Schließung der Schulen während der zweiten Corona-Welle

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Sehr geehrte Frau Gebauer,

Ich kann nachvollziehen, dass die Schließung der Schulen verheerende Folgen für Bildung und Wirtschaft haben kann. Doch die Situation ist im Moment extrem. Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus steigen rasant, der Winter und die Kälte naht. Und es wird ja dementsprechend reagiert, Restaurants, Bars, Diskotheken und Fitnessstudios wurden geschlossen, die Kontakte werden auf einen Haushalt beschränkt, Maßnahmen werden ergriffen. Doch die Schule wird absolut zurückgelassen. Ich persönlich gehe auf die Janusz-Korczak-Gesamtschule in Gütersloh. Auf diese Schule gehen jeden Tag ca. 1.500 Schüler. Davon fährt ein großer Teil mit dem Bus. Trotz eingesetzten Zusatzbussen kann in KEINEM dieser Busse der Mindestabstand eingehalten werden. Es wird sich dicht an dicht gedrängt, oft sind die Fenster, die geöffnet sein sollten, verriegelt. Dann kommen Schüler dazu, die die Maskenpflicht nicht beachten, die den Mundschutz nicht gemäß des Hygienekonzepts waschen oder einen Einmalmundschutz mehrere Wochen lang tragen. Wenn es dann in die Schulen aus den Bussen raus geht, wird es aber nicht besser. Ich gehe in die Oberstufe, wir haben jeden Tag bis zu 7 Kurse. In den Kursen sitzen mindestens 20 SchülerInnen aus verschiedenen Haushalten - das mal 7 genommen sind 140 potentielle Haushalte, denen wir jeden Tag begegnen. Finden Sie es vernünftig, Kontakte in der Öffentlichkeit auf einen Haushalt zu beschränken, Schüler aber jeden Tag über 100 Haushalten begegnen zu lassen? Finden Sie es vernünftig, Schüler bei Minustemperaturen mit Maske und Stoßlüften in einem kalten Raum sitzen zu lassen? Finden Sie es vernünftig, den Schülern aller Jahrgangsstufen zu vertrauen und davon auszugehen, dass sich alle permanent an die Hygieneregeln halten? Wir reden hier auch von Kindern im Alter von 6-12, welche sich ihrer Verantwortung kaum bewusst sind und oftmals auch die Gründe der Hygieneregeln nicht nachvollziehen können; oder von Jugendlichen, für die es sowieso schon häufig schwierig ist, Verständnis für die meisten, ihnen noch unverständlichen Regeln, hervorzubringen. Finden Sie all das vernünftig und nötig? Wir nicht. In der Oberstufe ist bereits eine gewisse Disziplin und Eigenständigkeit gegeben, welche ein Homeschooling möglich machen würde. Wir bitten Sie daher, die Schüler der Oberstufe nach Hause zu schicken und Homeschooling absolvieren zu lassen. Die Schüler der jüngeren Klassen sollten in Intervallen zur Schule geschickt werden, da diese noch nicht so eigenverantwortlich wie die älteren Klassen/Kurse lernen können. Wir bitten Sie, übernehmen Sie als unsere Kultusministerin Verantwortung in diesen Zeiten, auch für die Schüler.

Mit freundlichen Grüßen, 

Ida Wingerath

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