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Eine Stimme für Wallace! Gegen das Elend und willkürliche Töten omanischer Straßenhunde...

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Eine Stimme für Wallace

Stoppt das Hundeelend im Oman

 Jedes Jahr werden im Oman hunderte Hunde und Katzen von Teilen der Bevölkerung und auch von den örtlichen Polizeibehörden willkürlich vergiftet, verprügelt, gequält oder auch er- bzw. angeschossen und ihrem Schicksal überlassen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um herrenlose- oder von ihren Besitzern geliebte Tiere handelt. Ermöglicht wird dieser Zustand durch eine fehlende Gesetzgebung, wie sie bei uns in Deutschland, als auch in vielen anderen Ländern der Welt bereits zu finden sind.

Bitte unterzeichnet die Petition und teilt diesen Beitrag großflächig und helft somit dabei, denen eine Stimme zu geben, die nicht gehört werden und dem Elend ein Gesicht zu geben, vor dem so viele Menschen ihre Augen verschließen. Nur durch Aufklärung der Bevölkerung, Unterstützung der unermüdlich für den Tierschutz vor Ort kämpfenden Organisationen, groß angelegte Kastrationsaktionen und nicht zuletzt durch eine entsprechende Änderung bzw. Verabschiedung eines Gesetzes, der die vielen Hunde und Katzen schützt kann eine Veränderung erreicht werden.

Bitte helft uns dabei…

 

Ich bin Wallace,

am 04.12.2016 veränderte sich mein Leben für immer.

Als einer der vielen auf den Straßen von Muscat lebenden Hunde, weiß ich wie man sich durchbeißen muss und auch wie man kämpft; um Futter, um einen Schlafplatz, um Aufmerksamkeit und um Liebe und Zuneigung. Aber auf das, was mir an diesem Tag wiederfuhr, war ich absolut nicht vorbereitet. Es traf mich wie ein Blitz, wie ein Biss eines großen Hundes in meine Schulter. Es durchschmetterte meinen Körper und für einen Moment war der Schmerz so unerträglich, dass ich  nicht einmal in der Lage war zu atmen. Doch es war kein Blitz und auch nicht der Biss eines Artgenossen, der mein Leben an diesem Tag für immer verändern sollte. Es kam von weiter weg, es kam von den beiden Polizisten am Rande des Fischmarktes; des Platzes an dem ich mich immer so wohl gefühlt habe. Ich habe doch niemals jemandem etwas getan. Ich war doch immer brav. Gut, vielleicht habe ich mal gebellt, oder versehentlich jemanden angeknurrt, aber doch nur weil ich irgendwie Angst vor Menschen hatte und versucht habe Abstand zu halten. Dennoch war ich neugierig und freute mich über den Fisch den man mir gab und auch über ein nettes Wort oder ein Lächeln.

Der Schmerz, der eindringenden Kugel durchzog meinen ganzen Körper. Noch bevor ich wieder zu mir kam standen sie hinter mir und schlugen auf mich ein. Ich verstand nicht was mit mir geschah. Ich habe doch nie jemandem etwas getan…

Wie benommen rannte ich, getrieben vom Schmerz und meiner Angst…

Ich rannte so weit wie ich nur konnte. Ich schaffte es bis auf die Straße, bevor meine Pfoten und Hinterläufe nachgaben und mir nicht mehr gehorchten. Ich kämpfte, ich weinte, ich schrie…

Ich schrie um mein Leben, das einzige was ich noch hatte, doch niemand beachtete mich. Mein Leben war nicht mehr wert, als die weiße Plastiktüte, die an mir vorbeiwehte. Die Zeit verging. Ich weiss nicht wie lange ich da lag und um Hilfe und Aufmerksamkeit schrie. Ich konnte mich nicht bewegen. Mit aller Kraft versuchte ich mich auf den Bürgersteig zu ziehen, doch er war zu hoch. Ich sah die vielen Autos, die an mir vorbeifuhren, ohne mich zu beachten, mir lediglich nur auswichen. So viele Menschen gingen an mir vorbei. In ihren Augen und ihren Blicken konnte ich alles sehen: Ekel, Wut, Abscheu, Gleichgültigkeit und wahrlich, ich glaube bei ein paar wenigen erblickte ich sogar Mitleid, aber niemand gab mir Hoffnung. Sie gingen einfach an mir vorbei. Mein Körper schmerzte und die Sonne brannte unerbittlich auf meinen Kopf, meinen Bauch und meine Pfoten. Immer wieder versuchte ich die glühend heiße Straße zu verlassen und mich in den Schatten zu schleppen, aber jede Bewegung schmerzte und so schrie ich, ich schrie ohne es zu wollen. Ich spürte noch immer bei jeder Bewegung wie eine Flüssigkeit aus meiner Wunde über mein Fell lief, nicht mehr so stark, aber dennoch ohne Unterbrechung. Ich merkte wie ich immer schwächer wurde. Dennoch schrie ich so laut ich nur konnte… und dieser Durst, dieser unbeschreibliche Durst. Ich blickte in den Himmel und die gleißende Sonne, flehend erhoffte ich nur noch etwas Schatten, als mein Blick auf eine Frau und einen Mann fiel, die auf mich zuzulaufen schienen. Die Frau lief immer schneller und änderte auch nicht die Richtung. Konnte es sein das sie tatsächlich zu mir liefen?

Die Frau kniete sich zu mir nieder und auch der Mann blieb neben mir stehen. Auch in ihren Augen und ihren Gesichtern konnte ich vieles erkennen. Angst, Verzweiflung, Hilflosigkeit aber auch Mitleid und Mitgefühl. Hoffnung stieg in mir auf. Nicht viel, aber sie war da. Würden mir die beiden tatsächlich helfen? Ich sah die Frau an, sie blickte zurück. Sie sprach mit mir, ihre Worte konnte ich nicht verstehen, aber sie beruhigten mich. Ein weiterer Mann kam dazu, auch ihm schien ich nicht gleichgültig zu sein. Ich hatte ihn schon öfter gesehen. Sie sprachen miteinander, in einer Sprache die ich nicht verstand aber das war mir egal. Ich war nicht mehr allein. Sie gaben mir Wasser und wuschen meine Wunde. Vor Schmerz begann ich erneut zu schreien. Doch plötzlich schien es nicht mehr allen egal zu sein, denn immer mehr Menschen kamen herbei und standen um mich herum. Sie versuchten mich von der Straße zu heben und mich in den Schatten zu bringen, aber der Schmerz war so unfassbar groß. Aus Verzweiflung biss ich um mich, ich bekam Angst, ich versuchte zu fliehen, alle sprachen durcheinander. Jede Bewegung traf mich wie ein Blitzschlag und wieder weinte ich, ich weinte aus ganzem Herzen und Leibeskräften. Verzweifelt blickte ich mich um und sah die Frau. Sie weinte mit mir, oder vielleicht sogar um mich? Ich schien plötzlich etwas wert zu sein. Von diesem Moment an schaute ich nur noch in die Augen der Frau und der beiden Männer, die mir wieder Hoffnung gegeben hatten. Sie brachten mir immer wieder Wasser und kühlten mich mit nassen Handtüchern, doch ich konnte mich nicht bewegen. Bei einem Versuch mich von der Straße zu heben biss ich vor lauter Schmerz sogar in den Bordstein. Noch immer konnte ich nicht begreifen was eigentlich passiert war, doch das schien mir nicht mehr wichtig. Meine Situation schien ausweglos.  Ich wollte mich einfach nur noch ausruhen und schlafen.

Plötzlich teilte sich die Menge und eine große Frau stand über mir. Sie machte mir keine Angst, sondern auch sie gab mir Hoffnung. Danach ging alles blitzschnell,  ein- zweimal tat es noch weh, dann trug man mich in ein Auto. Es war kühl und ich lag auf weichen Decken. Ich war so erschöpft. Ich schloss meine Augen und konnte mich endlich ausruhen.

 

Wallace kämpft aktuell im Oman noch immer um sein Leben. Durch das Engagement zweier Touristen und dem einzigen in Muscat ansässigen Tierschutzverein OmaniPaws wird er medizinisch versorgt. Aufgrund des mangelnden Interesses von Seiten des Staates und der Allgemeinbevölkerung, werden tierärztliche Praxen und Tierschutzvereine privat betrieben und über Spendengelder oder Eigenkapital finanziert.

Die Geschichte von Wallace steht dabei stellvertretend für hunderte Tiere und ihre Schicksale im Oman, die nicht gehört werden und die Tiere somit der Willkür und Gleichgültigkeit ausgesetzt sind.

 Wir möchten den Tieren des Oman und den vielen freiwilligen Helfern der örtlichen Tierschutzeinrichtungen mit dieser Petition eine Stimme geben und sie bei ihrer Arbeit unterstützen und die Verabschiedung eines Gesetzes erreichen, das die Tiere im Oman schützt und ihre Rechte als Lebewesen sichert. Ferner möchten wir das Sultanat am persischen Golf dazu anhalten den örtlichen Tierschutz zu subventionieren und somit das Leid der Tiere durch gezielte Kastrationsaktionen, Impfungen und gesellschaftliche Aufklärung zu minimieren.

 

Helft uns dabei den Tieren vielen Hunden und Katzen eine Stimme zu geben und sie nicht mehr vor Leid schreien müssen um von uns gehört zu werden.

 

Petitionstext:

 

Eure Exzellenz Herr Khalid Sulaiman ‘Abdul Rahman Ba Omar,

wir wenden uns mit unserem Anliegen an sie, als Repräsentant ihres Heimatlandes.

Wir fordern eine staatliche Subventionierung und gesetzliche Regelung, die es den Tierschutzeinrichtungen ermöglicht bei ihrer Arbeit von staatlicher Seite finanziell unterstützt werden zu können. Darüber hinaus hoffen wir auf ihre Bemühungen den Tierschutz in ihrem Heimatland einzuführen und den Tieren ein respektvolles und angstfreies Leben zu ermöglichen und dieses Recht gesetzlich zu verankern. Das Problem herumstreunender Hunde muss im 21 Jahrhundert anders gelöst werden, als die Tiere zu vergiften, zu erschlagen oder zum Zeitvertreib oder zur Belustigung an- bzw. zu erschießen. Eine staatliche Beteiligung an tierschutzrechtlichen Bemühungen bringt zudem viele Vorteile. Durch staatlich bezuschusste Kastrationsaktionen und Massenimpfungen, können Krankheiten bekämpft bzw. eingedämmt werden und somit eine mögliche Übertragung auf den Menschen verhindert werden ( bsp. Tollwut).

Tierschutz ist ein großes Thema in Deutschland, Europa und auch in Übersee. In Neuseeland und Australien wurden beispielsweise Gesetze verabschiedet, die Tiere als Lebewesen sehen und nicht nur als Gegenstand, sodass mutwillige Verletzungen eines Tieres nicht länger unter den Tatbestand der Sachbeschädigung fallen, sondern ähnlich geahndet werden wie Gewaltverbrechen gegenüber Menschen. Dies ist eine sehr vorbildliche und zukunftsweisende Denkweise, die wir uns auch für ihr wunderschönes, touristisch immer mehr an Bedeutung gewinnendes Land  wünschen.

Bitte bedenken sie daher auch die negativen Auswirkungen eines möglichen Imageschadens ihres Landes und finanzielle Einbußen aus touristischer Perspektive, wenn Omanreisende aus Deutschland, Europa oder auch weltweit, auch weiterhin mit dem Bild angeschossener Hunde oder dahinvegetierender Katzen konfrontiert sind.

Bitte setzen sie sich für eine Verbesserung der örtlichen Bedingungen zum Thema Tierschutz im Oman ein und helfen sie uns somit das unnötige Leiden der Tiere in ihrem Land zu beenden.

 

Hochachtungsvoll

 



Heute: Nina verlässt sich auf Sie

Nina Schönrock benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Seine Exzellenz Herr Khalid Sulaiman ‘Abdul Rahman Ba Omar: Eine Stimme für Wallace! Gegen das Elend und willkürliche Töten omanischer Straßenhunde...”. Jetzt machen Sie Nina und 4.246 Unterstützer/innen mit.