Historische S-Bahn-Farben zum Jubiläum

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2019 feiert der S-Bahn-Triebzug der Baureihe 420 ihr 50-jähriges Jubiläum. 1969 wurde 420 001, der erste Prototyp der Baureihe, feierlich abgenommen und der S-Bahn München übergeben. Dieser steht mittlerweile im Freigelände des DB-Museums in Nürnberg, nachdem er viele Jahre für Sonderfahrten genutzt wurde. Bekannt wurde die Baureihe durch die Olympischen Spiele 1972, die der Hauptauslöser für die Konstruktion des S-Bahn-Netzes und damit auch für die Bestellung dieser Fahrzeuge waren. Deshalb sind die Züge noch heute unter dem Spitznamen "Olympiatriebzug" bekannt. Ausgeliefert wurden sie in hellgrau-oranger und in München auch in hellgrau-blauer Lackierung. Im Laufe der Jahre kamen noch einige Lackierungen hinzu, wie etwa das nur in den ersten Jahren genutzte hellgrau-dunkelrote Farbkleid, die ab 1987 genutzte hellere hellgrau-orange Farbvariante mit gelbem Zierstreifen oder die für die S-Bahn-Linie zum Flughafen genutzte blaue Flughafen-Lackierung. Seit 1996 verkehren die Züge im noch heute genutzten verkehrsroten Farbkleid. 2004 endete der planmäßige Einsatz dieser Baureihe in München, aufgrund massiven Fahrzeugmangels kamen 2014 allerdings wieder Fahrzeuge dieser Baureihe zurück in die bayerische Landeshauptstadt. Diese werden nun grundlegend modernisiert und werden den Fahrzeugbestand der S-Bahn München bis mindestens 2028 verstärken.

Zum 50-jährigen Jubiläum dieser Baureihe wollen wir die S-Bahn München dazu motivieren, einen oder mehrere Triebwagen mit historischer Lackierung zu versehen. Dass das möglich ist zeigt z. B. die Westfrankenbahn, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, die zwei ihrer älteren Fahrzeuge der Baureihe 628 für weitere Einsatzjahre aufgefrischt hat und ihnen dabei auch den alten hellgrau-mintgrünen Anstrich gab. Sie hören auf die Spitznamen "Anna" und "Maria". Abwechslung zum Einheitsrot ist sehr beliebt, nicht nur bei Eisenbahnfreunden. Außerdem würde es der S-Bahn positive Medienpräsenz ermöglichen. Hier stehen nun einige mögliche Lackierungen zur Auswahl. Möglicherweise ließe sich per Abstimmung auf sozialen Netzwerken o. ä. ein Favorit ermitteln.