Nehmen Sie die Kündigung des stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Detlev H. zurück!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 7.500.


Detlev Hagenkord arbeitet seit vielen Jahren bei der Sparda-Bank Hannover. Zusammen mit einem Kollegen wurde ihm vor einem halben Jahr fristlos gekündigt. Der Grund scheint absurd: Detlev hatte in einem Raum mit anderen wie üblich an einer Telefonkonferenz teilgenommen. Das wurde ihm dann aber als Spionage ausgelegt - denn er hatte nach dem einwählen nicht “Hallo” gesagt.

Am Donnerstag, den 25. Juni entschied das Gericht, dass die Kündigung nicht gerechtfertigt war - trotzdem brauchen wir weiterhin eure Hilfe, denn der Arbeitgeber prüft bereits in die zweite Instanz zu gehen!

Aus unserer Sicht suchte der Vorstand der Bank einen Grund, zwei aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsräte aus dem Unternehmen zu drängen – als abschreckendes Beispiel für die Beschäftigten und Betriebsräte der Bank. Das nehmen wir nicht hin!

Wir sind die Gewerkschaft ver.di. Bei uns schließen sich ua. die Beschäftigten aus der Finanzbranche zusammen um für gute und faire Arbeitsbedingungen einzustehen.

Wir fordern den Vorstand der Sparda Bank auf, die Kündigung von Detlev Hagenkord zurückzunehmen und zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zurückzukehren!

Die Sozialpartnerschaft wird endgültig mit Füßen getreten:

Die Sparda-Bank Hannover gehört zu den wenigen gewerkschaftlich gut organisierten Genossenschaftsbanken und zu den wenigen Banken des Genossenschaftssektors, in denen ver.di aktuell noch einen Tarifvertrag durchsetzen konnten.

Der Vorstand der Sparda-Bank Hannover eG, federführend durch den Vorsitzenden André-Christian Rump und den Vertriebsvorstand Jochen Ramakers fahren schwerstes juristisches Geschütz gegen die ver.di-Aktiven im eigenen Haus auf.

Doch was wird eigentlich zur Last gelegt?

Die Geschäftsstelle Bielefeld ist in drei Teams aufgeteilt. Ein Team hatte eine Telefonkonferenz, an der auch Detlev Hagenkord als Betriebsrat teilnehmen wollte, weil ihn eine Kollegin darum gebeten hatte. Von einem Telefonapparat sollte, wie üblich die Telefonkonferenz durchgeführt werden, an der die gesamte Filiale gemeinschaftlich teilnahm. An dem besagten Tag gab es Probleme bei der Anmeldung, so dass letztendlich die Kollegin im Nachbarbüro schneller war bei der Einwahl und die Telko-Versammlung dort stattfand. Als Herr Hagenkord den "Versammlungsraum" betrat, waren bereits mehrere Kolleg*innen anwesend. Die Anmeldung „Hallo, hier ist Filiale xy“ war bereits gelaufen. Namentlich hat sich niemand vorgestellt. Auch ein weiterer Kollege, der noch nach ihnen den Raum betrat, äußerte sich wie üblich nicht. Statt dessen stellten sie sich stumm dazu, um den Ablauf nicht zu stören. Die Telefonkonferenz fand, wie üblich statt.

Zwei Wochen später dann das Unglaubliche! Der Vorstand will Detlev Hagenkord und einen weiteren Kollegen kündigen.

Begründung:

Das „heimliche Mithören durch den Betriebsrat“ sei eine schwere Verletzung der Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis!

Das ist ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung?

Wir sagen nein! Detlev und sein Kollege haben in üblicher Art und Weise an einer Telefonkonferenz des Teams teilgenommen. Sie waren mit weiteren Beschäftigten in einem Raum. Ein weiteres Betriebsratsmitglied hat als Teammitglied einer anderen Filiale sowieso an der Telefonkonferenz teilgenommen. Hieraus einen Lauschangriff ableiten zu wollen ist absurd.

Die Herren Rump und Ramakers nehmen also einen protokollarischen Verhaltensfehler zum Anlass, um zwei Aktivposten der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit im Betrieb sofort, fristlos zu kündigen.

Kund*innen der Bank, sowie ver.di Mitglieder sind gleichermaßen entrüstet.

Als Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Gesamtbetriebsratsvorsitzender kann Detlev Hagenkord aber auch nicht so schnell fristlos gekündigt werden. Der Betriebsrat muss erst zustimmen - und das tat er nicht! Nun klagt die Sparda Bank vor dem Arbeitsgericht Hannover die fehlende Zustimmung ein.

Der Kollege der mit ihm gekündigt wurde, hatte leider weniger Erfolg. Als “regulärer” Mitarbeiter hatte er diesen Schutz nicht.  In seinem  Fall wurde sich vor dem Arbeitsgericht verglichen, inklusive Trennung.

Zahlreiche Vermittlungsversuche und Gespräche von Seiten des Betriebsrates, der Anwälte und von ver.di mit dem Vorstand führten bislang ins Nichts.

Wir fordern den Vorstand der Sparda Bank auf, die Kündigung von Detlev Hagenkord zurückzunehmen und zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zurückzukehren!

Wir stehen zusammen und kämpfen für unseren Kollegen! Am 25.6., ab 9:15 Uhr  haben wir schon eine Versammlung vor dem Arbeitsgericht angemeldet. 

Detlev bleibt - denn gemeint sind wir alle!

Unterschreibe unsere Petition. Gemeinsam können wir deutlich machen, dass wir diese Vorgehensweise seitens der Sparda Bank nicht hinnehmen werden. Wir stehen zusammen und kämpfen für unseren Kollegen!

Detlev bleibt - denn gemeint sind wir alle!