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Petitioning Bayerischer Ministerpräsident: Horst Lorenz Seehofer
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Bayerischer Ministerpräsident: Horst Lorenz Seehofer

Schulgeldbefreiung auch für Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger!

Studieren im Freistaat Bayern ist ab Herbst wieder ohne Studiengebühren möglich. Das weiß inzwischen jeder. Angehende Erzieher und Altenpfleger werden ebenfalls vom Schulgeld befreit. Das wissen nur unmittelbar Betroffene und Insider im Bereich der sozialen Berufe. Dass man die bayerischen Heilerziehungspfleger vergessen hat, weiß kaum jemand.  

Doch was sind Heilerziehungspfleger?

Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderungen sowie psychisch erkrankte Menschen in ihrem Alltag, indem wir sie von Assistenz bis hin zur „Rundum-Betreuung“ unterstützen. Eine wichtige Aufgabe ist es, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält sich vollständig und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Aber wie kann es umgesetzt werden, wenn die Ausbildung der Fachkräfte für den Bereich „Menschen mit Behinderung“ nicht gefördert bzw. unterstützt wird? 

Wir sind Eva Herrmann, Sabrina Seubert und Bea Spielvogel, Schülerinnen der Dr.-Maria-Probst-Schule in Würzburg, die eine der größten Ausbildungsstätten für Heilerziehungspfleger in Bayern ist.

Heilerziehungspfleger sind für die Behindertenhilfe DIE SPEZIALISTEN. Sie absolvieren eine umfassende Ausbildung, die auch medizinisches und psychiatrisches Fachwissen beinhaltet. Dieser Aspekt wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, da durch den steigenden Leistungsdruck in der Gesellschaft die Zahl der psychischen Erkrankungen zunimmt.

Für den sozialen Bereich, insbesondere für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung, wäre es eine Katastrophe, wenn die Zahl der auszubildenden Heilerziehungspfleger/innen abnimmt, da jetzt schon ein Mangel an qualifizierten Fachkräften besteht.

Wenn wir nicht auch vom Schulgeld beferit werden, würde das jeden einzelnen Schüler 4500 € kosten. 

Warum sollte ein junger Mensch in Zukunft diese Ausbildung wählen, wenn es vom Inhalt ähnliche und gleich lang andauernde Ausbildungsmöglichkeiten z.B. Erzieher/Altenpfleger kostenfrei angeboten werden?

Herr Seehofer, keine Benachteilung von Menschen mit Behinderung, Schulgeldbefreiung auch für den Ausbildungsberuf Heilerziehung!


Letter to
Bayerischer Ministerpräsident: Horst Lorenz Seehofer
Am 23.02.13 wurde von der Koalition (CSU+FDP) beschlossen, dass die Studiengebühren zum 01.09.13 abgeschafft werden. Gleichzeitig ist ein Pflegebonus vorgesehen, d.h. dass Schulgeldersatz bei Altenpflegeschulen, Kinderpflegeschulen sowie Fachakademien für Erzieher gezahlt werden soll, was ein sehr positives Vorhaben ist. Hierbei wurde eine wichtige Berufsgruppe, die „Heilerziehungspfleger“ nicht genannt.

Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderungen sowie psychisch erkrankte Menschen in ihrem Alltag, indem sie sie von Assistenz bis hin zur „Rundum-Betreuung“ unterstützen. Eine wichtige Aufgabe ist es, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält sich vollständig und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Inklusion und Teilhabe am Leben sind in der Gesellschaft fest verankert. Aber wie kann es umgesetzt werden, wenn die Ausbildung der Fachkräfte für den Bereich „Menschen mit Behinderung“ nicht gefördert bzw. unterstützt wird?

Heilerziehungspfleger sind für die Behindertenhilfe DIE SPEZIALISTEN. Sie absolvieren eine umfassende Ausbildung, die auch medizinisches und psychiatrisches Fachwissen beinhaltet. Dieser Aspekt wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, da durch den steigenden Leistungsdruck in der Gesellschaft die Zahl der psychischen Erkrankungen zunimmt.

Für den sozialen Bereich, insbesondere für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung, wäre es aus den genannten Gründen eine Katastrophe, wenn die Zahl der auszubildenden Heilerziehungspfleger/innen abnimmt, da jetzt schon ein Mangel an qualifizierten Fachkräften besteht. Diese Möglichkeit ist gar nicht so unwahrscheinlich, da der nicht mehr vorhandene Zivildienst das Interesse vieler junger Erwachsener an diesem Beruf geweckt hat. Wir befürchten zudem, dass diese Ausbildung kaum gewählt werden wird, wenn es vom Inhalt ähnliche und gleich lang andauernde Ausbildungsmöglichkeiten z.B. Erzieher gibt die kostenfrei sind. Das würde ein Ersparnis von rund 4500€ für jeden einzelnen Schüler bedeuten.