Petitioning Parlamente der Schweiz (Kanton Zürich und Bund)
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Parlamente der Schweiz (Kanton Zürich und Bund)

Schluss mit Behinderung von Wissenschaft und Forschung an der Uni Zürich!

SNF-FORSCHUNGSSKANDAL AN DER UNIVERSITÄT ZÜRICH

 

Das überparteiliche Komitee «Rechtsstaat & Wissenschaft» fordert: Schluss mit Behinderung von Wissenschaft und Forschung an der Universität Zürich !

 

Seit Januar 2009 - also seit bald 5 Jahren - verweigert die Universität Zürich dem als “Professor S.” bekannt gewordenen Arzt und Hochschullehrer seine Ergebnisse aus 10 Jahren international beachteter Nationalfonds-Forschung und behindert ihn hierdurch bei der Weiterführung seiner Forschung und Ausübung der Lehre.

Führungsverantwortliche der Universität Zürich (UZH), des Universitätsrats und der Zürcher Bildungsdirektion sind in den vergangenen vier Jahren für ihr krass rechtswidriges Verhalten von Gerichtsinstanzen, dem Schweizerischen Nationalfonds, Behörden und Politikern z. T. mehrfach und deutlich gerügt worden:

• Am 27. August 2009 stellte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) eine klare Verletzung des Nationalfonds-Rechts durch UZH-Angehörige fest und verfügte Sanktionen.

• Am 8. Juni 2010 verurteilte der Nationale Forschungsrat des SNF das Vorgehen von Führungsverantwortlichen der UZH und des Universitätsspitals Zürich (USZ) gegenüber dem Geschädigten. als schweres wissenschaftliches Fehlverhalten und stellte Plagiarismus fest. Er kam zum Schluss, dass durch die Rechtsverletzungen der wissenschaftlichen Karriere des Geschädigten massiver Schaden zugefügt worden ist, und erwähnte insbesondere das rechtswidrige Vorgehen des Leiters des Zentrums für klinische Forschung (ZKF) der UZH. In der Folge empfahl der SNF, den Leiter des ZKF zu ersetzen.

• Am 22. September 2010 stellte das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die Verletzung von Wissenschafts- und Forschungsfreiheit und von Urheberrechten des Geschädigten fest und sprach ihm eine symbolische Entschädigung zu.

• Im Dezember 2010 erfolgten zwei parlamentarische Vorstösse auf Bundesebene:

- Auf die Anfrage von 12 Mitgliedern des Nationalrats vom 7. Dezember 2010 bestätigte der Bundesrat die Verletzung der wissenschaftlichen Integrität durch UZH und USZ.

- Am 17. Dezember 2010 rügte Ständerat Luc Recordon die Verletzung der Wissenschaftsfreiheit und die Vernichtung von mit öffentlichen Geldern erhobener Forschung. . Am 17. März 2011 stellte Bundesrat Didier Burkhalter im Ständerat mögliche weitere Abklärungen in Aussicht, die bis heute nicht erfolgt sind.

• Am 9. Juli 2012 rügte eine Kommission des Zürcher Kantonsrates Fehlverhalten bei Führungsverantwortlichen von UZH, Universitätsrat und Bildungsdirektion des Kantons Zürich und empfahl Massnahmen zur Sicherstellung der Forschung an der Universität Zürich.

• Am 26. September 2013 wird im Rahmen einer parlarmentarischen Anfrage von Nationalrat Andreas Gross bekannt, dass gegen den Managing Direktor des "Zentrums für Klinische Forschung" der Universität Zürich und weitere Personen im Zusammenhang mit dem SNF-Forschungsskandal eine rechtskräftige Ermächtigung zur Strafverfolgung des Obergerichts Zürich vorliegt.

Die Universität Zürich, der Universitätsrat und die Zürcher Bildungsdirektion weigern sich, die gerichtlich, durch den SNF und aufsichtsrechtlich festgestellten Rechtsverletzungen und Verstösse anzuerkennen und blockieren weitere Abklärungen. Das überparteiliche Komitee «Rechtsstaat & Wissenschaft» fordert die sofortige Beendigung dieser unhaltbaren Zustände und verlangt von den Verantwortlichen  unverzüglich:

1. Die unabhängige und lückenlose Aufklärung der Rechtsverletzungen und des wissenschaftlichen Fehlverhaltens; Gesetzliche Massnahmen, die eine Wiederholung derartiger Vorfälle verhindern

2. Rehabilitierung des Geschädigten und eine finanzielle Wiedergutmachung des Schadens

3. Herausgabe aller Forschungsergebnisse an den Geschädigten zur Fortsetzung der Nationalfonds-Projekte

5. Dezember 2012 / Update Oktober 2013

Präsidium des überparteilichen Komitees  «Rechtsstaat & Wissenschaft»

Hans WIDMER (alt Nationalrat, Luzern)

Luc RECORDON (Ständerat und Rechtsanwalt, Lausanne)


Weitere Mitglieder des Komitees  «Rechtsstaat & Wissenschaft»


Hans-Peter AMREIN (Kantonsrat, Küsnacht)
Dimitri ASHKENAZY (Musiker, Basel)
Franco CAVALLI (alt-Nationalrat, Medizinprofessor, Bellinzona)
Oskar FREYSINGER (Nationalrat, Sion)
Andreas GROSS (Nationalrat Zürich)
Hans LUTZ (Veterinärmedizinprofessor, Zürich)
Louis SCHELBERT (Nationalrat, Luzern)
Barbara STEINEMANN (Kantonsrätin, Regensdorf)
Christian SAUTER (Medizinprofessor, Zürich)
Judith STOFER (Kantonsrätin, Zürich)
Jürg TRACHSEL (Kantonsrat und Rechtsanwalt, Richterswil)
Ueli VOGEL-ETIENNE (Rechtsanwalt und Mediator, Zürich)
Marion VÖLGER-WINSKY (Rechtsprofessorin, Winterthur)
Jean ZIEGLER (alt Nationalrat und Soziologieprofessor, Genf)

 

Webseite Komitee «Rechtsstaat & Wissenschaft»http://sapereaudehelvetia.com/

 

Neue Vorstösse zum Zürcher Forschungskandal im Schweizer Bundesparlament:

Forschungsskandal an der Universität Zürich: Strafverfolgungsermächtigung (September 2013)

Forschungsskandal an der Universität Zürich. Zerstörung von Forschungsergebnissen und Verletzung von Rechtsgrundlagen (September 2013)

Forschungsskandal an der Universität Zürich. Warum toleriert der Nationalfonds in Einzelfällen wissenschaftliches Fehlverhalten und Plagiarismus?" (September 2013)

Bundesrätliche Oberaufsicht über die Verwendung wissenschaftlicher Erkenntnise aus Nationalfondsprojekten (März 2013)

Plagiarismus in der Wissenschaft: Beschönigung und fehlende Sanktionierung durch die Forschungsorgane des Bundes (März 2013)

Verantwortung des Bundesrats im Falle des Foschungsskandals an der Uni Zürich (Dezember 2012)

 

Komitee «Rechtsstaat & Wissenschaft» auf Twitter: http://twitter.com/Helvetia_


Letter to
Parlamente der Schweiz (Kanton Zürich und Bund)
Schluss mit Behinderung von Wissenschaft und Forschung an der Uni Zürich!

Seit Januar 2009 - also seit über 4 Jahren - verweigert die Universität Zürich dem als “Professor S.” bekannt gewordenen Arzt und Hochschullehrer seine Ergebnisse aus 10 Jahren international beachteter Nationalfonds-Forschung und behindert ihn hierdurch bei der Weiterführung seiner Forschung und Ausübung der Lehre.

Die Universität Zürich, der Universitätsrat und die Zürcher Bildungsdirektion weigern sich, die vom Zürcher Verwaltungsgericht, durch den SNF und aufsichtsrechtlich festgestellten Verletzungen der Bundesverfassung und die rechtlichen und wissenschaftsethischen Verstösse anzuerkennen und blockieren weitere Abklärungen. Wir fordern die sofortige Beendigung dieser unhaltbaren Zustände und verlangen von den Verantwortlichen unverzüglich:

1. Die unabhängige und lückenlose Aufklärung der Rechtsverletzungen und des wissenschaftlichen Fehlverhaltens; Gesetzliche Massnahmen, die eine Wiederholung derartiger Vorfälle verhindern

2. Rehabilitierung des Geschädigten und eine finanzielle Wiedergutmachung des Schadens

3. Herausgabe aller Forschungsergebnisse an den Geschädigten zur Fortsetzung der Nationalfonds-Projekte