Kein zusätzlicher dauerhafter Flüchtlingsstandort in Heckeshorn

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Wir sprechen uns vehement gegen die nun erkennbar werdenden und gegen jeden gesunden Menschenverstand laufenden Planungen aus, ein naturzerstörendes Großprojekt gewissermaßen mit der Brechstange durchzusetzen und sogar 800 - 1.000 Flüchtlinge und weitere Wohnungslose zusätzlich und dauerhaft in den eigentlich intakten Klinikgebäuden in Heckeshorn unterzubringen.

Wir sind der Auffassung, dass es sowohl für die Anwohnerinnen und Anwohner als auch für die Flüchtlinge inakzeptabel ist, eine solch große Anzahl in völliger Abgeschiedenheit und ohne entsprechende (Anbindugs-)Infrastruktur, d.h. ohne jede Chance auf Integration und Teilhabe am Stadtleben, unterzubringen.

Wir lehnen eine dauerhafte Nutzung der Bestandsgebäude auf dem Gelände der ehemaligen Lungenklinik zur isolierten Unterbringung von weiteren Flüchtlingen und Obdachlosen in großer Zahl ab. Schon heute bietet Wannsee unzähligen Menschen Unterkunft und Hilfe: z.B. in der Psychotherapie-Einrichtung, mit der Kältehilfe-Unterkunft, mit einer Entzugsklinik und übrigens bereits auch in einer notbelegten Erstaufnahmeeinrichtung für Kriegsflüchtlinge mit über 200 Plätzen.

Stattdessen fordern wir den Senat auf:
- sich seiner städtebaulichen Verantwortung auch für die Kieze bewusst zu werden und nur kleine Standorte mit einer echten Chance zur Integration einzurichten sowie eine frühzeitige Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner und ihrer Vorschläge zu gewährleisten;
- auch für die Weiterentwicklung des Standortes „Zum Heckeshorn“ fordern wir eine echte Bürgerbeteiligung und keine Bevormundung der Bezirke durch den Senat. Wir fordern echte Mitsprache für sinnvolle Lösungen!

Es kann nicht sein, dass der Senat von Berlin knapp 13 Millionen Euro dafür ausgibt, eigentlich vollkommen intakte Gebäude zu objektiv nicht notwendigen Zwecken umzubauen. Derzeit sind allein in Berlin Steglitz-Zehlendorf über die Hälfte der Plätze für Migranten frei und der Zuzug verlangsamt sich. Warum also weitere Unterkünfte bauen. Wir fordern, diese Millionen an Steuergeldern nicht einfach dumm zu versenken.

Wir wollen eine behutsame Weiterentwicklung des Gesamtareals zu einem dezentralen Gesundheitsstandort unter Berücksichtigung der Gegebenheiten (Denkmalschutz und Naturschutz), mit Infrastruktureinrichtungen, die der gesamten in der Nachbarschaft ansässigen Bevölkerung nutzen.
Aufgrund der weitgehend intakten Klinikgebäude auf dem Areal und Nähe zur Natur ist die Nutzung durch Einrichtungen des Gesundheitswesens eindeutig vorzuziehen!

Deshalb darf bis zur abschließenden Prüfung weder die vorhandene wertvolle Gebäude- und Infrastruktur zerstört werden noch dürfen Maßnahmen ohne die notwendige bezirkliche Beteiligung ergriffen werden.