten, seit Corona sieht man sogar noch mehr Fahrradboten. Wer heutzutage als Fahrradkurier arbeitet hat sozusagen einen Job am Puls der Zeit. Moderner geht's fast nicht!

Und wo wir gerade beim Thema sind: Der Corona-Gurgeltest kommt in Wien PER FAHRRADKURIER! (Makabererweise vom selben Ressort in die Wege geleitet, das jetzt auch das Dusika-Stadion abreißen will!)

Kontaktlose Essenslieferung? Per Fahrrad! Kontaktlose Corona-Gurgeltests? Per Fahrrad! Während Corona in die Arbeit fahren? Mit dem Fahrrad! Fit bis ins hohe Alter? Dank dem Fahrrad! Wind in den Haaren? Nur mit Fahrrad!
Das Fahrrad hat uns also im Jahr 2020, in vielerlei Hinsicht, den Karren aus dem Dreck gezogen. Und als Dank dafür reißen wir jetzt dem Fahrrad die Residenz weg? Ganz sicher nicht!

 

 

ENGLISH VERSION

Dear bicycle-enthusiasts!

After 100 years of track-cycling in Vienna, the city's council has decided to tear down Austria's only cycling track. Vienna understands itself as a „cycle-city“ and has been making a considerable effort to join ranks with cycling cities like Amsterdam and Kopenhagen, however this is not reflected by it's destructive actions towards it's successful track cycling team. However, it seems that the slow vanishing of austrias velodrome is in fact the responsibility of Austrias Cycling Association and has to do with the disability to cooperate with the citiy of Vienna in the past. We want to remind the city of Vienna of their plans to become a cyclecity, remind them of our quite successful track cycling team and stop the demoltion of their cycling-stadium! Please help save the only velodrome in Austria, sign the petition and share it with your friends!

Sincerely, a bike-enthusiast like you!

 

Weiterführende Links:

https://bikeboard.at/Board/24-h-Bahn-Weltrekord-Christoph-Strasser-th237283?fbclid=IwAR2Zr--dYl-8N-oS7ktKJEc6yQ6d014I0jzhYolJhiCxh96u0rnX9kpbPRI

https://www.derstandard.at/story/2000066133866/christoph-strasser-in-wien-war-das-jedem-ziemlich-egal?ref=article&fbclid=IwAR1Vm-pN_XRaxZPJjVVPpizK5J7hn04TuZHjgDzy2rtNrfJryCVd0w0fbW8

https://www.wien.gv.at/kultur-freizeit/neue-multifunktionale-sporthalle.html?fbclid=IwAR3_GmZhDSgq5HY6Pw43Yc7F256R8pPMUbOg9GzGTyKI_QGbBfy8b131Z-Y

https://www.169k.net/blog/das-ende-des-dusika-stadions

https://de.wikipedia.org/wiki/Race_Across_America

https://www.christophstrasser.at

https://www.facebook.com/Nadja-Heigl-464636970213711/

https://www.facebook.com/daniel.federspiel.7

https://www.vienna.at/wiener-lieben-ihre-drahtesel-radboom-auch-nach-corona-lockdowm/6650485

https://wien.orf.at/stories/3039656/

https://www.derstandard.at/story/2000119091169/mit-dem-radl-aus-der-krise-boom-bringt-hersteller-ins

https://www.radsportverband.at/index.php/aktuelles/radsport-news/allgemein/5225-keine-alternative-zur-wiener-radrennbahn



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