Sichere Radinfrastruktur für die Moltke- und Weingartenstraße in Offenburg!

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Jeannette Nitsche hat diese Petition gestartet

Die Stadt Offenburg plant, die Moltke- und Weingartenstraße in den nächsten Jahren "fahrrad- und fußgängerfreundlich" umzubauen. In den vorgestellten Plänen gibt es viele Abschnitte, die im Ergebnis zum Gegenteil führen können.

Deshalb sind unsere Forderungen an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat Offenburg für die Umgestaltung der Moltke- und Weingartenstraße:

·        Sicherheit für Radfahrende und zu Fuß Gehende, damit niemand aus Angst diese beiden Straßen meidet

·        Physische Trennung zwischen Rad- und Kfz-Verkehr, nicht nur Farbe auf der Straße, sondern bauliche Trennung oder geschützte Radfahrstreifen 

·        Sichere und komfortable Kreuzungen, v.a. Rundumgrün erhalten und optimieren (längere und häufigere Grünphasen für Radfahrende und zu Fuß Gehende)

·        Sichere Führung des Fuß- und Radverkehrs an Einmündungen, z.B. Aufpflasterung (= Anhebung, die ein zu schnelles Einbiegen der Kfz verhindert)

·        Sicherheitsabstände bei Parkplätzen, Radverkehr nicht links von parkenden Autos führen

Hintergrundinformationen:

Es gibt viele Gründe, warum die Radinfrastruktur in der Moltke- und Weingartenstraße modernisiert werden muss: Die Radwege sind in einem schlechten Zustand, mittlerweile auch zu schmal für den zunehmenden Radverkehr und die verschiedenen Geschwindigkeiten und Größen der Räder. Zur Bekämpfung des Klimawandels müssen CO2-Emissionen im Bereich Verkehr gesenkt werden und dazu braucht es unbedingt sichere Fahrradwege. Die Stadt möchte die Sicherheit der Radfahrenden erhöhen und zur Vision Zero, der Vermeidung von Verkehrstoten, beitragen.       

Die vom Planungsbüro in einer Bürgerbeteiligung vorgestellten Pläne lassen aber das Gegenteil befürchten: Vorgesehen ist auf weiten Strecken, den Radweg auf die Fahrbahn zu verlegen, wie nun in der Freiburger Straße. An den wichtigen und vielbefahrenen Kreuzungen Moltke-/Weingartenstraße und Moltke-/Zeller Straße wird das Rundumgrün möglicherweise abgeschafft. Bisher haben Fußgänger/innen und Radfahrende in allen Richtungen gleichzeitig Grün, während der Kfz-Verkehr Rot hat. Eine gemeinsame Grünphase für rechts abbiegende Kfz und geradeausfahrende Radfahrende an der Kreuzung Moltke-/Weingartenstraße wäre bei den vielen abbiegenden Kfz (darunter auch viele Lkw) jedoch hochgefährlich. In anderen Städten und auch schon in Offenburg gab es in solchen Situationen Todesfälle. 

An der Kreuzung Moltke-/Weingartenstraße ist auch geplant, Radfahrende indirekt links abbiegen zu lassen. Dazu sollen sie zuerst bei Grün auf die Kreuzung fahren und rechts innerhalb einer Markierung auf der Fahrbahn warten, zwischen Pkw und Lkw, die links an ihnen vorbeifahren oder hinter ihnen rechts abbiegen. Die Radfahrenden stehen bei dem indirekten Linksabbiegen auch direkt vor den wartenden Kfz, die von rechts kommen. Sobald die Grünphase endet, müssen die wartenden Radfahrer/innen innerhalb weniger Sekunden, bevor die von rechts kommenden Pkw und Lkw anfahren, schnell über die komplette Kreuzung fahren, um dorthin zu gelangen, wohin sie eigentlich wollen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, Ältere und Radfahrende mit Fahrradanhängern und deren Insassen kann dies extrem gefährlich werden. Gefährlich kann das Warten in der Kreuzung so dicht an vorbeifahrenden Pkw und Lkw werden, insbesondere auch, wenn mehrere Räder oder auch ein Fahrradanhänger in der kleinen Markierung Platz finden müssen. Und es wird auch gefährlich, wenn man nicht schnell genug mit seinem Rad, auch mit Anhänger, oder mit seinem Lastenrad, anfahren kann, bevor die anderen Pkw und Lkw von rechts anfahren. 

An der Kreuzung Zeller Straße ist eine Fahrradweiche zum Linksabbiegen geplant, siehe Beispielfoto.  

Würde das Rundumgrün an den beiden Kreuzungen wegfallen, bräuchten Fußgänger/innen wieder zwei Ampelphasen, um die Kreuzung diagonal queren zu können. 


Die Stadtverwaltung überarbeitet derzeit die Pläne. Jetzt ist die letzte Chance für die Bürger/innen, sich Gehör zu verschaffen, da die im Bürgerdialog im Mai 2022 in der Reithalle von den Bürger/innen angebrachten Kritikpunkte bis jetzt wenig oder kaum berücksichtigt wurden.

Dies ist unglaublich wichtig, da von diesem Umbau alle Radfahrenden in der Oststadt sowie die mit dem Rad nach Offenburg fahrenden Bürger/innen aus Rammersweier, Zell-Weierbach, Fessenbach und Ortenberg betroffen sein werden und was jetzt geplant wird, für die nächsten Jahrzehnte so bleiben wird!

Auch Bundesverkehrsminister Wissing appelliert an alle Stadtplaner: „Von einer Radverkehrsinfrastruktur, die für ein elfjähriges Mädchen [Laura] geeignet ist, profitieren alle Menschen. Daher mein Wunsch an alle Planerinnen und Planer: Halten Sie sich stets vor Augen, was Laura benötigt, um sicher und entspannt Rad fahren zu können – und planen Sie die Radinfrastruktur bei Ihnen vor Ort entsprechend.“ 

 

Bild: Fahrradweiche. Quelle: Changing Cities, Foto: Norbert Michalke

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