Rottweiler Zeus muss zurück zu seiner Familie dürfen und die Tötung muss verhindert werden

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Thomas Baumann
Thomas Baumann hat diese Petition unterschrieben.

Rottweiler Zeus - der Hund mit bestandenem Wesenstest - muss zurück zu seiner Familie dürfen und er darf nicht getötet werden!

 

Bundesweit in Deutschland sind Hundehalter und Tierfreunde in Aufruhr geraten; sie sind wütend und verunsichert. Für keinen Hundehalter ist verständlich, dass ein Hund, der einen von einer öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen durchgeführten Wesenstest bestand, nicht zurück zu seiner Familie darf und noch schlimmer: unter Anordnung der sofortigen Vollziehung getötet werden soll.

Zum Sachverhalt:

Ein tragischer Vorfall war es zweifellos, als der Hund unserer Mandanten vor über 2 Jahren, Anfang des Jahres 2018, bei einem Spaziergang einen alten Herrn ansprang, welcher bedauerlicherweise körperlich nicht in der Lage war, seinen Sturz nach vorne abzufangen und auf sein Gesicht stürzte. Er zog sich durch den Sturz erhebliche Verletzungen im Gesicht zu. Der Hund hatte den Mann unstreitig nur angesprungen. Zeus war zum Zeitpunkt des Vorfalls an einer Schleppleine geführt worden. Unsere Mandantin war auf dem teilweise vereisten Waldboden ausgerutscht, weshalb ihr ein Teil der Leine bei ihrem Sturz überhaupt entgleiten konnte.

Seitens der zuständigen Behörde wurde der Hund als gefährlicher Hund im Sinne des Landeshundegesetzes eingestuft. Darüber hinaus wurde eine generelle Haltungsuntersagung für Jedermann ausgesprochen und - als angeblich „logische Konsequenz“ aus der generellen Haltungsuntersagung folgend - die sofortige Tötung des Hundes angeordnet. Die Verfügung ist noch nicht bestandskräftig; es handelt sich um noch andauernde Verfahren.

Der Sohn des Geschädigten meldete den Vorfall der zuständigen Behörde in Sachsen. Diese leitete mit Hilfe des Sohnes des Geschädigten (einem Polizisten) ein behördliches Verfahren gegen unsere Mandanten als Hundehalter ein, welches sodann mit Nachdruck betrieben wurde.

Der Hund wurde seitens der Behörde vor Erlass der Verfügung unstreitig keinem Wesenstest unterzogen. Dies wiegt umso schwerer als die sofortige Tötung des Hundes angeordnet wurde.

Schon vor einer behördlichen Anhörung unser Mandanten im Sinne von § 28 VwVfG zu dem eigentlichen Geschehen, fand ein unangekündigter Hausbesuch zum Zwecke der Einschätzung von Zeus statt. In der ersten Niederschrift wurde Zeus von einem Beamten als folgsam beschrieben, da er auf die Kommandos seiner Halter unmittelbar reagierte.

Eine bei dem ersten Hausbesuch anwesende Beamtin der Hundeführerstaffel schlug vor, Zeus mit einem Leinen- und Maulkorbzwang zu belegen. Sie forderte eine Lockerung der Maulkorbpflicht für das Hundetraining in einer Hundeschule, in welcher Zeus aktuell ein Fährtentraining absolvierte.

Die Behörde wollte hiervon jedoch nichts wissen, vereinzelte Mitarbeiter der Behörde in Sachsen hatten sich bereits abgestimmt und beabsichtigten von Beginn an, den Rottweiler Zeus als einen gefährlichen Hund einzustufen mit der Folge das Tier einzuschläfern. Diese Absprache ist nachweislich getroffen worden. Entsprechende Aktenauszüge liegen vor.

 

Vor die Wahl gestellt – Behörde verlangt freiwillige Tötung

Die Entscheidung der Behörde Zeus zu töten stand schon fest. Der zuständige Sachgebietsleiter der Behörde hatte diese Herangehensweise bereits mit dem Amtsveterinär abgesprochen, noch bevor dieser Zeus überhaupt erstmalig in Augenschein genommen hatte. Diese Absprache ist ebenfalls nachweislich getroffen worden. Auch diesbezüglich liegen Aktenauszüge vor.

Unsere Mandanten wurden dann bei einem von der Behörde in Sachsen geplanten weiteren Vor-Ort-Termin, erstmals in Anwesenheit des Amtsveterinärs, vor eine unmögliche Wahl gestellt: Entweder sie würden Zeus sofort freiwillig einschläfern lassen oder aber es würde eine dahingehende Verfügung durch die Behörde erlassen und die sofortige Tötung von Zeus zwangsweise durchgesetzt.

Unsere Mandanten entschieden sich, für Zeus zu kämpfen und teilten der Behörde mit, dass sie ihren Hund nicht freiwillig einschläfern lassen würden. Die sächsische Behörde hielt Wort und erließ dann– wie angekündigt – die Verfügung, in welcher die sofortige Tötung von Zeus angeordnet wurde.

Die Tötungsanordnung wurde pauschal und ungeprüft darauf gestützt, dass der Hund zu gefährlich sei, um von irgendeiner Person gehalten zu werden. Das bedeutet, dass gerade auch ein Tierheim, welches zur Haltung gefährlicher Hunde berechtigt und befähigt ist, nach Ansicht der Behörde nicht in der Lage sei, den Hund aufgrund dessen Gefährlichkeit zu halten.

In Folge der Tötungsanordnung unternahmen unsere Mandanten alles in ihrer Macht Stehende, um das Leben ihres Hundes Zeus zu retten. Unsere Mandanten stellten Zeus auf eigene Kosten einer Problemhundetrainerin und drei öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen vor.

 

Das Ergebnis fiel einheitlich aus: Zeus darf auf keinen Fall getötet werden!

Die Problemhundetrainerin und die drei Sachverständigen im Hundewesen bescheinigten alle ausnahmslos, dass sie eine Tötung des Hundes für absolut unverhältnismäßig halten und die Tötung eklatant gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würde.

Zeus wurde u.a. von Herrn Thomas Baumann, einem deutschlandweit bekannten, öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen begutachtet. Dieser erkannte nach eingehender Begutachtung des Hundes KEINE Argumente, die eine Tötung des Hundes begründen könnten.

 

Zeus besteht Wesenstest

Zeus wurde einem Wesenstest unterzogen, welcher von einer öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen nach anerkannten Standards durchgeführt wurde. Zeus bestand den Wesenstest unstreitig ohne Beanstandungen. Die Sachverständige attestierte, dass es sich nicht um einen gefährlichen Hund im Sinne des Landeshundegesetzes handele. In der Folge wäre Zeus nicht als gefährlicher Hund anzusehen und einzustufen. Es wurde erneut bescheinigt, dass die Tötung unter keinem Gesichtspunkt vertretbar ist.

Nach diesen Expertenmeinungen muss Zeus wieder zu seiner Familie zurück nach Hause dürfen, gegebenenfalls unter Auflagen.

Die zuständige Behörde hält trotz der drei eingeholten Expertenmeinungen an der Tötungsanordnung fest und möchte mit allen Mitteln verhindern, dass Zeus zurück nach Hause zu seiner Familie kommt.

Dieser Fall ist brisant und kann jeden Hundehalter deutschlandweit treffen. Das Tierschutzgesetz ist ein Bundesgesetz und gilt somit in ganz Deutschland.

Allen Hundehaltern ist unbegreiflich, weshalb den Feststellungen des Amtstierarztes, der nachweislich mit dem Hund keinen Wesenstest durchgeführt hatte und dessen Ausführungen weitaus weniger aktuell sind, als die der öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen.

Es muss Berücksichtigung finden, dass Zeus einen Wesenstest ohne Beanstandungen bestand. Die Behörde ist zwingend gehalten, ihre Verfügung über die generelle Haltungsuntersagung für jedermann und darauf fußend die Tötung des Hundes zurückzunehmen. Denn diese Verfügung ist evident rechtswidrig.

Der Behörde muss sich aufdrängen, dass es sich bei Zeus – ausweislich des Wesenstest der öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen – nicht um einen gefährlichen Hund handelt. Sie hat zu erkennen, dass dieser von seiner Familie gehalten werden kann. Ob Auflagen – wie etwa ein Leinenzwang oder Maulkorbzwang – nötig sind, ist von der Behörde durch einen unabhängigen Gutachter zu prüfen.

Würde die unserem Fall zugrundeliegende Verfügung Bestand haben, könnte jeder Hund in der Zukunft bereits aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände von seiner Familie getrennt und sofort getötet werden. Viel schlimmer noch: dies könnte geschehen, ohne dass der jeweilige Hund einem Wesenstest unterzogen werden müsste. Ein Hund könnte von seiner Familie getrennt und getötet werden, ohne vorher einem öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen vorgestellt worden zu sein.

Dieses Verhalten der Behörde darf keinen Bestand haben! Denn es kann nicht im Sinne der deutschen Bevölkerung und auch nicht im Sinne deutscher Gesetze sein, dass ein Hund, der nachweislich einen Wesenstest bestand, getötet wird und nie wieder – auch nicht unter Auflagen - zu seiner Familie zurück nach Hause darf.

Behörden müssen angehalten werden, Sachverhalte hinreichend zu prüfen, bevor sie diese zur Grundlage von Verfügungen mit derart tiefgreifenden und einschneidenden Folgen machen.

Hunde müssen einem Wesenstest unterzogen werden, welcher von einem öffentlich bestellten und anerkannten Sachverständigen im Hundewesen durchzuführen ist, bevor entschieden wird, ob der Hund im Sinne des jeweiligen Landeshundegesetzes als gefährlicher Hund einzustufen ist. Dies insbesondere, wenn als Rechtsfolge die sofortige Tötung angeordnet wird!

Behördeninterne Absprachen mit dem Gutachter betreffend der anzuordnenden Rechtsfolge vor Begutachtung des Hundes haben zu unterbleiben. Die Rechtsfolge darf nicht festgelegt und abgesprochen sein bevor der Hund begutachtet wurde!

Der im Grundgesetz verankerte Tierschutz (Art. 20 a GG) und das Tierschutzgesetz sind jedoch zwingende Grundsätze unseres Zusammenlebens und unserer heutigen Wertvorstellungen. Diese haben ausnahmslos Beachtung zu finden, in jedem Bundesland. Aus diesem Grund geht dieses Verfahren deutschlandweit jeden Hundehalter und Tierfreund etwas an.

Die zuständige Behörde hat die im Grundgesetz verankerten Grundwerte folgenschwer missachtet. Zurzeit ist der Ausgang eines gerichtlichen Eilverfahrens abzuwarten (Stand 27.02.2020). Das Oberverwaltungsgericht hat aktuell per Beschluss über eine von uns eingereichte Beschwerde zu entscheiden. Hier steht zu hoffen, dass die Richter am Oberverwaltungsgericht dem Irrsinn ein Ende setzen und die beabsichtigte Tötung mit Ablauf des 29.02.2020 verhindern.

Zeus befindet sich derzeit in einem Tierheim. Wäre er in der Obhut der agierenden sächsischen Behörde gewesen, wäre er bereits im Jahre 2018 ohne weiteres Zuwarten getötet worden. Wir werden nicht aufgeben und mit unseren Mandanten und Ihnen zusammen für Zeus kämpfen.

 

Unser Ziel ist es, dass Zeus nicht getötet wird und er wieder zu seiner Familie zurück nach Hause darf.

Für alle, die Zeus und seine Familie unterstützen wollen, bitten wir, diese Petition zu unterschreiben und damit Zeus und seiner Familie eine Stimme zu geben. Helfen Sie uns, mit Ihrer Unterschrift auf die gravierenden Missstände mit bundesweiter Bedeutung aufmerksam zu machen und Zeus wieder nach Hause zu seiner Familie zu bringen.

 

Eine Petition von

chiappa & hauser Rechtsanwältinnen

www.tierimrecht.de