Pauschale Kita-Schließungen stoppen

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Der Plan des Berliner Senats alle Kitas bis zum 1. August 2020 zu schließen und nur eine Notbetreuung anzubieten, muss überdacht werden. Statt pauschaler Schließungen, bedarf es intelligenter Lösungen, welche Infektionsschutz und Kinderrechte berücksichtigen. Beispielsweise könnten Kitas in Kleingruppen zu je fünf Kindern aufgeteilt werden, die dann an unterschiedlichen Tagen oder zu unterschiedlichen Uhrzeiten betreut werden. So könnte zumindest eine teilweise Betreuung sichergestellt werden.

Erzieherinnen und Erzieher solcher Kleingruppen könnten sich durch partikelfiltrierende Schutzmasken (FFP2 oder FFP3; laut der Universität der Bundeswehr München lassen sich aus Staubsauerbeuteln entsprechende Behelfsmasken bauen) sowie entsprechender Handhygiene schützen. Nachdem eine Kleingruppe die Kita besucht hat, sollte in den Räumlichkeiten eine entsprechende Flächendesinfektion stattfinden.

Argumente für eine teilweise Wiedereröffnung von Kitas

  • Kita-Kinder sind durch die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) laut der WHO wahrscheinlich deutlich weniger gefährdet, als der Rest der Bevölkerung.
  • Womöglich tragen Kinder kaum zur Corona-Welle bei. Zu diesem Ergebnis kommen großangelegte Tests in Island (siehe HIER , HIER und Artikel bei ntv ).
  • Laut MDR lassen „WHO Daten annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken, Erwachsene sich dagegen möglicherweise kaum bei Kindern.“
  • Durch die pauschale Schließung von Kitas werden Familien und Kinder unverhältnismäßig stark belastet.
  • Kinder haben ein Recht auf frühkindliche Förderung und Bildung.
  • Wenn Kitas für mehrere Monate komplett schließen, müssen viele kleine Kinder danach neu eingewöhnt werden, was sehr zeitaufwendig ist.
  • Pauschale Kita-Schließungen sind eine Form der Frauendiskriminierung, da in Deutschland die meiste Care-Arbeit nach wie vor von Frauen geleistet wird.
  • Dänemark hat die Kitas auch wieder geöffnet.Dies zeigt, dass es viele Wege gibt mit der Pandemie umzugehen.
  • Homeoffice und die gleichzeitige Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren sind nicht vereinbar!

Autor der Petition: Ferdinand Hammer