Jetzt zusammenstehen: Das Kino Colosseum muss als Kulturstandort erhalten bleiben!

Jetzt zusammenstehen: Das Kino Colosseum muss als Kulturstandort erhalten bleiben!

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Das Traditionskino an der Schönhauser Allee soll nach seiner beinahe 100-jährigen Geschichte endgültig geschlossen werden. Als Rechtfertigung werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise genannt – dies ist nur vorgeschoben! Denn schon im September 2019 wurde ein Bauvorbescheid für das Grundstück beantragt, welcher Neubau und Überbauung mit Büronutzung zum Inhalt hatte. Dieser Antrag wurde vom Bezirksamt positiv beschieden – darüber wurden weder die Belegschaft noch die Öffentlichkeit informiert!

Das Colosseum gehört keiner Kinokette und ist nicht das typische Multiplex. Vielmehr ist es eine Begegnungsstätte unterschiedlichster Menschen und ein wichtiger Kulturstandort – so bunt wie Berlin. Hier finden Veranstaltungen wie etwa die Berlinale, die seit 15 Jahren bei uns zu Hause ist, das Spatzenkino für Kita-Kinder, die Türkische Filmwoche, oder auch Jugendweihen, Gottesdienste und Firmenevents ihren Raum. Das Colosseum gehört untrennbar zu seinem Kiez, zu Prenzlauer Berg, zu Pankow.

Wir nehmen es nicht hin, dass hier die Belegschaft, die Anwohner, die umliegenden Gewerbetreibenden und der Kulturstandort aus reiner Profitgier ausgebeutet werden!

Wir kämpfen für unsere Arbeitsplätze, für Kultur, für den Kiez und für jeden einzelnen Kinoliebhaber unter euch. Unterstützt uns dabei, damit wir der Politik deutlich zeigen können, dass derartige Immobilienspekulationen und der Ausverkauf der Seele Berlins nicht einfach hingenommen werden!

 

wichtige Fakten:

  • 1924 als Kino Colosseum eröffnet, erwarb Artur Brauner (einer der erfolgreichsten Filmproduzenten Deutschlands) 1992 das Grundstück
  • 1996-97: das Areal wird zu einem 10-Säle-Kino umgebaut und die Fassade, der historische Kinosaal 1 mit seinen über 500 Sitzplätzen und das Foyer als Gesamtanlage werden unter Denkmalschutz gestellt
  • das Grundstück befindet sich mittlerweile im Eigentum der Erbengemeinschaft des im letzten Jahr verstorbenen Artur Brauner
  • das Kino als solches wird durch eine Gesellschaft, in welcher Sammy Brauner (Sohn von Artur) Geschäftsführer ist, betrieben
  • 2019: 350.000 Besucher finden ihren Weg ins Colosseum und zeugen damit von einem beliebten Kinostandort
  • 20. Mai 2020: Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg über den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
  • 28. Mai 2020: die MitarbeiterInnen werden über die drohende Insolvenz informiert – zeitgleich mit der Veröffentlichung erster Pressemeldungen
  • die gesamte Belegschaft bekommt seit Mai keinen Lohn mehr
  • Mitte Juni 2020 erfährt die Öffentlichkeit davon, dass bereits im September 2019 ein Bauvorbescheid über das Grundstück mit dem Inhalt „Neubau und Überbau des Grundstückes mit Büronutzung“ beantragt wurde – was die Schließung aufgrund wirtschaftlicher Folgen durch die Corona-Pandemie in ein neues Licht rückt

 

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