Mehr weibliche Persönlichkeiten im Deutschen Lehrplan

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Mehr weibliche Persönlichkeiten im Deutschen Lehrplan
 

Als ich kürzlich für eine Präsentation im Fach Geschichte recherchiert habe, war ich schockiert! Ich stieß auf die wichtige Frauenrechtlerin Olympe de Gouges (1748-1793) und habe in dem Moment zum ersten Mal in meinem Leben von ihr gehört. Obwohl sie 1791 die “Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin” schrieb und damit die Grundlage für die spätere Einführung des Frauenwahlrechts in Europa schaffte! Die Ironie an der ganzen Sache: Während ich in der Schule offensichtlich kaum etwas über Frauenbiographien lerne, kenn ich Schillers und Goethes Biografien fast auswendig mittlerweile. 

Die Schule soll uns auf unsere Zukunft vorbereiten und mehrperspektivisch ermöglichen, viel Wissen für später mitzunehmen- wieso fehlt dann aber das Wissen über auch die wichtigen, weiblichen Persönlichkeiten? Und dass es eben diese wichtigen, weiblichen Persönlichkeiten gibt, wie beispielsweise Marie Curie, welche den Meilenstein zur Untersuchung an der Radioaktivität machte, lässt sich nicht leugnen. Wieso nicht in Englisch wenn es um das Thema Dystopien geht anstatt „1984“ von George Orwell, „Report der Magd“ von Margaret Atwood lesen, in der es auch um eine beängstigende, aber nicht unrealistische Zukunft geht? Weil der Lehrplan eben das nicht bietet und genau das muss sich ändern. Ich als Frau möchte, wenn ich die Schule beendet habe, das Gefühl haben, alles erreichen zu können, dass diese großartigen männlichen Schriftsteller, Politiker usw. auch erreichen konnten, also sollte uns dann aber auch gezeigt werden, dass Frauen das auch können. Ich appelliere hiermit an den Bildungssenat mehr Frauen verpflichtend in den schulischen Lehrplan einzubeziehen.