Forderung nach Erhöhung der Fehlversuche in Prüfungen an der Universität Koblenz-Landau

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Der unerwartete Ausbruch der Corona-Pandemie brachte Veränderungen in allen Lebensbereichen mit sich. So auch in Studium und Lehre an den Universitäten.
Im Sommersemester 2020 wurden Lehrende und Studierende vor die Herausforderung der digitalen Lehre gestellt. Während des Semesters und der anschließenden Prüfungsphase zeigten sich deutliche Differenzen zwischen den gelernten/ vermittelten Inhalten und den Anforderungen der Prüfungen. Besonders erschwert wurden die Prüfungsvorbereitungen bspw. durch den Mehraufwand, den digitale Lehrformate verlangten, ungeeignete Lernumgebungen und unterschiedliche technische Ausstattungen der Studierenden. Außerdem wurden viele Prüfungen aus dem Wintersemester 19/20 in die Vorlesungs- und Prüfungszeit des Sommersemesters 2020 verschoben. Diese Kumulation von Prüfungen erforderte parallele Vorbereitungen, die in regulären Semestern so nicht erforderlich sind.
Viele Studierende sind einer Mehrfachbelastung ausgesetzt, bspw. da sie einen erhöhten Betreuungs- oder Pflegeaufwand von Familienangehörigen zu bewältigen haben/hatten.
Die Lern- und Arbeitsräume der Universitäten standen nicht wie in anderen Semestern zur Verfügung, wodurch viele Studierende keine passenden Umgebungen für ihre Prüfungsvorbereitung hatten. 

All diese Umstände führen/ führten dazu, dass Studierende sich nicht ausreichend auf ihre Prüfungen vorbereiten konnten. Die daraus entstehenden Konsequenzen sind entweder ein Nicht-Antreten der Prüfungen, was zu Verzögerungen im Studiumsverlauf führen kann oder ein Nicht-Bestehen der Prüfungen was im schlimmsten Fall die Exmatrikulation von Studierenden mit sich führt. Insgesamt brachte und bringt dieses Semester eine psychische Belastung der Studierenden mit sich, welche durch eine Erhöhung der Fehlversuche in Prüfungen zumindest in Teilen gelindert würde. 

Die Herausforderungen und der Mehraufwand, vor denen auch die Lehrenden in diesem Semester standen, soll anerkannt werden und die Schuld für die oben genannten Umstände keinesfalls bei den Lehrenden gesucht werden. Vielmehr soll der mehrfach versprochene Nachteilsausgleich für die Studierenden umgesetzt werden und damit allen Statusgruppen der Universität ein Teil des Drucks genommen werden. 

Aus diesem Grund fordern der AStA Landau und der AStA Koblenz gemeinsam mit den studentischen Senator*innen aus Landau und Koblenz, sowie das Studierendenparlament Landau (Beschluss vom 31.08.) den Senat der Universität Koblenz-Landau auf, eine Regelung zu treffen, die es ermöglicht die Fehlversuche in schriftlichen Klausuren und mündlichen Prüfungen (die im Sommersemester 2020 abgelegt wurden oder auf Grund der Pandemie in dieses verschoben wurden) zu erhöhen. Damit wäre die Universität Koblenz-Landau nach der JGU Mainz die zweite Universität in Rheinland-Pfalz, die eine solche Regelung trifft und ein notwendiges Zeichen auch in Richtung Bundes- und Landespolitik richtet. Denn mit einem solchen Beschluss, gleichen wir aus, was die Politik uns versprach: Es wird kein Nachteil für Studierende geben. Niemand soll wegen der Pandemie das Studium abbrechen müssen.

Diese Petition richtet sich an die Mitglieder der Universität, die sich der Forderung nach der Erhöhung der Versuchsregelung anschließen möchten. Unterschreibt, wenn ihr mit uns gemeinsam den Mitgliedern des Senats die Betonung der Notwendigkeit und Dringlichkeit dieses Anliegens mitteilen wollt.

Danke für eure Unterstützung! Gemeinsam sind wir stark! #FuerDruck #Solidarsemester