Schutz und Bleiberecht für türkischen Regimekritiker Adil Yigit

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Deutschland muss ein sicherer Hafen sein und bleiben und deshalb fordern wir ein Schutz - und Bleiberecht für Adil Yigit!

Was ist unsere Demokratie noch wert, wenn unter scheinheiligen Gründen ein Regimekritiker des türkischen Regierungschefs Erdogan nach 36 Jahren in Deutschland nun ausgewiesen werden soll.

Es ist absehbar, das Deutschland Adil Yigit in den Tod schickt! 

Ein Journalist demonstriert Ende September bei der Pressekonferenz von Kanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Erdogan für Pressefreiheit. Der Mann wird abgeführt. Nun hat Deutschland seine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert.

Deutschland weist zu Ende Januar den türkischen Regierungskritiker und Journalisten Adil Yigit aus. "Am Freitag habe er den Bescheid bekommen", sagte Yigit (60) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Er führt die Entscheidung auf seine prominente Protestaktion während einer Pressekonferenz des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt Ende September zurück. Damals trug der in Hamburg lebende Journalist ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Gazetecilere Özgürlük - Freiheit für Journalisten in der Türkei".

Als es zu Unruhe kam, griffen deutsche Sicherheitskräfte ein und brachten Yigit aus dem Saal.

Erdogan lächelte bei dieser Aktion nur süffisant und wusste offenbar in diesem Augenblick schon, welche Knöpfe er drehen muss?

Yigits Aktion soll menschenrechtsverletzende Konsequenzen haben! "Das hängt zusammen, anders kann es gar nicht sein", sagte Yigit, der nach eigenen Angaben seit 36 Jahren in Deutschland lebt. Schon im vergangenen Jahr lag bereits einmal ein entsprechender Bescheid vor. Aber der Chef der Hamburger Ausländerbehörde habe ihm versprochen, "man werde schon eine Lösung finden." "Nun werde nur einen Monat nach seiner Protestaktion im Kanzleramt die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt", sagte Yigit. Er müsse jetzt bis 22. Januar 2019 das Land verlassen haben oder er werde abgeschoben.

Zuerst hatte die taz über die Ausweisung berichtet. Yigit schreibt für sie als Kolumnist. In dem Artikel heißt es, als Gründe für die Ausweisung gebe die Behörde an, dass er nicht erwerbstätig sei und nicht bei seinen Kindern lebe.

Das diese Begründung der Behörde an den Haaren herbeigezogen ist, erkennt man allein schon an der Tasache, dass man als Kolumnist natürlich in der Regel auch bezahlt wird. Da er offenbar auch nicht von "Sozialleistungen" lebt, muss ein Erwerbseinkommen vorliegen. 

Noch verrückter ist aber die Begründung, dass er nicht bei seinen Kindern lebt denn: Welcher Vater lebt denn bei seinen erwachsenen Kindern und seit wann ist das ein Kriterium für familiäre Bindungen?

Gilt jetzt für alle in Deutschland lebenden Eltern, dass sie bei ihren Kindern leben müssen?

Yigit gibt in Deutschland die regierungskritische Onlinezeitung Avrupa Postasi heraus. "Natürlich fürchte ich mich, wenn ich abgeschoben werde", sagte er. "In der Türkei werden Journalisten zum Schweigen gebracht". Nach dem Putschversuch von 2016 hat die türkische Regierung Zehntausende angebliche Staatsfeinde, darunter Journalisten, Akademiker und Menschenrechtler, festnehmen lassen und viele Medienhäuser geschlossen oder auf Regierungslinie gebracht.

An alle demokratischen Politiker des deutschen Bundestages

"schützen sie unsere Demokratie und machen sie sich nicht zum Handlanger eines Despoten, schützen sie das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit".

Wer nahezu 4 Jahrzehnte in Deutschland lebt, ist hier fest verwurzelt! Deutschland darf nicht zulassen, dass bisher unbescholtene Menschen zu "Tauschobjekten" nationaler Interessen werden. Jeder hat einen Anspruch auf Schutz durch die Gemeinschaft, und wenn man zulässt, dass von diesen Werten abgewichen wird - dann gibt man die eigene Rechtsstaatlichkeit und Demokratie auf.

Schützen sie den Regimekritiker Adil Yigit vor der Strafverfolgung / Todesstrafe in der Türkei und gewähren sie ihm ein uneingeschränktes Bleiberecht!

Schützen sie unsere christlich - demokratischen Grundwerte!

Perry Feth



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