Sozialgericht Konstanz: Geben Sie meiner Tochter das aG-Merkzeichen zurück

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Seit über vier Jahren führe ich als Mutter und als gesetzliche Betreuerin meiner inzwischen 21-jährigen, schwerbehinderten Tochter Valentina eine Klage vor dem Sozialgericht Konstanz gegen das Land Baden-Württemberg. Wir fordern das aG-Merkzeichen zurück! 

Was das “aG”-Merkzeichen ist?

“aG” steht für “außergewöhnlich gehbehindert” und wird im Schwerbehindertenausweis und im Parkausweis für Schwerbehinderte eingetragen.

Warum Valentina das Merkzeichen braucht:

Valentina hatte kurz vor oder während der Geburt eine Hirnblutung und leidet seither unter einer spastischen Halbseitenlähmung links, einem Gesichtsfeldausfall, einem nicht vorhandenen räumlichen Sehen, einer Beinlängendifferenz, einer fokalen Epilepsie, einer abgeschwächten Form des Asperger-Syndroms (Autismus) sowie einer globalen Entwicklungsverzögerung. Ihr starres und auf der linken Seite nicht durch Abrollen des Fußes mögliche Gangbild ist von Tagesform und Stresssituation abhängig und so nicht vorhersehbar.

Meine Älteste gehört zwar nicht in die Kategorie der "Beinamputierten, Kriegsversehrten, Rollstuhlfahrern oder auf ein Atemgerät angewiesenen Personenkreis", trotzdem ist sie auf das aG-Merkzeichen angewiesen. 
Unter Zeitdruck, z.B. bei Arzt- oder Klinikbesuchen kann es durch weit entfernte Parkplätze schlimmstenfalls  zu epileptischen Anfällen kommen, nach denen ein weiteres Laufen verständlicherweise undenkbar ist.

Ein vier Jahre langer Kampf:

Wir kämpfen seit mittlerweile vier Jahren. Trotz der über einjährigen Unterstützung durch einen Fachanwalt, trotz vieler ärztlicher Stellungnahmen von deutschlandweiten Spezialisten, trotz unzähliger von mir verfasster Widersprüche, erhielt ich bisher lediglich nicht nachvollziehbare Ablehnungen.

Richterin krank, Verfahren eingestellt:

Inzwischen ist das Verfahren auf unbestimmte Zeit eingestellt.  
Warum? Weil die zuständige Richterin auf unabsehbare Zeit erkrankt ist und für uns keine entsprechende Vertretung gefunden wurde. Unglaublich!

Ich klagte seinerzeit, weil die von der Regierung beschlossene stufenweise Änderung des sog. Bundesteilhabegesetzes, in dem u. a. auch Personen mit Bewegungseinschränkungen aufgrund von Hirnschädigungen bei der Erteilung des aG-Merkzeichens berücksichtigt werden sollten.

Valentina hatte das Merkzeichen schon, wir wollen es wieder!

Bis zu ihrem 17. Lebensjahr hatte sie das "außergewöhnlich-gehbehindert"-Merkzeichen bereits. Wir brauchen es dringend zurück! 

Bitte helft mit:

Nach diesem nunmehr vierJahre andauernden Kampf für die Wiedererlangung des aG-Merkzeichens, für die Berechtigung einen Parkplatz zu nutzen, der meiner Tochter Leid erspart, der Epilepsie-Anfälle verhindern kann, muss nun endlich mal was passieren! Bitte helft mir dabei, bitte fordert mit mir:

"Gebt Valentina das aG-Merkzeichen zurück!"

Unterschreibt diese Petition und teilt sie in euren Netzwerken, hier der Link:
www.change.org/aG-Merkzeichen


Liebe Grüße und mit Dank,

Andrea Schweizer



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