#saveourspaces – Rettet die Griessmuehle

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Alte große Fabrikhallen, skurrile bunte Holzhäuser und riesige Freiluft-Bereiche, in denen im Sommer bis zum Sonnenaufgang getanzt werden kann: Das ist, was wir an der Berliner Clubszene so lieben und was sie - und damit Berlin - so einzigartig macht. 

So bunt und verschieden die Clubs in Berlin sind, sie haben eines gemeinsam: Vielen droht die Schließung - sei es für den Bau einer neuen Autobahn, aufgrund steigender Mieten oder „Eigenbedarf”. Die Berliner Clubszene ist am Aussterben: Mit der angekündigten Schließung unseres Neuköllner Kulturstandorts Griessmuehle, spitzt sich das Unheil zu. 

Der aktuelle Mietvertrag endet am 31.01.2020 und wird vom Eigentümer des Geländes (die SIAG Property II GmbH) nicht weiter verlängert. Wenn wir jetzt nicht handeln, verschwindet damit noch ein weiteres Stück Berliner Club-Kultur!

Alle unsere Gesprächsversuche die S IMMO Germany GmbH (zuständiger Verwalter) oder die SIAG an einen Tisch zu bekommen sind bisher gescheitert. Der über acht Jahre aufgebaute Kulturstandort muss somit neuen Gewerbeeinheiten weichen. Weiterhin versuchen wir gemeinsam mit dem Bezirk, der Wirtschaftsförderung, der Clubcommission und dem Kultursenator die Eigentümer zu einem Gespräch zu bewegen, denn auch uns kann man auf Augenhöhe begegnen. Wir sind nicht nur ein Club: Mit Ping-Pong Abenden, Kinonächten und Trödelmärkten, geht ein Kiez-Treff für den Bezirk und die Menschen hier in Berlin-Neukölln verloren.

Daher lauten unsere konkreten Forderungen an die SIAG Property II GmbH und die S IMMO Germany GmbH: 

  • Kontaktaufnahme und Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Eigentümer und uns
  • Transparentes und faires Verkaufsverfahren – Berücksichtigung unserer Investoren
  • Verlängerung des Mietvertrags bis Baustart, bzw. bis es eine Alternative gibt

Vor vier Jahren kaufte die SIAG Property II GmbH das Grundstück Sonnenallee 221, um das Gelände neu zu entwickeln. Anschließend folgten befristete Mietverträge im Abstand von sechs Monaten. Anfang November 2019 wurde die Baugenehmigung für das Grundstück erteilt. Der aktuelle Eigentümer möchte das Gelände nun zügig weiterverkaufen. Ein neuer Eigentümer ist bisher noch nicht bekannt, sodass es auch keine Möglichkeit gibt, einen Verbleib zu verhandeln. Mehrere Investoren, die uns einen Weiterbetrieb für die nächsten sieben bis zehn Jahre zusichern würden, haben sich bereits im September 2019 an die S IMMO gewandt, wurden bisher jedoch nicht berücksichtigt.

Mit der drohenden Verdrängung durch Neubauten sind wir nicht alleine. Auch andere Kulturstandorte Berlins müssen derzeit dagegen ankämpfen. Dieser Umstand lässt sich auf den fehlenden Schutz zurückführen, den Clubs eigentlich erhalten müssten. Denn sie sind weit mehr als nur Orte zum Feiern. Daher lauten unsere konkreten Forderungen an die Politik zusätzlich:

  • Bestandsschutz bestehender Clubs und Berücksichtigung von Clubstandorten in Bebauungsplänen bis 2030
  • Anerkennung der Clubs als Kulturstätten
  • langfristige innerstädtische Alternativen für bedrohte Standorte 

 

Alle Infos und Statements, Unser SOS-Video und die Newsletter-Anmeldung hier auf unserer Website: http://www.saveourspaces.berlin

RBB-Beitrag Neuköllner Techno-Club Griessmuehle vor dem Aus 



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