Rettet den Antikmarkt am Hamburger Hauptbahnhof!

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Bianca Demsa
Bianca Demsa hat diese Petition unterschrieben.

Ich werde meinen ersten Besuch nie vergessen. Es war wie ein Wunderland für Antik-Liebhaber und ich bin fast durchgedreht. 

Ein paar Treppen runter und man war in einer anderen Welt: Ein Antikparadies aus blitzendem Silber, bunten Kristallgläsern, alten Spiegeln und so vielem mehr. Der Hamburger Antik Center am Klosterwall trug Geschichte. Umso trauriger ist es, dass er vor einigen Monaten nach 44 Jahren geschlossen wurde und das Gebäude seitdem leer steht. Damit wurde eine Hamburger-Legende aussortiert! 

Ich bin Bianca Demsa, ursprünglich aus England und kannte das Antik-Center schon seitdem ich mit 22 Jahren nach Hamburg zog. Als Journalistin und Interior Designerin aus Hamburg (jetzt in Stade wohnend), war ich bis zum Schluss immer wieder wegen meiner Interior-Klienten hier. Als Engländerin liebte ich die vielen uralten Antiquitäten und die besondere Atmosphäre des Marktes. Dass dieser Kultur tragende Ort wegen angeblicher „Brandschutz-Gefahr“ schließen musste, trifft mich sehr. 

Ich fordere daher den Hamburger Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda dazu auf, den Mieter*innen des alten Antik-Marktes wieder ein Zuhause für ihre Antiquitäten zu bieten und den Antikmarkt in modernisierten Räumen mit weiteren Vintage, Secondhand- und Antiquitätenhändlern wieder neu aufleben zu lassen!  Lasst uns diesen kulturtragenden Ort wieder zu einem richtig lebendigen Center machen:

Zum Beispiel mit einem Gentleman’s Barbershop, einer Boutique mit Saville Rowe Stil Anzügen, einem Blumenladen und Kleidern oder Beauty Artikeln aus vergangenen Zeiten. Mit einer Bühne für Jazz und Swing Abenden, sowie kleinen Cafes und Bars!

Dieser Ort hat so viel Potential und es würde mein Herz brechen, wenn statt einem spannenden lebendigen Ort, wo viele Leute gerne hinkamen und der “Hamburg zu Hamburg macht”, dort noch eine durchschnittliche, langweilige Shopping-Mall entsteht. Folgen auf die charmanten Antikläden jetzt bald austauschbare Modeshops und Starbucks Cafes? Es vergeht kaum noch ein Monat, ohne dass in der Hamburger Innenstadt ein individueller Laden verschwindet. Dass nun auch noch der Antikcenter für immer verschwindet, dürfen wir nicht zu lassen! 

Ziel sei angeblich, den ganzen Komplex jetzt attraktiver und „zeitgemäßer“ zu gestalten: Antiquitäten gehören zu unserer Kultur und sind Teil unseres kulturellen Erbes und daher IMMER zeitgemäß! 

Als Journalistin habe ich über die Jahre viel Zeit in dem Markt verbracht. Dabei habe ich die Antiquitäten-Händlerinnen wie May Kähler und Karin Kuschel kennengelernt und viele Geschichten ausgetauscht. Darum hat es mich extrem getroffen, dass die Händler*innen zwangsgeräumt worden sind. Fast 30 Antikhändler*innen haben damals hier ihre Ware angeboten. Karin Kuschel verkaufte dort schon seit 1982 vor allem Silber, Lampen und Glas. Die Händlerin May Kähler half hier schon als Kind ihren Eltern beim Verkaufen. 

Lasst uns diesen zauberhaften Ort retten und dafür kämpfen, dass kleine individuelle Geschäfte noch eine Überlebenschance in Hamburg haben. Wollen wir wirklich in einer Welt leben, in der das Einkaufserlebnis nur noch von großen Ketten bestimmt wird? 

Nein danke! Bitte kämpft mit mir und unterschreibt und teilt diese Petition mit Freunden und Familie!

Vielen Dank,

Bianca