Friedhofzwang für Urnen abschaffen! Letzte Ruhe wo und wie man will!

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Friedhofzwang für Urnen abschaffen!

Lasst die Verstorbenen ruhen, wo und wie sie wollen!

Bestattungsregeln sind Ländersache. Im Niedersächsischen Landtag wird nach den Sommerferien darüber debattiert werden. Das Bestattungsgesetz in seiner jetzigen Form gibt es seit 2005. Läuft es nach Plan, soll es bis zum Jahresende 2017 modernisiert sein.

Die Einstellung vieler Menschen dazu, was mit ihnen geschehen soll, wenn sie gestorben sind, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. In besonderer Kritik steht deshalb der Friedhofzwang für Urnen mit der Asche von Verstorbenen.

Das zeigte sich auch sehr deutlich bei einer Rundfunksendung des NDR 1 im November 2016. Dort kamen einen ganzen Tag lang Hörer/innen zu diesem Thema zu Wort. Ohne Ausnahme sprach man sich dafür aus, die Urne nach der Feuerbestattung den Angehörigen zur freien Verfügung zu überlassen, wenn dies gewünscht wird. Denn oft haben die Verstorbenen ja vorher selbst noch Wünsche dazu geäußert. So geht es auch mir.

Meine Asche soll über den masurischen Seen im ehemaligen Ostpreußen verstreut werden. Je älter ich werde (ich bin jetzt 76), und je öfter ich in meine „alte Heimat“ reise – umso mehr spüre ich, dass dort meine Wurzeln sind. Auf diese Art möchte ich mich mit der wunderschönen Natur verbinden und so wieder heimkehren. Jemand würde das organisieren, aber dazu muss diese Person in den Besitz der Urne kommen.

Lebte ich in der Schweiz, in Tschechien oder in den Niederlanden, wäre das kein Problem. Und sogar in Bremen kann man seit 2015 die Asche verstreuen, allerdings nur auf zugewiesenen Plätzen.

Es ist sehr fraglich, ob man In Niedersachsen den Mut hat, es gleich zu tun, oder sogar darüber hinauszugehen. Denn: Eine vollständige Aufhebung des Friedhofzwangs für Urnen ist in dem Gesetzentwurf gar nicht enthalten! (Das freut vermutlich nur die Bestatter.) Aber solange der Friedhofszwang fortbesteht, ist es nicht möglich, dass andere persönliche Wünsche der Verstorbenen – außer Friedwaldbeisetzungen oder Seebestattungen - erfüllt werden können. Und wenn man schon an dem Gesetz arbeitet, sollte man es auch dem Wandel in der Gesellschaft anpassen.

Wohlgemerkt: Es geht nicht um Erdbestattungen. Und selbstverständlich sollen Urnen auch weiterhin auf dem Friedhof beigesetzt werden können - wenn man das will.

Bitte unterstützen Sie mich mit Ihrer „Unterschrift“, damit die von vielen Menschen geforderte Änderung in den Gesetzentwurf noch hineinkommt! Nur dann kann ja im Landtag überhaupt darüber abgestimmt werden. Und berichten Sie Ihren Verwandten, Freunden und Bekannten davon.

 



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