Petition Closed

Innerhalb eines Jahres wurden im Bayerischen Wald zwei gewilderte Luchse gefunden, der eine vergiftet, der andere erschossen. Im ersten Fall wurden die Ermittlungen ergebnislos von der Polizei abgebrochen, im anderen tappt sie ebenfalls im Dunkeln. Da die Polizei stark in der örtlichen Jagdszene verwurzelt ist, ist auch im zweiten Fall mit keiner Aufklärung zu rechnen.

Damit muss Schluss sein, denn die beiden gefundenen Luchse sind nur die oberste Spitze des Eisberges der Wilderei von geschützten Tierarten in Bayern bzw. Deutschland!

So verbreitet sich beispielsweise der Luchs trotz bester Habitatsvoraussetzungen im Bayerischen Wald seit Jahrzehnten nicht über die Nationalparkgrenzen hinaus.

Meine Forderungen lauten deshalb:

- Professionelle Verfolgung von Umweltdelikten durch speziell ausgebildete Sondereinheiten und nicht durch die örtliche Polizei
- Wechsel der Zuständigkeit von der örtlichen Polizeibehörde zu dem jeweiligen Landeskriminalamt
- Schärfere Bestrafung bei Überführung des Täters (u.a. lebenslanger Entzug des Jagdscheins)
- Unterstützung einer aktiven Wiederansiedlung des Luchses in geeigneten Habitaten
- Langfristig: Jagdverbot in Gebieten, in denen Großraubwild wie Luchs und Wolf sich wieder ansiedeln

Wenn nicht bald etwas unternommen wird, ist für den Luchs ein ähnliches Schicksal wie beim österreichischen Bärenbestand zu befürchten, der mittlerweile wieder nahezu erloschen ist.

Hier weitere Informationen:

http://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/schaalsee/vergiftete-seeadler/

http://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/detailansicht.htm?tid=24128

http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/tid-31939/schiessen-schaufeln-schweigen-wie-wilderer-in-deutschlands-waeldern-auf-der-pirsch-tiere-quaelen-und-toeten_aid_1020255.html

http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1083970/Oesterreich-Wilderer-auf-Baerenjagd.html

Letter to
Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit Bayer. Umweltminister, Dr. Marcel Huber
Bayer. Staatsministerium des Innern Bayer. Innenminister, Joachim Herrmann
Max-Planck-Str. 1, 81627 München Bayerischer Landtag - Petitionsausschuss
Schluss mit der Wilderei von geschützten Tierarten in Bayern

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Marcel Huber,
sehr geehrter Herr Minister Herrmann,

Innerhalb eines Jahres wurden im Bayerischen Wald zwei gewilderte Luchse gefunden, der eine vergiftet, der andere erschossen. Im ersten Fall wurden die Ermittlungen ergebnislos von der Polizei abgebrochen, im anderen tappt sie ebenfalls im Dunkeln. Da die Polizei stark in der örtlichen Jagdszene verwurzelt ist, ist auch im zweiten Fall mit keiner Aufklärung zu rechnen.

Damit muss Schluss sein, denn die beiden gefundenen Luchse sind nur die oberste Spitze des Eisberges der Wilderei von geschützten Tierarten in Bayern bzw. Deutschland!

So verbreitet sich beispielsweise der Luchs trotz bester Habitatsvoraussetzungen im Bayerischen Wald seit Jahrzehnten nicht über die Nationalparkgrenzen hinaus.

Meine Forderungen lauten deshalb:

- Professionelle Verfolgung von Umweltdelikten durch speziell ausgebildete Sondereinheiten und nicht durch die örtliche Polizei
- Wechsel der Zuständigkeit von der örtlichen Polizeibehörde zu dem jeweiligen Landeskriminalamt
- Schärfere Bestrafung bei Überführung des Täters (u.a. lebenslanger Entzug des Jagdscheins)
- Unterstützung einer aktiven Wiederansiedlung des Luchses in geeigneten Habitaten
- Langfristig: Jagdverbot in Gebieten, in denen Großraubwild wie Luchs und Wolf sich wieder ansiedeln

Wenn nicht bald etwas unternommen wird, ist für den Luchs ein ähnliches Schicksal wie beim österreichischen Bärenbestand zu befürchten, der mittlerweile wieder nahezu erloschen ist.

Ich bitte um Unterstützung des Anliegens.